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Sascha Lobos Podcast: Vom Konservativen zum gemeinen Internet-Troll

DPA Einem Teil der Konservativen bekommt das Internet nicht, schrieb Sascha Lobo in seiner Kolumne. Im Podcast antwortet er nun auf Leserkommentare.
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#1 - 23.09.2018, 16:08 von Schnullerbacke

Sascha Lobo

Muss man nicht kennen. Ein Wichtigtuer der von der Presse hofiert wird. Die Meinung von Irokesen-Sascha ist nur subjektiv und ohne Bedeutung.

#2 - 23.09.2018, 17:02 von dasfred

Zu Nr. 1 Schnullerbacke

Meinen Glückwunsch zu ihrem fundierten Kommentar. Selten liest man Postings wie diesen, in von der Frisur bis zur Persönlichkeit alles glasklar analysiert wird. Ich wäre wohl nie allein auf die Idee gekommen, dass die Meinung von Herrn Lobo subjektiv sein könnte. Allerdings frage ich mich wie man jemanden nicht kennen kann, der so von der Presse hofiert wird? Leider habe in den meisten Presseorganen noch nichts über ihn lesen dürfen, schätze aber sowohl seine gelegentlichen Auftritte im TV wie auch seine Kolumne sehr.

#3 - 23.09.2018, 17:20 von kritischergeist

Der Sascha hat gesacht.....

Klingt wie Hape Kerkeling. Internet-Trolle sind natürlich alle rechts. Linke Trolle scheint es bei Herrn Lobo nicht zu geben, oder liegt es vielleicht doch an einer Sehschwäche seines linken Auges? Herrn Lobos Beiträge sind immer dann ganz passabel wenn er den unteren Rand seiner Weltanschauungsblase hoch hebt und dann in die reale Welt heraus schaut. Leider passiert das nicht allzu häufig.

#4 - 23.09.2018, 21:46 von practicus

Da ich lieber lese als zuhöre

gehen Podcasts an mir irgendwie vorbei. Ob da Micky Mouse oder Sascha Lobo unter Pseudonym ihre Meinung verbreiten, ist ziemlich egal. Ich benutze ja auch ein Pseudonym ähh einen "Künstlernamen"
Mir fehlt leider der passende Haarschnitt, um höhere Weihen der Medien als "zertifizierer Meinungsmacher" zu erhalten, obwohl ich mit Sicherheit mindestens genausogut denken kann wie Herr Lobo. Mal sehen, wieviel von seinem Punk der Mann in seine zweite Lebenshälfte retten kann... der könnte ja auch plötzlich "konservativ" werden (der Punk)

#5 - 24.09.2018, 15:17 von murun

Oha...

Zitat von practicus
gehen Podcasts an mir irgendwie vorbei. Ob da Micky Mouse oder Sascha Lobo unter Pseudonym ihre Meinung verbreiten, ist ziemlich egal. Ich benutze ja auch ein Pseudonym ähh einen "Künstlernamen" Mir fehlt leider der passende Haarschnitt, um höhere .....
Ich kann auch wenig mit Podcasts auf einer Seite wie SPON anfangen. Aber allein Ihr Aufhänger spricht gegen Sie (und Ihre Argumentation): Der Name Sascha Lobo ist KEIN Pseudonym...
Und wenn Sie schon selbst ach so toll sind: Färben Sie sich so die Haare grün, wenn Sie meinen, dass eine in Ihren Augen schräge Frisur reicht, um als "zertifizierter Meinungsmacher" Erfolg zu haben... ;)

#6 - 24.09.2018, 17:01 von murun

Ergänzung: Lobo und Punk?

