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Anti-Trump-Kurs vor der Uno: Macron wagt es

REUTERS Vor der Uno-Vollversammlung stellt sich der französische Präsident Emmanuel Macron in allen Punkten gegen seinen Vorredner: US-Präsident Donald Trump. Nie war der Westen auf offener Weltbühne so zerstritten.
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#90 - 26.09.2018, 12:42 von Lektorat Berlin

Jeder

Zitat von kolybri
Macron hält als Einziger die demokratischer Errungenschaften hoch, Restpekt. Wo bleibt Merkel? Trump ist die Lachnummer der aktuellen Weltpolitik, warum traut sich sonst niemand selbstbewusst aufzutreten? Bald wird Trump Geschichte sein, alle anderen müssen sich dann fragen lassen, warum sie nicht für Ihre Überzeugungen offen eingestanden sind.
hat halt seinen Stil. Wo Merkel bleibt, haben Sie gefragt? Merkel hat schon am Tag seiner Wahl deutliche Worte gesprochen. Und wurde dafür mit der Verweigerung des Handshake "bestraft" - ein diplomatischer Affront, genaugenommen. Sowas steckt sie weg, uneitel, pragmatisch, souverän. Ebenso wie die hanebüchenden Beleidigungen aus Griechenland und der Türkei. Sie kann einstecken UND austeilen, ist beim letzteren aber halt diplomatischer als viele andere (weil eine Frau? Weil älter?). Und in Anbetracht unserer speziellen Geschichte halte ich das für richtig.
Ein Herr Macron kann da aus vielerlei Gründen ganz anders auftreten, und glücklicherweise tut er das auch. Jeder auf seine Weise, alle beide, Merkel wie Macron weisen Trump auf die jeweils angemessene Art in die Schranken. Und zeigen diesem, dass die Anti-Trump-Front eine solide und aus vielfältigen Gesteinsarten bestehende ist. Nicht, dass ich glaubte, dass Herr Trump dies zu begreifen in der Lage wäre, aber nicht alle Republikaner und nicht alle von deren Wählern bewegen sich auf dem Trumpschen Niveau...
Diplomatie ist eben weit mehr als das, was Herr Trump darunter zu verstehen scheint und Sie hier vermeintlich von Frau Merkel einzufordern scheinen. Ohne ein Merkel-Fan zu sein bin ich froh, dass unser de-facto-Staatsoberhaupt in dieser weltkrisenhaften Zeit ein so besonnenes ist. Allen Elefanten im Porzellanladen in Europa, der Türkei, den USA und im Osten unseres eigenen Landes zum Trotz...

#91 - 26.09.2018, 12:43 von MiniDragon

zurück nach Genf?

Zitat von bdroege
Wenn die USA bzw. Trump die UN dermaßen ablehnt sollte man vielleicht den Sitz der UN in ein Land verlegen das gegenüber der UN positiver gestimmt ist.
zurück zu ihren Wurzeln?
Die Eidgenossen würden sich vielleicht freuen, aber an Macht und Einfluß dieser Organisation rein gar nichts.

#92 - 26.09.2018, 12:44 von draco2007

Zitat von Ezechiel
So gut die Rede von Macron auch war, sie wird am Verhalten Trumps nichts ändern. Trump hat einen Vorteil. Den aktuellen Umfragewerten nach zu urteilen kann er damit rechen wiedergewählt zu werden. Bei Macron ist das nicht der Fall. Seine Umfragewerte befinden sich im Sturzflug. Ich denke er arbeitet bereits jetzt an einer politischen Karriere in der EU.
Äh nein. Die Umfragewerte sind so tief wie noch nie in irgend einer amerikanischen Präsidentschaft. Vielleicht gibt es eine Trump freundliche Umfrage, aber der Schnitt sagt etwas ganz anderes.

Der harte Kern von vielleicht 30% der Amerikaner, aber die sind entweder zu blöd oder zu verblendet um zu begreifen was da grade abgeht.

#93 - 26.09.2018, 12:45 von s.l.bln

Wenn es ein friedliches Europa...

Zitat von isi-dor
Ich bezahle lieber für Macrons Visionen von einem friedlichen Europa, als für Trumps Weltkrieg.
...zu kaufen gäbe, würde ich auch gerne dafür bezahlen.
Unsere östlichen Nachbarn zeigen uns aber grade eindrucksvoll. daß es den Frieden wohl nicht zu kaufen gibt.
Die wollen das Geld einfach so und verhalten sich ansonsten eher feindselig.
Es scheint, als wäre was anderes als Geld nötig, um ein friedliches Europa zu sichern, weshalb wir ihnen auch keines mehr geben sollten.

#94 - 26.09.2018, 12:46 von edward elgar

Zitat von humble_opinion
Eigentlich müsste ja inzwischen jeder kapieren können, dass die irdischen Hauptprobleme wie Klimawandel, Flüchtlingsströme, Landes- und Wasserverschmutzung etc. nur global zu lösen sind, weil sie eben global entstehen. Wer angesichts dessen auf ......
Eines ist doch schon klar: Der Klimaverwandel lässt sich nicht mehr vermeiden. Wer heute noch damit argumentiert, hat es nicht verstanden. Es geht nur noch um die Folgenabschätzung und die bestmögliche Strategie, um mit den Folgen zu leben.
Dafür wird Geld gebraucht, das ist klar, aber das ist in der Politik hüben wie drüben noch nicht angekommen. Es ist viel einfacher, dauernd neue Werte festzulegen in der augenwischerischen Absicht, damit zu punkten. Aber was tun wir, wenn die Nordsee mal bis Berlin steht? Es gibt viele Szenarien, die heute ähnlich skurril klingen, mit denen wir uns aber bekanntmachen müssen.

