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Untersuchungshaft abgelehnt: Kim Dotcom muss vorerst nicht ins Gefängnis

Getty Images Kim Dotcom bleibt ein freier Mann - zumindest vorerst. Ein Richter lehnte es jetzt ab, den in den USA angeklagten Online-Unternehmer wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft zu nehmen.
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#1 - 01.12.2014, 08:40 von mantrid

Spanne Rechtsfrage

Ist jemand dafür verantwortlich zu machen, wenn seine Dienstleistung zu Rechtsverstößen mißbraucht wird? Im Umkehrschluss müsste dann auch ein Vorstand einer Bank oder der Bahn dafür haften, wenn Kunden illegale Dinge in ihren gemieteten Schließfächern deponieren. Eine sehr spannende Rechtsfrage.

#2 - 01.12.2014, 08:42 von Sheldor11

Achtung

Mega ist keine Tauschbörse sondern ein One-Click-Hoster. Wird also von einer anderen Seite auf eine Datei mit unauffälligem Namen verwiesen, so kann diese nicht von einer normalen Datei unterschieden werden - sprich Mega lässt diese nicht absichtlich online.

#3 - 01.12.2014, 08:46 von DeutscherimAusland

Herzlichen Glueckwunsch an,....

beide!
K.D. kann sich korrekt vorbereiten auf die naechsten Schritte und das Neuseelaendische Gericht hat Augenmass und Korrektheit bewiesen, gegen die sonst so "allmaechtige" US-Urheberrechts-Polizei!!!
Ich hoffe, das dieses mittlerweile fuer mich "sinnlose" Auslieferungs-Begehren auch noch negiert wird!
Geistiges Eigentum, wie z.Bsp. in der Architektur
ist ja auch frei; warum also nicht auch das der Unterhaltungs-Branche!?
Vielleicht endet dann damit irgendwann einmal das drehen dieser "Einkommens-Spirale" die nur durch Urheber-, Vergabe-, oder sonstwelche "ominoesen" Rechte angetrieben wird!!!

#4 - 01.12.2014, 09:04 von leckmich11

Hervorragend, Kim siegt und die US Musikmafia kriegt eine Schelle nach der anderen.
Ein guter Tag für Kim, ein guter Tag für die Welt.
Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

#5 - 01.12.2014, 09:36 von DMenakker

Zitat von mantrid
Ist jemand dafür verantwortlich zu machen, wenn seine Dienstleistung zu Rechtsverstößen mißbraucht wird? Im Umkehrschluss müsste dann auch ein Vorstand einer Bank oder der Bahn dafür haften, wenn Kunden illegale Dinge in ihren gemieteten Schließfächern deponieren. Eine sehr spannende Rechtsfrage.
Die Rechtsfrage könnte spannend sein, wenn man Kim nicht zu 150 % nachgewiesen hätte, dass er das Geschäft mit den Urheberrechtsverletzungen ganz bewusst betrieben hat. Das steht ziemlich ausser Frage. Ein Betreiber eines Laufhauses vermietet zwar offiziell auch nur Zimmer, letzt endlich betreibt er halt doch einen Puff! Nicht anders ist die Situation bei Kim.

#6 - 01.12.2014, 09:44 von DMenakker

Zitat von leckmich11
Hervorragend, Kim siegt und die US Musikmafia kriegt eine Schelle nach der anderen. Ein guter Tag für Kim, ein guter Tag für die Welt. Herzlichen Glückwunsch und weiter so!
Kim hat nicht gesiegt und die Musik"mafia" keine Schelle bekommen. Er hat lediglich vorläufige Haftverschonung erhalten.

Überlegen Sie doch mal in Ihrer beschränkten Denke, wieviel der Musik, die in den letzten 50 Jahren gemacht wurde, es ohne das geschütze "geistige Eingentum" geben würde.

Einen kleinen Tip: Je jünger und je ärmer die Konsumenten sind, desto weniger sind sie bereit für Musik zu bezahlen. Umgekehrt genauso. Ältere Vermögendere Leute kaufen sich lieber eine CD, als diese zu saugen.

Auf Deutsch: Volksmusiker wären Mulitmillionäre und Rockmusik gäbe es keine mehr weil die Musiker einfach nichts verdienen würde.

Denn die Zeiten der grossen Livekonzerte sind schon lange vorbei.

#7 - 01.12.2014, 11:33 von Der Held vom Erdbeerfeld

...

Zitat von DMenakker
Die Rechtsfrage könnte spannend sein, wenn man Kim nicht zu 150 % nachgewiesen hätte, dass er das Geschäft mit den Urheberrechtsverletzungen ganz bewusst betrieben hat.
Seltsam, ich dachte immer, in der bisher noch nicht geführten Verhandlung würde der Nachweis erbracht werden, ob der Beklagte schuldig ist.

Bisher hat aber noch nicht einmal das Auslieferungsverfahren stattgefunden. Dabei müssen die Ankläger erstmalig nachweisen, dass es überhaupt genug Beweise gibt, um eine Auslieferung zu rechtfertigen. Das Auslieferungsverfahren findet Mitte kommenden Jahres statt, je nach Dauer und etwaiger Revisionen wissen wir frühestens Ende des kommenden Jahres, vermutlich aber auch erst im übernächsten Jahr, ob Herr Dotcom ausgeliefert wird.

Und selbst dann ist er immer noch nicht schuldig, sondern lediglich beschuldigt und die Anklage muss vor eine US-Gericht (unter anderem) nachweisen, ob da gezielt ein Geschäft mit Urheberrechtsverletzungen gegangen wurde.

Nicht, dass ich den Herrn Dotcom für ein unbeschriebenes Blatt halten würde, aber mit Vorverurteilungen wäre ich vorsichtig.

#8 - 01.12.2014, 11:50 von lohnbuchhalter

Kim kommt sicherlich nicht in den Knast

Ich vermute mal, dass er dafür zu schlau ist.
Das er angeblich über Nacht pleite gegangen ist, war ein schlauer Schachzug von ihm. Kim geht nicht pleite, die Paletten mit dem Geld stehen jetzt halt in einem anderem Keller.

#9 - 01.12.2014, 12:29 von hman2

Zitat von
Bisher hat aber noch nicht einmal das Auslieferungsverfahren stattgefunden. Dabei müssen die Ankläger erstmalig nachweisen, dass es überhaupt genug Beweise gibt, um eine Auslieferung zu rechtfertigen.
Falsch. Das Verfahren wurde bislang aus rein formalen Gründen vom Gericht abgewiesen.

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