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Smartphone-Präsentation von Huawei-Tochter Honor: Kein Wort zur Android-Zukunft

REUTERS Die Huawei-Tochter Honor hat neue Top-Smartphones vorgestellt. Das Google-Problem der Firma wurde mit keinem Wort erwähnt. Dabei könnte es die ambitionierten Pläne der Firma ausbremsen.
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#1 - 21.05.2019, 18:10 von Nutzer ohne Namen

honor10

habe ich jetzt ein 1 Jahr und bin absolut zufrieden. nicht zu breit (1handbedienung möglich, schnell und Fingerabdrucksensor vorn) nur Frage ich mich wie lange ich es noch nutzen kann. Android Auto, Google Maps sind für mich genauso wichtig wie monatliche Sicherheitsupdates und die Garantie auf 2 Systemupdates, damit man nicht jedes Jahr neuen Elektroschrott produziert. letzteres steht jetzt in den Sternen und ich ärgere mich das mein altes Smartphone einen Monat zu früh kaputt ging, sonst wäre ich der spanischen Marke bq treu geblieben und hätte jetzt weniger Unsicherheit, wegen eines Handelskrieges, der mich als Europäer faktisch nicht betreffen sollte.

#2 - 21.05.2019, 18:13 von three-horses

Der Ruf ist nicht der Beste, China kann es nicht lassen.

Ist doch eigentlich eine gute Nachricht...einfach eine "Android distribution"...einspielen und Huawei macht Geschäft des Lebens.
Für die APPs braucht man das Google Play nicht und wenn man Google braucht dann halt nachinstallieren. Oder Huawei spioniert
ohne Ende, was Wahr ist...und so kann der dann nicht.

#3 - 21.05.2019, 19:42 von equigen

Die können das natürlich ignorieren - Trump wird noch mehr einknicken

Nachdem er nach 24h schon teilweise zurückrudern musste, wird der ganze Spuk in ein paar Wochen komplett vorbei sein. Seine Berater müssen es nur noch schaffen das Kind im Sandkasten ein bisschen aufzuschlauen über die katastrophalen Auswirkungen für die US Wirtschaft: Huawei, der 2.-größte Handyhersteller der Welt wird es mit links schaffen ein eigenenes OS auf die Beine zu stellen. Damit wird Androids Vormachtstellung zerstört - wegen Trump. Huawei weiss, dass sie nun auf Teufel komm raus auch die weiteren nötigen Chips für ihre Produkte selbst produzieren müssen. Damit hat Trump geradezu den Zwang aufgebaut, dass die amerikanischen Firmen einen ihrer größten Kunden verlieren werden. Und zu guter Letzt sind die USA beim 5G Netz praktisch komplett von Huawei abhängig - damit wird die ganze USA von der Entwicklung in der restlichen Welt überholt. MEHR kann man gar nicht falsch machen, MEHR kann man nicht tun seine eigene Industrie zu ruinieren.

#4 - 21.05.2019, 20:14 von damianschnelle

@three-horses

Sie haben für Ihre Behauptungen natürlich Beweise? Selbst DT hat sich das bisher nicht getraut zu behaupten. Da sitzen Sie also noch näher an der Quelle.

#5 - 21.05.2019, 23:28 von schnoeding

Katastrophale Abhängigkeit

Es ist letztlich zweitrangig, ob Huawei spioniert oder auch nicht. US Firmen ist in dieser Hinsicht ebenfalls nicht zu trauen. Das Vorgehen von Google sollte jedem halbwegs intelligenten Beobachter klar machen, in welche katastrophale Abhängigkeit wir uns begeben haben. Software aus US-Produktion bildet die Basis fast jedes digitalen Systems unseres täglichen Lebens. Wenn es einem durchgeknallten amerikanischen Despoten gefällt, kommt - wie spätestens jetzt jedem klar sein sollte - hierzulande die Wirtschaft schlagartig zum Stillstand. Im Fall von Huawei gibt es weder technische noch wirtschaftliche Gründe für den Boykott. Millionen von Konsumenten zahlen die Zeche für einen ideologischen Feldzug eines lokalen Politikers.
Am erschreckendsten ist die Tatsache, dass dieser absurde Vorgang von der Öffentlichkeit völlig stoisch hingenommen wird. Man macht sich darüber Gedanken, ob das eigene Huawei Gerät jetzt an Wert verlieren könnte, dabei sind zukünftig im Grunde genommen sämtliche Smartphones, die auf US-Software basieren, unbrauchbar.
Die Presse scheint all das kalt zu lassen. Ist sie lediglich abgestumpft oder gibt es andere Gründe?

#6 - 21.05.2019, 23:41 von fvaderno

Alle Medien tragen an den Nachteilen für die Besitzer von Huawei- ...

