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Streit über Artikel 13: EU-Abgeordnete bekommen Tausende E-Mails

Getty Images / Cultura RF Zumindest online ist der Protest gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform stark. Nutzer versuchen, Abgeordneten das Versprechen einer Gegenstimme abzuringen - mit Verweis auf die Europawahl.
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#1 - 01.03.2019, 15:12 von vfb1883

Meinungsmache

Tatsächlich gibt es selten ein Thema das bei SPON so einseitig beschrieben wird wie der berühmte Artikel 13. Bei Themen wie dem AdBlocker Verbot wurde immerhin noch offen kommuniziert, dass SPON hieran selbst Interessen hat, dies fehlt mir bei diesen Artikeln. Außerdem ist es Fakt, dass in den Koalitionspapieren ein klares Nein zu Uploadfiltern versprochen wird, was dann die Politik einfach unglaubwürdig für die zukünftigen Wähler macht, die durchaus berechtigte Sorgen über den Wegfall ihres Internetcontents haben, da der Einsatz von automatisierten Filtern zum erkennen von geistigen Eigentum bisher nie zufriedenstellend funktioniert hat und lieber ein Video zuviel als zuwenig gefiltert wird.

#2 - 01.03.2019, 15:18 von kayakclc

Völlig in Ordnung

"Wir werden nur Politiker*innen wählen, die gegen Artikel 13 stimmen"... Lobbisten gibt es überall. Aber die Wähler haben an der Wahlurne das letzte Wort. Da wird sich dann zeigen, ob die eine oder die andere Gruppe mehr überzeugen kann. Selbst 10.000 e-mails sind wenig gegenüber allen Stimmberechtigten.

#3 - 01.03.2019, 15:18 von m.klagge

Ein, wenn nicht dass Problem der Gewerkschaften ist,

dass die alten Herren und Damen vollkommen verloren im Neuland herumirren. Wenn die nicht ganz schnell abtreten nehmen sie ihre geliebten Organisationen mit ins Grab.

#4 - 01.03.2019, 15:32 von three-horses

Einfacher geht nicht.

Zitat von vfb1883
Tatsächlich gibt es selten ein Thema das bei SPON so einseitig beschrieben wird wie der berühmte Artikel 13. Bei Themen wie dem AdBlocker Verbot wurde immerhin noch offen kommuniziert, dass SPON hieran selbst Interessen hat, dies fehlt mir bei diesen Artikeln. Außerdem ist es Fakt, dass in den Koalitionspapieren ein klares Nein zu Uploadfiltern versprochen wird, was dann die Politik einfach unglaubwürdig für die zukünftigen Wähler macht, die durchaus berechtigte Sorgen über den Wegfall ihres Internetcontents haben, da der Einsatz von automatisierten Filtern zum erkennen von geistigen Eigentum bisher nie zufriedenstellend funktioniert hat und lieber ein Video zuviel als zuwenig gefiltert wird.
Neben anderen Problemen kommt die Finanzierung dazu. Auch so finanziere ich das Copyright...dann bekomme ich nochmals für das "Konsum" eine Rechnung, nun darf ich das Copyright noch extra schützen und finanzieren. Nur die Einnahmen aus der Speicher Abgabe belaufen sich meine Schätzung nach, auf über 5 Milliarden
je Jahr und Germany. Das sind 24 Tausend Euro für 200 Tausend Künstler je Jahr und Mann/Frau. Man kann wahnsinig werden, es reicht immer noch nicht.

#5 - 01.03.2019, 15:33 von Pressimist

Hut ab vor Axel Voss

Wenn ich zu einem Thema, mit dem ich mich beruflich über ein Jahr intensiv beschäftigt hätte, öffentlich so viel Unkenntnis bewiesen hätte wie Axel Voss es neulich getan hat, würde ich mich nie wieder dazu äußern. Herrn Voss scheint das jedoch nichts auszumachen.
Dennoch hat es niemand verdient, wegen einer solchen Angelegenheit bedroht zu werden. Das ist in jedem Fall vollkommen inakzeptabel.

#6 - 01.03.2019, 15:44 von jjcamera

Urheberschaft ist kein Hobby

IT-Konzerne machen riesige Gewinne, die sie noch nicht einmal versteuern. Und da sollen Urheber, die von ihrer Tätigkeit leben, die Miete bezahlen und die Familie ernähren, leer ausgehen? Nur weil die sogenannten User freien Zugang zu allem fordern und dabei das Recht auf Information einfordern? Information und Unterhaltung ja, aber bitte dafür bezahlen.

#7 - 01.03.2019, 15:52 von flux71

So, so: Man will also nur wegen dieses Artikels 13 dann Rechtsextremisten wählen? Das ist ja großartig. Welches Problem soll das lösen?

#8 - 01.03.2019, 16:13 von three-horses

Auch was gutes.

Zitat von flux71
So, so: Man will also nur wegen dieses Artikels 13 dann Rechtsextremisten wählen? Das ist ja großartig. Welches Problem soll das lösen?
Das nicht. Die Piratenpartei wird empfohlen. Neben einem Denkzettel
auch was vernünftiges. Und schlimmer kann es nicht kommen. EU ist
so oder so insolvent. Eine richtige Pleite tut niemandem weh. Dann bleiben nur offene Grenzen und Zollfrei. Das reicht allemal. Und die
Städte Strasbourg, Brüssel bekommen ihre Freiheit wieder.

#9 - 01.03.2019, 16:45 von hzj

Abgeordnete zur Verantwortung ziehen, durch Abwahl!

Zitat von Flux71: "So, so: Man will also nur wegen dieses Artikels 13 dann Rechtsextremisten wählen? Das ist ja großartig. Welches Problem soll das lösen?" 1. Mit der Wahl drückt der Wähler aus aus, dass Erwartungen enttäuscht wurden und was er persönlich für die Zukunft erwartet. 2. Die gewählten Abgeordneten haben versagt und gegen die Interessen vieler Wähler gehandelt. 3. Folge: Die werden daher nicht gewählt. 4. Suche: Welche Alternativen gibt es? 5. Für manche bietet sich die AFD an, weil sie die EU bekämpft. Oder andere Extremisten, Nationalisten, .... Andere wählen Die Partei, weil Sonneborn der einzige Abgeordnete ist, der ehrlich seine Absichten erklärt und als Satiriker einen Weg zeigt, mit dem ganzen Schlamassel umzugehen. Fazit: Die etablierten Parteien haben es in diesem und vielen anderen Punkten vergeigt, waren unfähig, im Interesse ihrer Wähler zu handeln und die Wähler ziehen die Konsequenzen. Hoffentlich!

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