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Anhörung vor US-Senat: Justizminister Barr verteidigt Umgang mit Mueller-Bericht

REUTERS Sonderermittler Mueller beschwerte sich, Justizminister William Barr habe seinen Bericht zur Russland-Affäre unzulässig gekürzt. Doch der steht zu seinem Vorgehen - und nimmt erneut US-Präsident Trump in Schutz.
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#1 - 02.05.2019, 23:34 von gatsue

Suboptimale Berichterstattung

1. Barr hatte klar gemacht, dass er nicht die 19-seitige zusammenfassung von Mueller veröffentlichen wollte, sondern den GANZEN Bericht (was den Demokraten nicht gepasst hat) und
2. Bestanden die Beiträge der Demokraten aus entweder dummen Fragen, die ihr maßloses Unwissen dokumentierten oder aus Beleidigungen, wie die dieser seltsamen chinesischen Abgeordnetet. Kamala Harris (will nicht näher auf ihre spitznamen eingenehen) war sogar der Ansicht, Barr hätte in 2 Wochen auch sämtliche Zeugenaussagen und Reports die dem Muellerbericht zugrunde iiegen kritisch hinterfragen müssen um neue Beweise (!?) zu finden. Danke bei solchen schlauen Abgeordnete. Barr war cool, entspannt und sein Puls war nie über 80, dafür habe ich ihn zum ersten Mal lachen sehen. Macht euch keine Sorgen: Trump gewinnt ohne Probleme 2020 (Turning Point USA).

#2 - 02.05.2019, 07:14 von alternativlos

Ist das noch das freie Amerika?

Wohl genauso frei wie jede andere Demokratie, in der mit juristischen Mitteln um die Wahrheit gerungen wird, welche im Sinne einer eidetische Reduktion schon im Wesenskern präjudiziert und entschieden wurde und der einzige Triumph noch darin besteht, dem anderen rein formaljuristisch ein Verfahrensfehler wie z.B. Geheimnis-, Landes- oder sogar Hochverrat nachzuweisen.

Sie finden das merkwürdig im Verhältnis anderer Gesellschafts- und Rechtsformen und -normen. Nun, nach angelsächsischer Rechtsphilosophie ist dieses Prozedere ein anerkanntes Prinzip der Gerechtigkeitsfindung, in der Staranwälte sogar ein Geschäftsmodell daraus aufgebaut haben und nicht davor zurückschrecken, dieses Modell zum Vorteil der einen oder anderen Partei wohlfeil anzubiedern.

Sie fragen sich, was eine solche Demokratie von anderen Gesellschafts- und Staatsformen unterscheidet. In seiner praktischen Wirklichkeit wohl kaum, in der Theorie stellen Demokratien zumindest die parlamentarische Möglichkeit in Aussicht, diese Rechtsphilosophie zu korrigieren oder zu beenden. Vor allem wenn sie den Krieg mehr befördert als den Frieden oder im einzelnen die Würde des Menschen verletzt.

Eine Demokratie muss nur auch den Mut dazu haben!

Weiterhin Alles Gute