Zitat von practicus
gehen Podcasts an mir irgendwie vorbei. Ob da Micky Mouse oder Sascha Lobo unter Pseudonym ihre Meinung verbreiten, ist ziemlich egal. Ich benutze ja auch ein Pseudonym ähh einen "Künstlernamen" Mir fehlt leider der passende Haarschnitt, um höhere Weihen der Medien als "zertifizierer Meinungsmacher" zu erhalten, obwohl ich mit Sicherheit mindestens genausogut denken kann wie Herr Lobo. Mal sehen, wieviel von seinem Punk der Mann in seine zweite Lebenshälfte retten kann... der könnte ja auch plötzlich "konservativ" werden (der Punk)
Mit einem gefärbten Iro-Haarschnitt anzuecken, d.h. mit einem einzigen äußerlichen Merkmal, macht in Ihren Augen Sascha Lobo zu einem Punk? Wow... Dann wären ja sogar geistige Flachpfeifen wie der italienische Fußballer Mario Balotelli Punks.
Lobos gesellschaftskritischen Kolumnen zur Internetkultur mag ich manchmal, manchmal nicht. Letztere vor allem, wenn sie arg einseitig politisch ideologisierend werden. Aber er will auch polarisieren, und dazu gehört auch seine Frisur - mehr nicht...

#7 - 28.09.2018, 09:31 von dirtybob

Denkwürdige Aspekte

Schöner Podcast. Was mich gleich zu beginn gestört hat ist die feine Linie, die "Rechts" als demokratiefeindlich sieht, konservativ jedoch als durchaus demokratietauglich. Das sind zwei verschiedene Kategorien, einmal links-rechts und dann liberal-konservativ. Diese sind nicht deckungsgleich, wie manche meinen. Man müsste einmal aufdröseln, was hier mit links und rechts gemeint ist, ich glaube nämlich, dass dann deutlich wird, dass "Rechts" demokratietauglich ist, "Rechtsextrem" hingegen nicht. Man sollte sich dabei vor Augen halten, dass eine ideologisierung und absolutierung eines jeden Wertes (sei es nun Ungleichheit oder Gleichheit) in jedem Fall demokratiefeindlich ist, insofern darf man diese Falle nicht den "Rechten" überstülpen. Hier sieht man auch schon das Problem welches ich anspreche - der Signifikant "Rechts" ist zu sehr mit dem Assoziationsgebäude der Nazi's verwoben. Dies wird leider durch die mediale Dynamik verstärkt, in der es - so mein Eindruck - oftmals weniger um argumentative Debatten, sondern mehr um soziale In- & Outgroup Prozesse geht, bei denen rechte Positionen schon im Ansatz als NoGo abgestempelt werden. Betrachtet man das einmal ungeschohnt fällt auf, dass das Trollende Element auf Seiten "Linker" viel ausgeprägter ist, aber weniger auffällt, weil ihre Positionen - wenn auch argumentativ ebenso strittig - wesentlich mehr Akzeptanz finden. Das führt dann in der Folge natürlich dazu, dass gemäßigte Konservative in AfD Kanäle getriggert werden, was fatal ist, wenn man es rein rational betrachtet. Kurzum: Diese feine Linie die Sie ziehen halte ich für einen Mechanismus, der den "Rechtsruck" verstärkt. Auch die diffammierung als "Konservative Trolle" wird nur noch mehr von der argumentativen Seite abbringen, da es hier neben den rationalen Argumenten auch um eine psychodynamische Komponenten geht. Die linken Werte und "political correctness" entspringen zwar z.T. einem rebellischen Aufbruch (68), sind aber nun längst common sense, institutionalisiert und ins Über-Ich gewandert. Daher ist Trump auch so anziehend für viele, weil er eben jene Introjekte bekämpft, denen wir alle erliegen und die unsere postmoderen Epoche charakterisieren. Die Identifikation mit dem Rebellen wird als entlastend empfunden. Und das heisst, dass wir - je mehr wir diese rationale Debatte forcieren - diese psychischen Entlastungskräfte beschwören. Das Internet ist ein Raum, in denen viele diesen Entlastungen fröhnen und es als anonym-privaten Raum betrachten, wenngleich er sich als öffentlicher Raum darstellt. Trolle sind also jene Vorboten, die gesellschaftliche Stimmungen am ehesten prognostizieren, da sie das unerhörte, die Sehnsucht in die Politik, das am Zensor des Über-Ich vorbeigeschleuste veräußern.