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Anti-Trump-Kurs vor der Uno: Macron wagt es

REUTERS Vor der Uno-Vollversammlung stellt sich der französische Präsident Emmanuel Macron in allen Punkten gegen seinen Vorredner: US-Präsident Donald Trump. Nie war der Westen auf offener Weltbühne so zerstritten.
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#10 - 26.09.2018, 09:55 von twebbs

Chapeau !

Man kann Macron gerne vorwerfen, er sei selbstzentriert und manchmal arrogant. Aber genau solch ein klares Entgegentreten brauchen wir gegenüber Populisten und Weltzerstörern.

Immerhin haben die Franzosen den USA im damaligen Unabhängigkeitskrieg zu den Freiheiten verholfen, welche sie später groß und stolz gemacht haben. Zum Dank gab es die Freiheitsstatue, welche ein Nationalsymbol in den USA ist.

Genau die Franzosen haben auch das Recht, die bürgerlichen Rechte und daraus folgernden Pflichten zur Erhaltung des Friedens und der Schöpfung von den US Bürgern einzufordern und sich auch klar gegen Auswüchse zu positionieren.

Schade, daß wir nicht näherungsweise einen Politiker des Formats Macron unter uns haben.

#11 - 26.09.2018, 09:55 von Kamillo

Ich wünschte, in Deutschland gäbe es jemanden mit der Chupze von Macron, der Kanzlerkandidat werden könnte. Unsere Politiker haben allesamt keinen Schneid mehr.

#12 - 26.09.2018, 10:01 von 123rumpel123

xxx

Zitat von YoRequerrosATorres
Das ist der intellektuell klügere Politikstil: An die Intelligenz zu appellieren. Schön zu erleben, dass mit Trumps Haudrauf-Stil weder Erfolg noch Respekt zustandekommen. Schreibt der Autor ja auch: Soviel Mut muss man erst einmal haben. Der hat ihn. Andere nicht. Schade.
Macrons Rede in allen Ehren, aber beweist es nicht, dass die UNO eine handlungs- und einflusslose Rednerbude ist?

Die UNO hat keine der wirklichen Katastrophen in Richtung Genozid in Asien und Afrika verhindern können. In der Finanzierung der UNHCR rund um die syrischen Nachbarländer kläglich versagt, übrigens leider die EU zeitgleich mit, usw. usw.

Sorry, aber mein Respekt vor der UNO ist marginal.

#13 - 26.09.2018, 10:02 von bdroege

UN-Hauptsitz verlegen

Wenn die USA bzw. Trump die UN dermaßen ablehnt sollte man vielleicht den Sitz der UN in ein Land verlegen das gegenüber der UN positiver gestimmt ist.

#14 - 26.09.2018, 10:03 von OhMyGosh

Bien fait, monsieur le Président! Aber Macron war schließlich auch, im Gegensatz zu Donald T., auf einer französischen "grande école", der ENA.

#15 - 26.09.2018, 10:05 von ufoman

globalismus neuerdings super ?

da weiss man als spiegel-leser oder spiegel-redakteur gar nicht mehr was man denken/schreiben soll....
in der vor-trump-ära : ueberall globalismus-kritik, anti ttip-kommentare, meinungen, demos und glossen ohne ende. die boesen globalisten und das internationale kapital verbuenden sich gegen die bevoelkerungen......
in der trump-ära : globalismus super, diese boese antiglobalismus strategie von trump voll ruckwaertsgewandt, nationalistisch und voll falsch. jetzt ist ein globalismus befuerworter wie macron ploetzlich die lichtgestalt die gegen den boesen globalismuskritiker aufbegehrt.
leute ! soll das ein witz sein ? es ist nicht alles weiss oder schwarz ! trump ist weder der heilsbringer noch ist alles was er macht oder sagt unsagbar boese, krank oder voellig falsch. ich mahne da ein wenig maessigung und vielleicht auch mal ein wenig selbstkritik und selbstreflexion an.

#16 - 26.09.2018, 10:08 von vbhfgdl

Kurzes Gedächtnis

kolybri #3 "Macron hält als Einziger die demokratischer Errungenschaften hoch, Restpekt. Wo bleibt Merkel?" Unmittelbar nach den Präsidentschaftswahlen 2016 hat Merkel Trump sehr deutlich an die westlichen Werte erinnert. Damals hat sie sich hierzulande jede Menge Kritik eingehandelt.

#17 - 26.09.2018, 10:10 von Glocknerkönig

Chapeau Frankreich

mein größter Respekt für die klaren Ansagen

#18 - 26.09.2018, 10:11 von haresu

Zitat von s.l.bln
...aber immerhin befriedigt es auch meine Schadenfreude ein wenig, daß nach dem Gelächter auch noch ein Hauch von westlicher Opposition zu vernehmen war. Das kann aber über zwei Dinge nicht .......
Woher kommt nur dieser Hass? Man muss Macron nicht mögen, man mag ihn für egozentrisch halten (finde ich gar nicht), man kann seinen Auftritt für kalkuliert halten (sicher, natürlich), man kann denken, dass er von seinen innenpolitischen Problemen ablenken will (klar, das machen alle). Vielleicht hat er auch weniger zu verlieren. Trotzdem hat er diese Rede gehalten

#19 - 26.09.2018, 10:13 von Bueckstueck

Macron weiss:

trump ist nur noch ein Quälgeist auf Zeit. Es gilt ihn auszusitzen, spätestens am 20. Januar 2021 ist der Spuk vorbei. Eine Wiederwahl wird es nicht geben, mit viel Glück und gutem Willen nicht einmal eine komplette erste und einzige Amtszeit. Derweil gilt es einerseits nicht zu viel post-trump Porzellan zu zerschlagen und andererseits nicht zu viele schwer reversierbare Zugeständnisse zu machen.

Darauf setzt auch China.

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