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Absturz: Die letzten Minuten von Germanwings-Flug 9525

[M] DPA, Airbus, SPIEGEL ONLINE Was passierte auf Germanwings-Flug 4U9525? Der Überblick über die letzten Minuten bis zum Absturz - anhand der bislang bekannten Daten und Ermittlungsergebnisse.
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#10 - 27.03.2015, 17:33 von Hermes75

Obwohl nach solchen Unglücken immer der Ruf nach "Maßnahmen" laut wird, muss man sich einfach im klaren sein, dass es bei jeder Aktivität an der Menschen beteiligt sind auch ein Restrisiko gibt.
In diesem Fall hat der Versuch Flugzeugpassagiere vor Terrorismus zu schützen eben diesen das Leben gekostet. Das ist sehr tragisch, zeigt aber auch, dass es keine perfekten Lösungen gibt.
Gegen Menschen die entschlossen sind zu sterben gibt es keine zuverlässige Prävention. Man kann nur versuchen im Vorfeld zu erkennen, dass mit dem Menschen etwas nicht stimmt, aber das ist verdammt schwierig.

#11 - 27.03.2015, 17:35 von Walther Kempinski

Zu schnell, zu glatt

Verschwörungstheoretiker finden immer eine Lücke, um ihr Stemmeisen der Selbstverliebtheit anzusetzen. Die Ergebnisse kamen zu früh schreiben manche. Nun gut, wären die Ergebnisse Monate später gekommen, würde es heißen, dass die Ermittler, Airbus oder wer auch immer, Zeit genug gehabt hätten, die Daten zu manipulieren.

Ebenfalls erscheint manchen VTlern, dass alles zu glatt lief. Also das Suchen, Finden, Ermitteln und Ergebnisse liefern. Aber selbst das ist purer Zufall. Ein Aufprall eines Flugzeuges mit der Geschwindigkeit, kann nur noch mit der Chaos-Theorie beschrieben werden. Man hätte im Prinzip nur noch Spekulationen wie bei MH370, wenn auch der VoiceRecorder defekt gegangen wäre. Aber nicht jedes Flugunglück endet in Spekulationen.

Umso wichtiger wäre es in Zeiten von Satellitenverbindungen, Internet und digitaler Breitbandübertragung, wichtige Daten per Funk an einen Server zu übermitteln...sozusagen einen Cloud-Flugrekorder.

#12 - 27.03.2015, 17:35 von denkdochmalmit

Fehlende Geräusche der Tür??

Wo sind die Tonsignale der Cockpittür die ertönen wenn der Pilot von außen den Sicherheitscode eingibt?
Das fragen sich nun langsam auch erfahrene Piloten in ihren Foren.
Diese müssten deutlich auf dem Voicerecorder zu hören sein.
Alles wissen wir noch nicht!

#13 - 27.03.2015, 17:36 von ThomasGB

Und immer noch ...

... "wovon auszugehen ist".
Nochmal: wie lange dauert es, bis nach einer versehentlichen Fehleingabe des Entriegelungscodes von außen eine erneute Eingabe vorgenommen werden kann ? Zehn Sekunden ? 5 Minuten ? Ihre Karte wurde eingezogen, bitte wenden Sie sich an den Bankschalter ?

#14 - 27.03.2015, 17:37 von taranga2

Flughöhe erreicht , zeit für einen kaffee

ob nun die toilette oder ein kaffee ...
es scheint so , als ob jemand noch lange nach seinem
tod , spuren hinterlassen wollte .
bei lägerem voraus planen , ist da gleiche mit bus oder bahn auch möglich .
R.I.P

#15 - 27.03.2015, 17:38 von un-Diplomat

Toilettengang

Ich habe jetzt nicht mehr alles über die Minuten vor dem Absturz verfolgt.
Wird von der Fluggesellschaft immer noch behauptet, dass der Chefpilot das Cockpit verlassen hatte, um zur Toilette zu gehen?
Das kann doch niemand wissen. Es gibt mehrere Anlässe, seinen Arbeitsplatz zu verlassen, aber Toilettengang lässt sich besser darstellen als evtl. ein Plausch mit einer Stewardesse oder auch anderen Personen.
Also wissen kann man es nicht, deshalb sollte man auch nichts behaupten.

