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Kostenlose Filmdownloads: Anklage belastet Megaupload-Macher schwer

175 Millionen Dollar Einnahmen, mehr als 1000 Server in Nordamerika -*die Anklage gegen Megaupload zeigt, wie beliebt die Web-Plattform war. E-Mails*belasten die Beteiligten schwer. Ihnen soll klar gewesen sein, dass die Nutzer*vor allem*wegen der Raubkopien kamen.*Nun drohen lange Haftstrafen.
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#1 - 20.01.2012, 15:34 von bad_breath

Aus der Sicht eines Raubmordkopierers ?

Männlich, 45 Jahre alt, Filmfan, Musikbegeistert, immer bereit Geld zu investieren in neues, für bessere Qualität und maximum Performance.
Nicht bereit für minderwertiges viel oder wenig Geld auszugeben.
Megaupload.com ist (war) einer von vielen OCH´s und das ist gut so. Je mehr desto besser. Ich habe im laufe der Zeit (ca. 29 Jahre) zig Tausende DM's und €´s für MC´s + LP´s + VHS + CD's + DAT´s + CDRW's + CD Video's + LaserDisc's + DVD's + HD-DVD's + BluRay's sowohl für die Bildtonträger an sich als auch für die immer wieder notwendigen neuen Geräte ausgegeben. Andere kaufen sich für diesen Betrag eine Eigentumswohnung, ich zahle immer noch Miete. Das ist völlig ok so, jedem das was ihm wichtig ist. Laut Industrie (ehemaliger Sony Chef) muss spätestens alle 5 Jahre ein neues Medium (Bildtonträger) kommen da es sonst dem Konsumenten langweilig wird. Naja, sofern da dann auch jedesmal eine sicht+hörbare Verbesserung eintritt soll mir das recht sein. Aufgrund der Flut der vielen neuveröffentlichungen ist es nahezu unmöglich sich alles was einen interessiert kaufen zu können, trotz erheblichem finanziellen Aufwand. Wenn man dieses Spielchen ein paar Jahre lang mitgespielt hat und dann immer wieder feststellen muss das die teuren (Bildtonträger) so gut wie nichts mehr wert sind wenn man sie wieder verkaufen möchte, ja spätestens dann kommt man ins grübeln. Digital ist das Zauberwort, denn hier geht nur um 1 und 0 und deshalb ist alles mehr oder weniger Eins. Dank den OCH's (Megaupload & Co) kann ich nun in aller ruhe mein Wunschprodukt suchen und dieses mir dann in der von mir gewünschten Qualität auf meinen Computer (Ext. Festplatte) herunterladen. Sofern mir das Produkt gut gefällt und nicht ein 0815 schnellschuss Industrie Kohlemacher ist, werde ich mir dieses auch in der Konsumenten Version (CD oder Blu-Ray) käuflich erwerben. Die Zeit wo ich alles bedenkenlos gekauft habe ohne vorher zu wissen was ich eigentlich da kaufe ist vorbei. Was ist daran falsch? Mein Gewissen ist rein und wer mir da etwas anderes erzählen will, soll erstmal so viel Kohle wie ich in die Unterhaltungsindustrie pumpen, dann reden wir weiter. Ich für meinen Teil zahle gerne an Megaupload & Co, denn hier kann ich die Produkte vorher überprüfen, genau so als ob ich in einem Ladengeschäft die Ware vor dem Kauf begutachten/hören/sehen kann. Der Kunde ist König, was mir nicht zusagt kaufe ich nicht. Ich kenne Jugendliche die noch niemals eine CD gekauft haben, die nutzen aber meistens keine OCH's sondern komplett umsonstige Torrents mit dem entsprechendem Risiko.

#2 - 20.01.2012, 15:39 von susaz

Copyright wichtiger als Netzfreiheit (?)

Zitat von sysop
175 Millionen Dollar Einnahmen, mehr als 1000 Server in Nordamerika -*die Anklage gegen Megaupload zeigt, wie beliebt die Web-Plattform war. E-Mails*belasten die Beteiligten schwer. Ihnen soll klar gewesen sein, dass die Nutzer*vor allem*wegen der Raubkopien kamen.*Nun drohen lange Haftstrafen.
Vielen Netzaktivisten und User werden diese Maßnahme der US-Regierung nicht verstehen können, auch wenn diese rein rechtlich gesehen völlig richtig ist. Ich befürchte allerdings eine neue Angriffswelle durch Hacker: Hacker wollen Regierung Südafrikas stürzen | SÜDAFRIKA – Land der Kontraste.

#3 - 20.01.2012, 15:50 von chinataxi

Ihnen soll klar gewesen sein, dass die Nutzer*vor allem*wegen der Raubkopien kamen.

Zitat von sysop
175 Millionen Dollar Einnahmen, mehr als 1000 Server in Nordamerika -*die Anklage gegen Megaupload zeigt, wie beliebt die Web-Plattform war. E-Mails*belasten die Beteiligten schwer. Ihnen soll klar gewesen sein, dass die Nutzer*vor allem*wegen der Raubkopien kamen.*Nun drohen lange Haftstrafen.
vielleicht beruft sich der typ auf wulff udn erklärt dass es ganz normale marktübliche server waren, und er möchte nciht in einem land leben wo man kunden nicht mal mehr serverplatz zur verfügung stellen darf.

