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Urteil zu Handytarifen: O2 darf Kunden keine Extra-Datenpakete unterjubeln

DPA O2 darf Kunden nicht automatisch Datenvolumen nachbuchen oder sie in teurere Tarife drängen, hat ein Gericht geurteilt. Die beanstandete "Datenautomatik" ist auch für andere Mobilfunkanbieter ein lohnendes Geschäft.
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#1 - 26.02.2016, 17:31 von schokohase123

Wie man es dreht und wendet...

"Unterjubeln" direkt in der Überschrift führt den geneigten Leser direkt in die falsche Richtung. Die Datenautomatik war kein untergejubelter Betrugsversuch, sondern Bestandteil der Verträge. Nachzulesen im Angebot und (im Selbstversuch getestet) ebenfalls erwähnt im Beratungsgespräch. Wer jetzt wie im Falle der Drosselung erneut "Betrug!" schreit, dem unterstelle ich zumindest Blauäugigkeit, wenn nicht sogar Unfähigkeit beim Vertragsabschluss. Man möchte so gerne mündiger Bürger sein und versagt doch beim einfachsten Rechtsgeschäft: Dem Kauf.

#2 - 26.02.2016, 17:40 von Peter Werner

Fehlender Hinweis

Mit der wichtigste Hinweis zum Datensparen fehle in Ihrer Fotostrecke:
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#3 - 26.02.2016, 17:40 von subiccrit

Verbrecher

Die Mobilfunk Unternehmen sind ziemlich im rechtsfreien Raum am operieren, weil der Kunde beweislastig ist und deren Macht reicht mittlerweile an die von Banken und Versicherungen heran.
Und O2 gehört mit Sicherheit nicht zu den kundenfreundlichen Unternehmen.

#4 - 26.02.2016, 17:46 von klugscheißer2011

Andere Abzocke

Sämtliche Mobilfunkanbieter haben längst einen anderen Weg zur Abzocke gefunden. Während Neukunden mit Smartphonegeschenken gelockt werden, sollen Bestandskunden selbst bei Vertragsverlängerung teuer für Neugeräte bezahlen..
Beispiel T-Mobile: das I-Phone S kostet für Neukunden
1 Euro, Altkunden sollen bei Vertragsverlängerung, was ja eigentlich einem Neuabschluss gleichkommt, 399 Euro für dasselbe Gerät draufzahlen.

#5 - 26.02.2016, 17:49 von keksguru

dualsim hilft solche Mondpreise zu vermeiden

in dem einen Slot steckt die Karte mit 9,9 Cent pro Telefonat in Deutschland... in der anderen eine mit 5 GB Internet für 15 Euro. Denn 2 Euro für 100 MB sind geradezu unverschämt teuer - auf 5 GB hochgerechnet macht das 100 Euro. Und 5 GB hab ich noch nie aufgebraucht... der Anbieter meiner Telefon-Sim will 12,99 für ein einzelnes verficktes GB haben und das hab ich schon mehrfach überschritten um dann auf 64 KBit gedrosselt zu werden. Immerhin kann man mit 64 Kbit noch ne Navi Software nutzen :-)

#6 - 26.02.2016, 17:55 von michael1971

Vertrag lesen ist wichtig

Zitat von schokohase123
..Bestandteil der Verträge. Nachzulesen im Angebot und (im Selbstversuch getestet) ebenfalls erwähnt im Beratungsgespräch. ..
auf das was einem erzählt wird darf man sich nicht verlassen und ist auch nicht verbindlich.

Hatte kürzlich von einem Unitymedia-Vertreter, der hatte erzählt weil in der Mietwohnung auch ein Kabelanschluss ist, müsste er aus technischen Gründen einen Portierungzettel ausfüllen - auch wenn ich den Anschluss nicht nutzen würde. Hat er auch ausgefüllt, ich hatte einfach immer wiederholt 'ich unterschreibe aber nichts'. Irgendwann ist der abgezogen und hat den nicht unterschrieben Zettel liegenlassen..

