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Test im Chrome-Browser: Google experimentiert mit Post-Quanten-Verschlüsselung

D-Wave Systems Inc. Künftige Quantencomputer mit einer extrem hohen Rechenleistung könnten gängige Verschlüsselungsverfahren aushebeln. Google testet nun eine Technologie, die Nutzer vor Angriffen der Super-Computer schützen soll.
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#1 - 08.07.2016, 19:02 von NewYork76

Aha

Google will also ein Problem loesen, das vielleicht in Zukunft existiert oder auch nicht und testet dafuer einen neuen Algorithmus, der vielleicht theoretisch funktioniert oder auch nicht.
Der ganze Ansatz hoert sich ja schon mal sehr Quantenmechanisch an...

#2 - 08.07.2016, 19:19 von NewYork76

Aha

Google will also ein Problem loesen, das vielleicht in Zukunft existiert oder auch nicht und testet dafuer einen neuen Algorithmus, der vielleicht theoretisch funktioniert oder auch nicht.
Der ganze Ansatz hoert sich ja schon mal sehr quantenmechanisch an...

#3 - 08.07.2016, 19:51 von hdudeck

Den Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

"Ein Quantencomputer würde eine ganz neue Art von Computer darstellen, mit einer Rechenleistung, die bisher bei gängigen PC nicht vorstellbar ist."

Wundert mich nur, das der Autor den Quantencomputer nicht mit einem Abacus vergleicht. Wuerde mich wundern, wenn es in naher Zukunft PC's mit Quantentechnologie geben wuerde.

#4 - 09.07.2016, 01:00 von xysvenxy

Selbst wenn es Quantencomputer irgendwann geben sollte: Deren Fähigkeit eine Brute Force Attacke zu starten würde spätestens mit der Netzwerkinfrastruktur ausgebremst. Selbst mit xGbit/s käme das einer DDOS gleich - und die würde schnell bemerkt

#5 - 09.07.2016, 11:01 von und_nun?

@xysvenxy

Wieso soll die Entschlüsselung einer mitgeschnittenen Kommunikation einer DDOS gleichkommen? Außerhalb des Rechenzentrums des jeweiligen Geheimdienstes bekommt das doch niemand mit.

#6 - 09.07.2016, 11:26 von goeoe

Grundsätzliche Fehler im Artikel

Als jemand der beruflich an post-quantenverfahren forscht wundere ich mich sehr wie ein Artikel mit einem so grundsätzlichen Fehler in einem angesehen Magazin erscheinen können. Ein Quantencomputer bricht existierende Verfahren keineswegs per broot-force, sondern indem er das faktorisierungs- oder das diskrete logarithmus-Problem mithilfe von Shors Algorithmus löst. Es geht nicht darum, dass Quantencomputer schneller rechnen als klassische Computer; sie rechnen einfach völlig anders, und diese Andersartigkeit kann in speziellen Fällen genutzt werden, und aktuelle Krypto ist ein solcher Fall.
Vielleicht würde es helfen, wenn in Zukunft kurz bei einem Eperten (es gibt Gruppen in Bochum, Berlin, Darmstadt,...) nachgefragt wird bevor ein Artikel erscheint.
Bezüglich der dringlichkeit des Problemes: Es ist richtig dass bisher keine praktischen Quantencomputer existieren. Allerdings kann man heute verschlüsselte Nachrichten speichern und in der Zukunft (manche Experten schätzen bereits in 10-20 Jahren) entschlüsseln. Je nach Bedeutung der Nachticht ist das ein nicht zu vernachässigbares Problem, und es ist dringend nötig Erfahrungen mit den neuen Verfahren zu sammeln ("a new hope" ist übrigens nur eine von vielen Alternativen), ich halte das für einen guten und wichtigen Schritt von Google.

#7 - 09.07.2016, 13:19 von mbfan

@goeoe

Nur klingt "Brute-Force" doch sehr viel vertrauter für die Ohren von normalen Menschen ^^

#8 - 11.07.2016, 12:14 von moritz040

Dachte Quantencomputer brächten Verschlüsselung mit

War da nicht mal was mit Schrödingers Katze und Quantenverschlüsselung?

Wenn also alle Quantencomputer nutzen, braucht man keinen Verschlüsselungsalgorithmus mehr, weil sich die Informationim Falle eines unbefugten Betrachtens der Information selbst zerstört.

Googles Lösung wäre demnach eher für die Phase gedacht, dass Quantencomputer nur wenigen, mächtigen und reichen Nutzern zur Verfügung stehen.
Dient das Ganze also vornehmlich dem Schutz vor staatlichen Hackern?