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Vater eines Mordopfers beim NSU-Prozess: Die Abrechnung des Ismail Yozgat

DPA Der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. gilt bei der Aufklärung der NSU-Morde für viele als Personifizierung des Behördenversagens. Vor Gericht musste er sich nun den Fragen des Vaters eines Opfers stellen - und gab dabei kein gutes Bild ab.
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#1 - 15.04.2014, 19:49 von Karl_Knapp

Ich verstehe es nicht !

Wie kann dieser Mann noch Beamter sein? Disziplinarverfahren werden sonstwo wegen Marginalien eröffnet - und dieser Mann, der seine Unfähigkeit derartig offen zur Schau stellt, ist immer noch nicht aus dem Dienst entfernt! Es ist nicht zu fassen!

#2 - 15.04.2014, 19:50 von carolian

Neue Hauptrolle: Opfervater

Bewiesen ist bis heute nichts.

#3 - 15.04.2014, 19:52 von mundi

Fragen, die sich stellen.

Die Staatsanwaltschaft behauptet, diese Tat wurde von 2 Männern aus Zwickau begangen, die einer terroristischen Organisation (NSU) angehörten. Als Motiv wurde Ausländerhass angegeben.
Warum wird vor Ende des Prozesses in den Medien so berichtet, als wäre dieser Fall bereits schon aufgeklärt? Es wurden auch 2 deutsche Polizisten angegriffen, dabei starb eine Polizistin. War es auch Ausländerhass?

Theoretisch könnte das Gericht einen anderen Hintergrund feststellen. Bis dahin besteht keine Sicherheit und für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

Warum wird der Verfassungsschutz so heftig angegriffen? Er ist doch zunächst nicht für die allgemeine Kriminalität zuständig.


Welche Motive spielen in diesem Fall wirklich eine Rolle?

#4 - 15.04.2014, 19:55 von Nonsens

Haha,

wenn ihn die Nachbarn schon Klein- Adolf nannten, da muss er gar nicht weitererzählen. Ein strammer rechter, durch und durch. Naja what shells. Schade für den Vater des Ermordeten, aber leider haben wir unsere Geschichte immer noch nicht richtg aufgearbeitet. Sonst würden hier noch ganz andere auf der Anklagebank sitzen. So bekommen sie in Deutschland nur hin und wieder ein Job in Brüssel oder das Bundesverdienstkreuz.

#5 - 15.04.2014, 19:58 von doc 123

Sehr schön...

Zitat von sysop
Der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. gilt bei der Aufklärung der NSU-Morde für viele als Personifizierung des Behördenversagens. Vor Gericht musste er sich nun den Fragen des Vaters eines Opfers stellen - und gab dabei kein gutes Bild ab.
"Das Verfahren gegen ihn wurde später eingestellt - und trotzdem ist seine Rolle im NSU-Prozess stets eine sehr merkwürdige geblieben. T., eine frühere Kollegin sowie ehemalige Vorgesetzte aus dem hessischen Landesamt für Verfassungsschutz trugen vor Gericht kaum oder gar nicht zur Aufklärung bei und machten zum Teil absurde Erinnerungslücken geltend...."

So nach und nach kommen doch noch mehrere Umstände auf den Tisch, die hier bereits vor Monaten beantstandet wurden. Ich erinnere mich nochmalig diesbez. an die geradezu unsägliche Aussage von Herrn Leyendecker, "der Fall Andreas T. sei polizeilich ausermittelt". Dass dieser Herr weder etwas gesehen noch gehört haben will ist jedenfalls an Abstrusität kaum noch zu überbieten und es stellt sich allenfalls mittlerweile doch die ernsthafte Frage, ob statt oder zumindest mit Frau Zschäpe noch der eine oder andere Beteiligte auf der Anklagebank sitzen sollte. - Sollte es sich jedenfalls im Laufe des Prozesses bestätigen, dass Herr T. mit dieser vollständig unglaubwürdigen Geschichte tatsächlich durch- und davonkommen, ist jedenfalls dieses Justizsystem einer Bananenrepublik ein weiteres Mal nachhaltig bestätigt.

Die Rolle des Verfassunsschutzes ist jedenfalls sowohl in dieser NSU-Affäre als auch in der NSA-Affäre, wo man sich mit dergleichen Ahnungslosigkeit und Nicht-Beteiligung "herausreden" wollte, geradezu erbärmlichst und ganz sicherlich der aller-übelsten Nachkriegsregierung geschuldet, dass hier nicht schon massivste Maßnahmen zur Auslösung dieser unwürdigen Behörde getroffen wurden. Auf diesen geradezu "Schutz der Verfassung" der mehr als offensichte Feinde unserer Verfassung kann jedenfalls jeder anständige Bürger ganz sicherlich verzichten.

#6 - 15.04.2014, 20:12 von deckergs

Zitat von carolian
Bewiesen ist bis heute nichts.
Das Ermittlungsverfahren gegen die beiden mutmaßlichen Täter mußte eingestellt werden. Tote können sich nicht mehr verteidigen.

#7 - 15.04.2014, 20:12 von JochenDunkel

Das Ganze wird von Tag zu Tag mysteriöser. War es am Ende doch das System, das diese Morde zu verantworten hat und 3 dämliche, junge Menschen zu Tätern machte?

#8 - 15.04.2014, 20:15 von titoandres

Unwahrscheinlicher als doppelter Blitzschlag

Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass zu genau dem Zeitpunkt eines Mordes, der rassistisch motiviert ist, hinten in dem Internetcafé ein Beamter des Verfassungsschutzes sitzt, der zu Hause zu Literatur zu Serienmorden, Notizen zu "Mein Kampf" hat, in seiner Jugend "Klein-Adolf" genannt wurde und dass dieser von diesem Mord nichts wissend an der Leiche vorbeiläuft?

#9 - 15.04.2014, 20:25 von spon-facebook-1008724193

ist eher logisch

das ein Verfassungsschutzmann da nix mitbekommt. Erinnert ganz stark an Gladio und den Oktoberfestattentat. Und am Ende kann man dies alles zwei toten Neonazis anhängen. Sehr fragwürdig. Und warum das alles?

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