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Debatte über Essener Tafel: Pegel des Elends

DPA "Ganz unten" konnten die Schwächsten schon immer am besten gegeneinander ausgespielt werden. Selten war dieses Spiel so gefährlich wie heute. Staatliche Versäumnisse dürfen nicht an den Tafeln hängen bleiben.
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#1 - 23.02.2018, 17:55 von bobo7

Zu Einfach

Es wäre zu einfach der Tafel Rassismus vorzuwerfen. Jeder, der das tut, sollte sich mit seinen eigenen Augen ein Bild der Situation machen und im Notfall den Ehrenamtlichen vor Ort beiseite stehen, statt solcher Anschuldigungen zu verbreiten. Ich denke diese Leute haben sich die Entscheidung ganz sicher nicht leicht gemacht.

#2 - 23.02.2018, 18:00 von kzr

Les restos du Coeur

Gegruendet 1985 von Coluche. Leider immer noch sehr aktuell

#3 - 23.02.2018, 18:00 von rosskal

Die Unterschiede zwischen Arm und Reich

spitzen sich in Deutschland exorbitant zu. Wurden die Grenzen von der Bundeskanzlerin geöffnet, um den Unmut der Armen auf andere Hilfsbedürftige zu lenken? Es ist dramatisch ärgerlich, dass es derPolitik auf diese Weise gelingt - siehe "Tafel" - von dem ganz großen Unrecht im Land - zwischen Arm und Reich - abzulenken.

#4 - 23.02.2018, 18:04 von unalom

Notbremse

Der Leitung und den Mitarbeitern Rassimus zu unterstellen ist sicherlich das Dümmste und Ignoranteste, was man tun kann. Die multikulturelle Gesellschaft ist nun mal nicht die Idylle, die uns die derzeit herrschende Ideologie vorgaukelt. So langsam kommt auch diese Realität bei den sozialen Institutionen an. Um die Zuwanderer kümmert sich eine Unzahl Freiwilliger, sie werden vergleichsweise großzügig vom Staat und von privaten Helfern unterstützt, ältere Menschen, die in Armut geraten sind, haben nicht die Ellenbogen, die nötig sind, sich bei den Verteilungskämpfen zu behaupten.
Die Essener haben die Notbremse gezogen. Wer denen irgendwelche böswilligen oder rechtsgerichteten Absichten unterstellt, sollte einmal selbst diese Arbeit an den Tafeln verrichten.

#5 - 23.02.2018, 18:10 von w.o.

Zitat von bobo7
Es wäre zu einfach der Tafel Rassismus vorzuwerfen. Jeder, der das tut, sollte sich mit seinen eigenen Augen ein Bild der Situation machen und im Notfall den Ehrenamtlichen vor Ort beiseite stehen, statt solcher Anschuldigungen zu verbreiten. Ich denke diese Leute haben sich die Entscheidung ganz sicher nicht leicht gemacht.
Nicht der Autor,Sie machen es sich zu einfach. Vielleicht sollten Sie zur Vertiefung mal folgendes lesen: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/sagt-huebsch-danke

#6 - 23.02.2018, 18:12 von Objectives

Unbequeme Wahrheiten

Und sofort wird wieder die Rassismuskeule geschwungen. Der linksgerichtete Journalismus ist einfach nur am Ende. Er hat genauso wie linke Parteien keine Antworten mehr, die die Intelligenz des normaldenkenden Bürger nicht beleidigen würden. Es ist und bleibt ein Trauerspiel und der Spiegel mischt ganz vorne mit.

#7 - 23.02.2018, 18:14 von Mister Stone

Schaffen WIR das?

In dieses heterogene und ohnehin unter enormem, weil existentiellen Druck stehende Gefüge "ganz unten" drängen nun Menschen von noch wesentlich weiter "unten" und, was erstmals eine Rolle spielt, aus einem fremden Kulturkreis.

Wenn das bedeuten soll, dass die Menschen aus einem fremden Kulturkreis "noch wesentlich weiter unten" stehen würden - und damit wesentlich bedürftiger wären als die Menschen aus unserem Kulturkreis, dann bestreite ich diese pauschale Behauptung ganz energisch. Alle, die dorthin gehen, haben ihren Grund das zu tun. Die meisten von ihnen sind tatsächlich existentiell bedroht, sie haben Hunger aber kein Geld. Andere hätten zwar Geld, wollen aber ihr Geld sparen, und denen macht es nichts aus, sich als Almosenempfänger zu outen (ich weiß das). Die Tafeln können das nicht prüfen. Sie können sich auch keine Ordnungsdienste leisten, die darauf achten, dass es in den Warteschlagen gesittet zugeht. Was ich an einer Tafel einer Kleinstadt (35000 Einwohner) beobachtet habe, und zwar mehrfach, war schon sehr bedenklich. Das war im Frühjahr 2017. Da ging es laut und teilweise grob zu. Und ja, die herausragenden Protagonisten stammten augenscheinlich aus einem anderen Kulturkreis. Die Polizei musste einschreiten. Und nun frage ich: Wer soll das regeln? Ich halte es für falsch, Hilfegewährung pauschal von der Nationalität abhängig zu machen. Das ist voll daneben. Viel besser wäre ein Ordnungsdienst, der alle Störenfriede egal welcher Nationalität sofort rauswirft. Aber wer bezahlt den Ordnungsdienst? Oder anders: Sollten die Tafeln nicht staatlich organisiert werden? Das müsste doch bezahlbar sein in unserem reichen Gut-und-Gerne-Land, in dem die Milliarden-Einnahmen nur so sprudeln, und in dem es den Deutschen so gut geht wie nie zuvor. Oder?

#8 - 23.02.2018, 18:15 von svennzon

Tafeln

das schlimme ist in Deutschland dass sich die Politik durch Hinweise wie "gut dass es doch die Tafeln gibt" ganz billig aus der Affäre zieht...ich empfehle Literatur zur Tafel-Thematik von Stefan Selke, einem Soziologieprofessor, bei dem ich auch schon Seminare hatte.

#9 - 23.02.2018, 18:19 von angste

Weil offenkundig rassistisch argumentiert wird?

Wie hätte man denn die Situation erklären sollen? Omas haben ganz unbegründete Ängste, alleinerziehende sollen sich nicht so anstellen?
Wer nicht kommt hat selber schuld?

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