#4 - 20.01.2012, 15:58 von rythinks...

"Das Mega-Firmengeflecht soll "mehrere Millionen Dollar" an Personen gezahlt haben, die bestimmte Inhalte hochgeladen haben."

Sollte sich diese Tatsache als wahr herausstellen, hat sich Megaupload sein eigenes Grab geschaufelt, da man quasi eingekauft hat, bzw. dann selbst angeboten hat.

Denke das ist der Punkt der den Unterschied zu anderen Fileshare-Seiten macht, und Megaupload aus der Grauzone in den illegalen Bereich haut.

Bleibt zu hoffen, das andere Filesharer und Internetseiten nicht als Konsequenz daraus pauschal für hochgeladenes verantwortlich gemacht werden.

#5 - 20.01.2012, 16:04 von johnbatz

Es geht nicht um ihre Freiheit, sondern um die der Künstler

Zitat von bad_breath
Die Zeit wo ich alles bedenkenlos gekauft habe ohne vorher zu wissen was ich eigentlich da kaufe ist vorbei. Was ist daran falsch?
Dass die Gesetzte anders lauten. Dass man sich auch mit einem schnellen Auto an die Verkehrsregeln halten muss. Was immer sie sich für eine Rechtfertigung zusammenlügen, das ist alles irrelevant. Sie respektieren den Künstler nicht, sie berauben ihn seiner Freiheit. Sie schränken die Freiheit der Künslter zur Befriedigung ihrer persönlichen Gelüste ein. Das ist nicht nur gesetzlich verboten, es ist auch unmoralisch. Respektieren sie die Wünsche der Künstler. Wenn diese möchten, dass man dafür bezahlt, halten sie sich daran. Mit keiner Lüge können sie ein Recht auf Diebstahl geltend machen.
Zumal ihre selbstgerechten Lügen mehr als peinlich sind. Nie war der Zugang zu kostenlosen Medien billiger und vielfältiger als heute.

#6 - 20.01.2012, 16:05 von rad.ab

Au weia!

bad_breath fragt allen allen Ernstes, was daran falsch sein soll, illegale Börsen von Internet-Piraten zu nutzen und behauptet dann auch noch, sein Gewissen sei rein. Die offensichtlich Antwort "Weil es illegal ist" wird ihn nicht stören. Wer nur den eigenen Nutzen vor Augen hat, wer so eitel und selbstverliebt ist, wird auch nicht auf einen weiteren Vorschlag eingehen: sich ein eigenes Leben jenseits der Flimmerkiste und den immer neuesten Musikformaten zu besorgen. Wer sich dem Zwang, immer etwas Neues zu haben, so klaglos fügt, ist kein Opfer der sich immer drehenden Konsumspirale, sondern ihr Verursacher. Sich dann aber auf illegalen Wegen den "Stoff" zu besorgen, ist nicht clever, oder gar richtig, sondern schlicht feige. Schade nur, dass bad_breath das nie verstehen wird...

#7 - 20.01.2012, 16:08 von JohannWolfgangVonGoethe

Ich mag Kim Schmitz

Ohne Kim Schmitz wäre die Welt ein gutes Stück langweiliger.

Man mag ihn für eine fette Qualle halten - aber sein Leben, die "Dinger" die er bisher drehte, sind absolut filmreif!

Vielleicht nimmt sich Hollywood eines Tages tatsächlich der Materie an - mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle in einem Film ala "Catch me if you can".

#8 - 20.01.2012, 16:10 von blitzunddonner

es gäbe mit sicherheit ...

... auch vermarktungsmodelle für die digitale neuzeit, die für alle, künstler und konsumenten in erster linie tragfähig sind.

aber was da läuft, das ist die rigide festsetzung der alten vermarktungsstrukturen durch immer schärfere gesetze und immer heftigere strafverfolgung und immer intensivere ermittlungen.

dann wäre es nämlich auch mit den maßlos überhöhten downloadpreisen vorbei. ein jämmerlicher song, ohne package, ohne versandkosten, ohne booklet für 99 cent? das halte ich für mehr als 1000% überhöht. faire preise hier, max. 9 cent pro song und schon wäre ruhe im karton.
oder ein erweitetertes gema-modell, mit dem sonderabgaben der hoster, der telekom-betreiben, der datenträger- und abspielgeräteindustrie in einen topf fließen könnte, der nach der anzahl der freien downloads an die urheber wieder verteilt würde. auch das würde sofort das ende der illegalen downloads bedeuten, weil die notwendigkeit entfallen würde.

#9 - 20.01.2012, 16:10 von Methados

@spon

Zitat von sysop
175 Millionen Dollar Einnahmen, mehr als 1000 Server in Nordamerika -*die Anklage gegen Megaupload zeigt, wie beliebt die Web-Plattform war. E-Mails*belasten die Beteiligten schwer. Ihnen soll klar gewesen sein, dass die Nutzer*vor allem*wegen der Raubkopien kamen.*Nun drohen lange Haftstrafen.
wird das schon zensiert oder wisst ihr davon nicht ?

Schmitz war zuletzt in recht erfolgreichen verhandlungen mit musikern zwecks errichtung einer neuen musikvertriebsplatform in welcher musiker mit mehr als den üblichen 10 % gewinnbeteiligung abgespeist werden sollten.
das stinkt der RIAA natürlich gewaltig. zack, wurde er verhaftet.
zufall ?

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