#7 - 26.02.2016, 17:57 von comeback0815

Zitat von schokohase123
"Unterjubeln" direkt in der Überschrift führt den geneigten Leser direkt in die falsche Richtung. Die Datenautomatik war kein untergejubelter Betrugsversuch, sondern Bestandteil der Verträge. Nachzulesen im Angebot und (im Selbstversuch getestet) ebenfalls erwähnt im Beratungsgespräch. Wer jetzt wie im Falle der Drosselung erneut "Betrug!" schreit, dem unterstelle ich zumindest Blauäugigkeit, wenn nicht sogar Unfähigkeit beim Vertragsabschluss. Man möchte so gerne mündiger Bürger sein und versagt doch beim einfachsten Rechtsgeschäft: Dem Kauf.
Dafür gibt es eben den Verbraucherschutz. Sie mögen vielleicht schlau genug sein, die Konditionen vorher alle zu erfragen. Ich räume für mich oft auch das Wissen ein, bei ungutem Bauchgefühl und/oder nebulösem Gequassel lieber noch Mal nachzudenken. Viele machen das nicht und schließen im Glauben, einen guten Vertrag zu machen, eben diesen ab.

Im vorliegenden Fall scheint es so zu sein, dass die Geschwindigkeit der Nutzer nicht nur gedrosselt wurde (was im Rahmen des Vertrages sicher zulässig ist), sondern das automatisch das nächstbessere (und damit auch kostenintensivere) Paket geschaltet wurde. Info-SMS hin oder her. Ich finde diese Form der Vertragsänderung, neben der offensichtlich bequemen Umsetzung, nicht in Ordnung und würde sie sogar gern als sittenwidrig eingeordnet sehen. Es ist schlicht kein gebräuchlicher Umgang mit dem Kunden.

Anders sähe die Sache aus, wenn der Kunde explizit auf diese Form der Datenvolumenerweiterung hingewiesen würde (Fettdruck oder deutliche Herausstellung in den AGBs, im bestenfall AKTIV im Kundengespräch). Stimmt er dann zu, ist alles in Ordnung. Die Frage, warum man das scheinbar nicht so macht, können Sie sich sicher selbst beantworten.

#8 - 26.02.2016, 17:58 von pauschaltourist

Dass diese Datenautomatik durchaus Betrugstendenzen aufweisen wird durch das lächerlich geringe nachgebuchte Volumen deutlich: Es gibt Anbieter, die nehmen sich das Recht heraus, selbst bei 3-GB-Highspeed-"Flatrate"-Verträgen bis zu drei Pakete mit jeweils nur 100 oder auch mal 200 MB Highspeed-Zusatzvolumen der Kundschaft aufs Auge zu drücken.

Merke:
Nur, weil es im Kleingedruckten der AGBs verschämt versteckt wird, ist diese perfide Taktik der Abzocke noch lange nicht legitim.

Die Alternative für die Kunden wäre, nach dem Erhalt der gönnerhaften vom Provider zugestellten "Warn-SMS" den Internetzugang des Handies für den Rest des Monats komplett zu deaktivieren. Was das in der heutigen Zeit (WhatsApp=Standardkommunikationsmedium) bedeutet, kann sich jeder ausmalen.

Dann lieber die klassischen Verträge mit ihren Pseudo-Flatrates. Die drosselten zwar nach Verbrauch des Highspeed-Volumens, jedoch war man dann, wenn auch bedeutend langsamer, nicht komplett abgenabelt von der digitalisierten Welt.

#9 - 26.02.2016, 18:04 von perfection

Typisch O2

Genau zu diesem Thema durfte ich mich heute mit o2 auseinandersetzen. Bei Vertragsverlängerung wurde ich nicht über die Datenautomatik aufgeklärt und in der Email mit den Vertragsbedingungen steht lediglich "Nach Nutzung des Inklusivvolumens werden bis zu 3x 100MB für jeweils 2€ automatisch gebucht." 2 was? 2 Cent? 2 Euro? 2mal? Dadurch habe ich es einfach übersehen und fühle mich nicht über die Kosten aufgeklärt. Laut dem o2 Kundenservice bin ich "meinen Pflichten als Vertragspartner nicht nachgekommen", weil ich die Vertragsbedingungen nicht gelesen hätte und "soll einfach bei meiner Meinung bleiben" Man buche nichts zurück und wolle darüber nicht weiter diskutieren. Sehr patziger, unkulanter Service. Als wie vom o2 Service bezeichnetes "kostengünstiges" Angebot kann ich dies auch absolut nicht verstehen!

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