#16 - 27.03.2015, 17:38 von quidquidagis1

Flug 990

Zitat von montana80
Wahrscheinlich kam der Co-Pilot mit seiner Krankheit und den daraus entstehenden Folgen (Entzug der Fluglizenz) nicht zurecht und flog Amok. Dass die behandelnden Ärzte keine Warnung an den Arbeitgeber gegeben haben ist mir ein Rätsel. Sehr traurig
..ähnlich wie 1999 bei ÄgyptAir:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CCIQ FjAA&url=http://de.wikipedia.org/wiki/EgyptAir-Flug_990&ei=cWgVVcvfKYKXONCrgcAF&usg=AFQjCNGjxD2eq HBa380ClrBsz0oVZQcnOQ&bvm=bv.89381419,d.ZWU&cad=rj a

#17 - 27.03.2015, 17:38 von taranga2

Flughöhe erreicht , zeit für einen kaffee

ob nun die toilette oder ein kaffee ...
es scheint so , als ob jemand noch lange nach seinem
tod , spuren hinterlassen wollte .
bei lägerem voraus planen , ist da gleiche mit bus oder bahn auch möglich .
R.I.P

#18 - 27.03.2015, 17:40 von clumsyclot

Stigma in der Gesellschaft

Zum einen finde ich es seltsam, dass zum augenblicklichen Leitartikel auf SPON http://www.spiegel.de/panorama/germanwings-absturz-das-heimliche-leid-des-co-piloten-a-1025985.html nicht diskutiert werden darf, zum anderen sollte man sich fragen, warum es möglich ist, dass ein Mensch solche derartigen Probleme verbergen kann /muss. In den letzten Tagen ist zum "Vergleich" wieder das Thema um Robert Enke "auf den Tisch gekommen" Leider! Das beweisst, das sich in unserer Gesellschaft bezüglich der Unterstützung und vor allem im Umgang mit psychischen Erkrankungen NICHTS geändert hat. Das gilt für den Leistungssportler in der Öffentlichkeit genauso für Menschen mit derartiger Verantwortung im Beruf sowie auch für Otto "Normalverbraucher". Wie ist es denn sonst zu erklären, dass der Co-Pilot den "gelben Schein" ausgesetzt hat und so zur Arbeit erschienen ist, wie man es von ihm erwarten würde ? Die Erklärung ist so einfach wie menschenverachtend, weil er nicht als schwach abgestempelt werden wollte.
Und das ist die wahre Tragödie für alle betroffenen Angehörigen, ein Unglück als Ergebnis unserer stets auf Leistung und Optimierung bedachten Gesellschaft.

#19 - 27.03.2015, 17:42 von Tacitus73

Da haben Sie leider recht!

Zitat von Beat Adler
Das nuetzt auch nichts, wenn einer der Piloten abstuerzen will. Er wartet bis sein Kollege auf Toilette ist und dreht das Flugzeug auf den Ruecken mit gleichzeitigem Abschalten der Triebwerke. Es gibt keine 100%ige Sicherheit vor Personen, welche Andere mit in den Tod reissen wollen. Nirgendwo. Weder in der Luft noch am Boden, weder in Europa noch sonstwo. mfG Beat
Alle Verbesserungsvorschläge oder Schuldzuweisungen, die sich z.B. mit der Doppelbesetzung im Cockpit oder der ärztlichen Schweigepflicht im Fall psychischer Erkrankungen etc. befassen, führen letztendlich nicht weiter. Es gibt keine vollkommene Sicherheit. Wenn ein Mensch beschlossen hat, Selbstmord zu begehen und dabei so viele wie möglich mit sich zu nehmen, so kann das in den meisten Fällen kaum vorhergesagt, geschweige denn verhindert werden. Es ist so ähnlich wie bei einem Amoklauf. All die, die es jetzt besser gewusst hätten, bedienen eigentlich nur eins: Das (verständliche) Bedürfnis, für diese Katastrophe einen Schuldigen zu finden, den man zur Verantwortung ziehen kann. Der einzig Schuldige saß aber im Cockpit - und er ist tot.

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