#95 - 26.09.2018, 12:47 von ancoats

Zitat von c.heinemann
Schaumschläger wie trump nur in die entgegengesetzte richtung.Er kann noch keine wichtige erfolge für frankreich vorweisen. Ewiges Elitedenken versperrt der Nicht-elite den weg zu lukrativen und guten ausbildungen, die Jugend Frankreichs verzweifelt daran wie sie von der Politik seit nunmehr 50 Jahren vernachlässigt werden.Macron ist nicht der erste französische Präsident der sich gegen den LePen Clan durchgesetzt hat,Mitterrand hat damit angefangen,den Front National für seine zwecke zu benutzen, wie auch später Chirac, Sarkozy, Hollande und letzt ......
Excusez-moi, aber ich denke, dass Sie von der französischen malaise nicht so richtig viel verstehen, wenn Sie als erstes und einziges "ewiges Elitedenken versperrt der Nicht-elite den weg zu lukrativen und guten ausbildungen" konstatieren. Und der französischen Parteienlandschaft wie der Logik der Präsidentenwahl eigentlich eher auch nicht.
Wie auch immer: das Aales hat auch überhaupt nichts damit zu tun, dass Macrons Rede mindestens aus europäischer Sicht überfällig und richtig war.

#96 - 26.09.2018, 12:47 von draco2007

Zitat von reiner_müller
...Nachdenkseiten...
Sie meinen Breitbart für Arme?

#97 - 26.09.2018, 12:49 von quatermain4000

Was immer man von Macron halten mag,

es ist schade dass er so ziemlich der Einzige war, der sich die Muehe machte Trump entgegenzutreten. Was immer das auch dann Wert ist. Schlieslich war es derselbe Macron der mit Trump auf fast peinliche Weisse auf Buddy-Buddy machte. Trump ist das Gesicht des amerikanischen Faschismus, und gibt dieser Form von korporativem Faschismus der vor allemn auf die Interessen rechtsradikaler Oligarchen setz, sein prolliges Gesicht. Davor hatte Jack London schon vor rund einem Jahrhundert gewarnt. Noch ist nicht sicher ob er von Dauer ist, und ob er alle noch bestehenden Widerstaende ueberwinden kann. Dass er das versucht und zwar unter Einsatz aller, zur Zeit noch legaler wenn auch unfeiner Mittel der Propaganda und der Waehlemanipulation, steht ausser Zweifel. Ebenso wie der bleibende Schaden den er schon angerichtet hat.

#98 - 26.09.2018, 12:52 von Zeitwesen

Diplomatie vs Direktheit

Diplomatie ist eigentlich die Sprache der Politik. Diplomatie und Ehrlichkeit müssen keine Gegensätze sein. Wer sich der Diplomatie bedient will es beispielsweise vermeiden, seinem Gegenüber vor den Kopf zu stoßen, ihn bloß zu stellen, oder einen Bruch zu riskieren.
Diplomatie ist der stete Tropfen, während die Direktheit ein Fausthieb sein kann.
Wer Diplomatie als Sprache wählt muss auch einstecken können, kompromissbereit sein, oft über viele Dinge hinwegsehen, sie tolerieren und muss Kritik indirekt verpacken.
Aus diesen Gründen führt daher gerade Diplomatie bei Gegnern eher zum Ziel oder zumindest zu einer Annäherung und ist gerade bei Partnern ein muss.
Eigentlich.
Mit Trump haben wir allerdings einen Politiker einer engen Bündnisnation, der sich nicht um Diplomatie schert, diplomatische Brücken einreißt. Trump ist ein politischer Hooligan der auf seine Gegner und Freunde einschlägt, bis sie ihm zustimmen und er sie dann dafür lobt.
Diplomatie ist bei Trump fehl am Platze, denn er und seine Anhänger lehnen die Sprache der Diplomatie ab.
Daher war Macrons Rede genau die Richtige.
Würden alle politischen Gegner Trumps so mit ihm sprechen, wäre er auch vor seinen eigenen Anhängern schnell entzaubert.
Dann würden Trumps Anhänger verstehen, dass Trump nicht das Alpha-Tier ist vor dem sich seine Gegner scheinbar fürchten, weil diese Kritik nur indirekt, diplomatisch eben äußern.
Erst dann würden sie verstehen, dass Trump ein Großmaul ist der sich mit dem Rest der Welt (außer Nordkorea) verfeindet.

#99 - 26.09.2018, 12:59 von MiniDragon

Es ist gar nicht sicher

Zitat von Bueckstueck
trump ist nur noch ein Quälgeist auf Zeit. Es gilt ihn auszusitzen, spätestens am 20. Januar 2021 ist der Spuk vorbei. Eine Wiederwahl wird es nicht geben, mit viel Glück und gutem Willen nicht einmal eine komplette erste und einzige Amtszeit. Derweil .....
dass Trump keine 2. Amtszeit im Weißen Haus bekommen kann.
Leute, die etwas mehr davon verstehen wie normale US- Wähler so ticken, schließen das jedenfalls nicht aus.

Merke : in der Demokratie herrscht die Mehrheit und in der Mehrheit sind die Dummen . ( IQ- Verteilung und Gaußsche Glockenkurve googeln )

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