Forum
Netzwelt

Musiktausch im Internet: Eltern müssen Schadensersatz zahlen

DPA Wegen illegaler Downloads von Musik müssen drei Väter und Mütter Schadensersatz und Abmahnkosten in Höhe von mehreren Tausend Euro zahlen. Der Bundesgerichtshof hat ihre Revision am Donnerstag abgewiesen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/17   10  
#1 - 11.06.2015, 17:02 von ohgottogott

Runde Sache

Recht so !

Sonst würde ja auch künftig die geplante Vorratsdatenspeichung kaum Sinn ergeben. Oder glaubt irgendwer den offiziellen Anti-Terrorismus-Begründungs-Unfug, der nachweislich ebensolcher Unfug ist ?

Zu den eifrigsten Lobbyisten FÜR die VDS zählen die von der Content-Industrie. Und laut Gesetzentwurf brauchen die künftig nicht mal einen Richterbeschluss, um ihre Verfolgungstätigkeit echter oder vermeintlicher Raubkopierschwerverbrecher ausweiten zu können, wenn die VDS mal da ist

#2 - 11.06.2015, 17:04 von eryx

Nur aus Neugier: Wie weist man denn nach, dass man seine Kinder aufgeklärt hat? Oder viel mehr, wie weist man nach, dass die Eltern das nicht getan haben?

#3 - 11.06.2015, 17:14 von jurawel

Theoretische Fehler bei IP-Adressenermittlung?

Sorry, ausweislich eines Tests durch die Zeitung C´t sind Fehler bei der IP-Adressenermittlung nicht nur eine theoretische Möglichkeit?! Das sollte selbst beim BGH mal zur Kenntnis genomen werden!

#4 - 11.06.2015, 17:15 von tobixx

Filesharing wurde verhandelt!

Die Eltern wurden verurteilt weil ihre Kinder Musik zum DOWNLOAD bereitstellten! Um Herunterladen ging es in dem Prozess nur nebenbei. Das Bereitstellen von Musikwerken war der Hauptgrund für die Verurteilung.

#5 - 11.06.2015, 17:16 von vogel0815

Wunderbar

Das Geschäftsmodell kann weiter gehen...

#6 - 11.06.2015, 17:24 von GoaSkin

niemand muss Abmahnkosten zahlen

Eine gebührenpflichtige Abmahnung ist nichts anderes als ein Angebot, im Falle einer Zahlung des genannten Betrages auf eine juristische Auseinandersetzung zu verzichten.
Sofern aber ein abenteuerlicher Betrag verlangt wird, kann es sich aber durchaus lohnen, sich auf eine gerichtliche Klage einzulassen, selbst wenn zweifelsfrei ein Verstoß gegen das Urheberrecht begangen wurde. Dann legt der Richter einen niedrigeren Betrag fest, sodass samt Gerichtskosten am Ende ein deutlich geringerer Betrag fällig ist, als die verlangten Abmahnkosten.
Anwalt verlangt 5.000 Euro, Richter senkt den Betrag auf 100 - das liegt im Bereich des Möglichen.

#7 - 11.06.2015, 17:25 von marthaimschnee

Die "Beweiskraft der Ermittlungsergebnisse" ist überhaupt keine, denn bei den sogenannten Beweisen handelt es sich um Behauptungen des Klägers, die erstmal durch Ermittlungen bewiesen werden müßten. Stattdessen erfolgt sofort die Beweislastumkehr, bei der der Beklagte normalerweise gar keine Chance hat, denn die meisten eingesetzten Zugangsgeräte haben nichtmal die Möglichkeit, aussagekräftige oder gar rechtskräftige Logs oder ähnliches zu erstellen.
Die Abmahner können sich also einfach eine IP greifen, den Anschlußinhaber ermitteln und diesem irgendwas unterstellen. Die von den Providern vergebenen Addressbereiche sind ja hinlänglich bekannt.

#8 - 11.06.2015, 17:26 von graetz777

Statt 3000 Euro Schadensersatz ...

... lohnt es sich schon, dafür für die Kids einen Streaming-Dienst zu abonnieren. 3000 Euro reichen da für 25 Jahre. Wenn es künftig den neuen Dienst von Apple gibt (auch für Android), dann reicht der Betrag für 16 Jahre um eine sechsköpfige Familie zu versorgen. Abonniert man Spotify im Rahmen eines Mobil-Vertrags bei der Telekom, belastet das Streamen noch nicht mal das monatliche Datenvolumen. Nur, um mal zwei Beispiele zu nennen.

#9 - 11.06.2015, 17:27 von sharer1

Weltfremde Volli*****....

und so etwas urteilt über Recht und Unrecht, da wundert man sich nicht mehr darüber das Rechtsgesinnte Schläger aus Dortmund nach Übergriffen 8 Monate auf Bewährung bekommen, pädophile Kindersch*** in Deutschland mit Bewährungsstrafen förmlich aufgefordert werden usw.
Aber brav der Abmahnindustrie in die Hände gespielt. Wer weiß wieviel Geld die Richter dafür bekamen.
Beispiele genug, die Welt ist ein verkommener Haufen geldgieriger Säcke.
Aber die Kleinfamilien können mal eben schaun wie sie ihren Kredit abstottern können weil Junior Lieder gezogen hat.
Bravo...als ob die Menschheit keine anderen Probleme hätte.
Wundert mich nicht das in bestimmten Städten nachts die Autos brennen....sorgt lieber für Ausbildungsplätze bei den jungen Menschen, dann können sie Netflix auch bezahlen....

    Seite 1/17   10