Forum
Politik

Anti-Trump-Rede in Harvard: Merkels Abrechnung

Brian Snyder/ REUTERS Bei einer umjubelten Rede vor Studenten der amerikanischen Eliteuniversität Harvard vollführt Angela Merkel einen diplomatischen Spagat: Sie attackiert die Politik des US-Präsidenten - erwähnt ihn aber mit keinem Wort.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/21   10  
#1 - 31.05.2019, 05:02 von koch-51

Wir brauchen Angela Merkel

Wir brauchen Angela Merkel auch in Zukunft als linkes Gegenmodell zu all den Trumps, Salvinis, Putins und Orbans. Links nicht im parteipolitischen Sinne, sondern links im Sinne eines progressiven globalistischen Gesellschaftsentwurfs. Wunderbar, dass sie Trump nicht "links" sondern im übertragenen Sinne "rechts" liegen ließ und lieber mit der internationalistisch gesinnten Elite in Harvard feierte. Zudem eine gelungene Retourkutsche auf Pompeo, der mit seiner kurzfristigen Absage seines Besuchs seine ganze Geringschätzung und Verachtung für die Bundesrepublik zeigen wollte. - Wir brauchen Angela Merkel auch in Zukunft für den Kampf gegen Rechts, auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Die Medien sollten sie daher noch stärker unterstützen und nicht mehr von ihrem bevorstehenden politischen Ende sprechen.

#2 - 31.05.2019, 05:25 von hevopi

Aus humaner Sicht hat Frau Merkel

natürlich zu 100 % recht, nur mir fehlt eine Antwort: Wie soll sich die Erde beim jetzigen Bevölkerungswachstum weiterentwickeln? Mehr Menschen brauchen mehr Versorgung, die Umwelt ist für viele Länder ein Desaster, der kranke Egoismus der Politiker (siehe Deutschland) denkt nicht mal eine Sekunde an die Bürger, sondern braucht nur Stimmen, so gesehen: Hat die Welt wirklich noch eine lange Zukunft? So traurig ist ist: Das Bevölkerungswachstum muß überschaubar bleiben, der Umweltschutz darf nicht für wenige Menschen noch mehr Vermögen schaffen und vielleicht wird sich bei der Menschheit doch noch die 3. Gehirnrinde entwickeln: Sozialbewußtsein.

#3 - 31.05.2019, 05:28 von cherrydoc

Wow

Ich habe sie nie gewählt und werde ihre Partei auch niemals wählen aber ich muss, über mich selbst überrascht, feststellen, dass ich heute richtig stolz auf unsere Bundeskanzlerin bin. Danke Angela Merkel, danke für Ihre Flüchtlingspolitik und Danke für das Bild, das Sie im aufgeklärten Teil dieser Welt von unserem Land hinterlassen! Wenn Sie und Ihre Partei jetzt noch Ihren Aussagen zum Klimawandel Taten folgen ließen, müsste ich mein Eingangsstatement fast überdenken.

#4 - 31.05.2019, 05:40 von harryhorst

Keine gute Idee

So schön ein Beifall bei Harward auch ist, er hilft nicht bei der nächsten Reaktion von Trump. Mittlerweile ist sein Charakter ganz gut ersichtlich. Mit einer Retourkutsche müssen wir rechnen und die trifft die Autoindustrie. Das ist dann ein teurer Preis für Merkels Ego.

#5 - 31.05.2019, 05:40 von advokatu

Great

Das ist Amerika wie wir es lieben. Kooperation statt Abgrenzung ist die Forderung der Zeit!
Dazu muss Europa die soziale und die demokratische Frage durch Bildung einer europäischen Republik beantworten.

#6 - 31.05.2019, 05:47 von Deeds447

Die Opposition wird immer bejubelt...

Eigentlich ein ganz normaler Effekt, wenn Mächtige andere Mächtige in deren Machtbereich kritisieren, findet das immer Jubel- bei Elite und benachteiligten Gruppen. Vielleicht gibt es dafür einen Fachbegriff? Dennoch, hätte Merkel diese Rede im Rustbelt gehalten, wäre der Jubel ähnlich verhalten gewesen, wie auf einem ostdeutschen Marktplatz?
Vorausgesetzt, die Pleiten-, Pech- und Pannen-Flugbereitschaft setzt diesmal keine größere Überschrift als die schöne Rede Merkels, wäre die Reise ein schöner Volltreffer ins Tor von AKK, die zuletzt eigentlich genau das Gegenteil propagiert hat und mal angenommen, das CDU-Werkstattgesprächspublikum ist in der großen Mehrheit ähnlich priviligiert wie die Havard-Absolventen, war der Effekt hier der Gleiche: Etwas anderes anstreben als die aktuelle Regierungschefin und schon setzt der Applaus ein.
Überdies sollte man den eigentlichen Anlass der Rede nicht vergessen: Das Feromon-Level war bei dieser Veranstaltung schon ganz gut und Merkel war nur eine Attraktion des Ganzen. Tatsächlich feierte man da ja den bestandenen Abschluss, wenn ich den Artikel jetzt nicht falsch verstanden habe...

#7 - 31.05.2019, 06:13 von tomrobert

Das war notwendig!

Man muss kein Merkel Fan sein um zu erkennen das der Trump aus dem Ruder läuft.Die Rede war notwendig!

#8 - 31.05.2019, 06:19 von claus7447

Bemerkenswert

Für diese Rede könnte sogar ich sie wählen! Nur es wird nicht mehr möglich sein.

Ihre Nachfolger werden große Schuhe vorfinden. Ob sie sie ausfüllen? Derzeit habe ich eher den Eindruck, dass sie alle bei Schuhgröße 30 angekommen sind.

#9 - 31.05.2019, 06:31 von radikalrationalist

Aufrichtigen Respekt

Ich selbst kein CDU Fan. Noch ein echter Fan von Merkel.

Aber ich habe doch einen ordentlichen Respekt davor wie sie uns durch diverse Krisien geführt hat.
Hätten wir z.B. 2009 nicht überstanden, sehe es hier zu Lande ganz anders aus.

Es wird glaube ich zu oft vergessen, dass auch sie, die soviel Macht an sich gezogen hat, nicht alleine regiert hat.
Wer weiß was sie ohne diverse Beinsteller, wie Seehofer, Schäuble & Co und Lobbyisten, noch so an unpopulären Entscheidungen getroffen hätte.
Aber selbst der Papst kann nicht schalten und walten wie er will.

Schade das wirklich alles was sie geleistet hat in D verteufelt wird.
Aber der Prophet taug halt im eigenen Land nichts.... Nicht mal bei den FeministInnen

    Seite 1/21   10