... Handys eine Mitschuld. Denn über die Probleme des staatsnahen chinesischen Konzerns wurde vor den Drohungen der demokratiefeindlichen Trump-Administration nie berichtet. Die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung kümmern die Mitgieder der chinesischen Regierung ja nur sehr, sehr eingeschränkt. Im Ausland versuchten sie auch immer, Ihre Regeln durchzusetzen. Darüber wurde oft berichtet, natürlich auch vom SPIEGEL. Ebenfalls wurde über die Einflussnahme dieser Regierung auf die dortige Industrie berichtet. Der unbedarfte Konsument von Medien musste selbst die Logik herausfinden, dass chinesische Produkte der Datenverarbeitung mit ganz großer Wahrscheinlichkeit auch die technischen Möglichkeiten beinhalten, Daten, die über chinesische Server, Handys usw. fließen, nach China weiterzuleiten. Die Auswertung von milliardenfachen Daten bereiten dort mit Sicherheit keine Probleme. (China will im nächsten Jahr Sammlungen über seine beinahe 1,4 Milliarden Bürgern fertigstellen.) Viele unserer privaten und industriellen Daten sind ja schon über Google & Co.in den USA gelandet. Ich sehe es aber für sehr problematisch an, wenn diese Informationen aus unserer Nation, der EU und sogar weltweit für die chinesische Regierung frei verfügbar sein werden. Sogar noch problematischer, als dass sie jetzt schon in den USA sind! Und wir sollten einmal trotz Trump den Amis folgen!

#7 - 22.05.2019, 07:13 von bueckarsten

Huawei Geräte ohne Bootloader Unlock?

Also keinen modifizierten Bootloader, kein modifiziertes Recovery, kein Root, also auch kein Google Framework nachinstallierbar. Wenn das Embargo von Google konsequent durchgezogen wird, bleibt als Installationsquelle ggf. nur noch die händische Paketinstallation mit *.apk. Das ist kein Hindernis. Was mich am meisten an Auawei ankotzt ist, daß es für die teuersten und besten Geräte keine Bootloader-Unlocks mehr gibt und damit das Ausweichen auf LineageOS oder andere AOSP-Derivate unmöglich ist. Die Updates kann sich Google ins Haar schmieren. Und mit Root macht das Smartphone ohnehin nicht mehr das, was Google und Auawei möchten, nämlich jeden Zipfelchen Daten, die die Kisten hergeben, einzusammeln und auszuwerten. Aus meiner Sicht hat sich Auawei selber ins Knie geschossen, wenn sie dongled Hardware total überteuert verkaufen und es dann ablehnen, dem Eigentümer den Schlüssel herauszurücken. Ich möchte aber vermuten, daß dabei auch Google seine Pfoten mit im Spiel hatte. Ich jedenfalls kaufe nie wieder etwas, wo der Bootloader nicht ohnehin offen ist oder sich einfach deaktivieren läßt. Alles andere sind elektronische Fesseln und hochkomplexe Lauschangriffe. Mahlzeit.

#8 - 22.05.2019, 07:42 von vitalik

Zitat von three-horses
Ist doch eigentlich eine gute Nachricht...einfach eine "Android distribution"...einspielen und Huawei macht Geschäft des Lebens. Für die APPs braucht man das Google Play nicht und wenn man Google braucht dann halt nachinstallieren. Oder Huawei spioniert ohne Ende, was Wahr ist...und so kann der dann nicht.
Wenn man Smartphones für die Zielgruppe der Selbstinstallierer verkaufen würde, würde man einfach kaum Geld verdienen. Sie überschätzen die Möglichkeiten und das KnowHow des 0815 Nutzers.
Würde man verschweigen, dass Google Play Store nicht vorinstalliert ist, wäre die Retourequote gigantisch.

#9 - 22.05.2019, 08:05 von vitalik

Zitat von fvaderno
... Handys eine Mitschuld. Denn über die Probleme des staatsnahen chinesischen Konzerns wurde vor den Drohungen der demokratiefeindlichen Trump-Administration nie berichtet. Die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung kümmern die Mitgieder der chinesischen Regierung ja nur sehr, sehr eingeschränkt. Im Ausland versuchten sie auch immer, Ihre Regeln durchzusetzen. Darüber wurde oft berichtet, natürlich auch vom SPIEGEL. Ebenfalls wurde über die Einflussnahme dieser Regierung auf die dortige Industrie berichtet. Der unbedarfte Konsument von Medien musste selbst die Logik herausfinden, dass chinesische Produkte der Datenverarbeitung mit ganz großer Wahrscheinlichkeit auch die technischen Möglichkeiten beinhalten, Daten, die über chinesische Server, Handys usw. fließen, nach China weiterzuleiten. Die Auswertung von milliardenfachen Daten bereiten dort mit Sicherheit keine Probleme. (China will im nächsten Jahr Sammlungen über seine beinahe 1,4 Milliarden Bürgern fertigstellen.) Viele unserer privaten und industriellen Daten sind ja schon über Google & Co.in den USA gelandet. Ich sehe es aber für sehr problematisch an, wenn diese Informationen aus unserer Nation, der EU und sogar weltweit für die chinesische Regierung frei verfügbar sein werden. Sogar noch problematischer, als dass sie jetzt schon in den USA sind! Und wir sollten einmal trotz Trump den Amis folgen!
Ok, Sie haben für sich die Wertung getroffen, dass die US Spionage besser ist, als die chinesische Spionage. Glückwunsch.
Haben Sie eigentlich dabei berücksichtigt, welcher der beiden Ländern einen größeren Einfluss auf Ihr Leben hat?

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