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Bericht von Ermittler Mueller wird veröffentlicht: Er hat Überraschungen parat

Cliff Owen/DPA Am Donnerstag wird die Endfassung des Berichts zur Russlandaffäre veröffentlicht - Präsident Donald Trump und die Demokraten bereiten sich intensiv darauf vor. Viele offene Fragen könnten endlich beantwortet werden.
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#1 - 16.04.2019, 13:12 von raton_laveur

es würde mich nicht wundern,

wenn sich nach Veröffentlichung des ganzen Berichts ein ganz anderes Bild ergibt als das, was Trump und sein willfähriger Justizminister bisher behaupten. Ohne Veröffentlichung des ganzen Berichts glaube ich ihnen kein einziges Wort von der angeblichen vollständigen Entlastung Trumps und seines Teams.

#2 - 16.04.2019, 13:21 von HerrPeterlein

Wie armselig

Ich finde den ganzen Müllerbericht und was darum gemacht wird, einfach nur noch armselig für die USA. Wie konnte so jemand wie Trump dort Präsident werden, bei der Vita und dem Verhalten hat er gar nichts was ihn für dieses Amt qualifiziert.
Auf der anderen Seite ist es erschreckend schwach, wenn der Müllerbericht jetzt die "Antwort" der Demokraten (und Medien) ist.
2,5 Jahre nach der Wahl kommt dieser erst zu Ergebnissen. Ergebnisse die erwartungsgemäß unklar sind und viel in die eine oder andere Richtung ausgelegt werden können.
Trump wird nichts konkret nachgewiesen werden können, aber natürlich hat er genug Mist gebaut.
Es liegt doch am Wähler, ob er zum Beispiel den Umgang mit Saudi-Arabien quittiert oder nicht.
Doch auch am Donnerstag wird keiner schlauer sein.

#3 - 16.04.2019, 13:23 von cipo

"Dazu passt, dass die Demokraten schon jetzt allergisch auf die möglichen Streichungen durch Barr in der Langfassung reagieren. Zwar kann sich der Minister auf Vorschriften berufen, die die Veröffentlichung von Geheimdiensterkenntnissen oder von bestimmten Gerichtsakten untersagen. Doch natürlich macht jede Streichung misstrauisch. Ist da etwa Vertuschung im Spiel?"

Es schwirren Gerüchte herum, dass zwischen 50 und 70 Prozent des Mueller-Berichtes geschwärzt sein sollen. Wenn sich das als wahr herausstellen sollte, wird die Veröffentlichung wohl weniger Fragen beantworten als aufwerfen.

#4 - 16.04.2019, 13:30 von K. Larname

Real existierende Ungerechtigkeit ist: Alle Welt muss detailliert und hieb- und stichfest analysieren, ein Trump hingegen muss nur twittern "gar nicht wahr, die Anderen sind doof".

#5 - 16.04.2019, 13:30 von claus7447

Geduld

Man braucht Geduld - sicherlich wird es nicht die weisse Weste wie von Barr grossspurig verkündigt. Aber lesen wir erst mal den Bericht.

#6 - 16.04.2019, 13:32 von NorddeutschePflanze

Warum dauert die Veröffentlichung so lange?

Weil das weiße Haus erst einmal genügend schwarze Eddings beschaffen musste, um sämtliche Zeilen in dem Bericht zu schwärzen.......

Ich glaube nicht daran, das die Veröffentlichung irgend welche neuen Erkenntnisse bringen wird, die relevanten Teile werden durchgängig schwarz sein.

#7 - 16.04.2019, 13:39 von Beat Adler

Es geht NICHT um "glauben" sondern um "WISSEN".

Zitat von raton_laveur
wenn sich nach Veröffentlichung des ganzen Berichts ein ganz anderes Bild ergibt als das, was Trump und sein willfähriger Justizminister bisher behaupten. Ohne Veröffentlichung des ganzen Berichts glaube ich ihnen kein einziges Wort von der angeblichen vollständigen Entlastung Trumps und seines Teams.
"Ohne Veröffentlichung des ganzen Berichts glaube ich ihnen kein einziges Wort von der angeblichen vollständigen Entlastung Trumps und seines Teams."

Es geht NICHT um "glauben" sondern um "WISSEN". Beyond any reasonable doubt heisst das auf amerikanisch.

Selbst Hinweise reichen nicht, wenn danach keine Beweise erbracht werden koennen.

Soweit die Justizerei. Bei der Politikerei geht es um was ganz Anderes. Da genuegt das Streuen von Zweifeln.
mfG Beat

#8 - 16.04.2019, 13:44 von bigmitt

Natürlich kann man....

...in gewissen Fragen auf mehr Details und Einzelheiten hoffen, jedoch ist im Hinblick auf Flynn und das Trump Tower Meeting das Grundlegende so ziemlich bekannt. Es wird nicht viel neues dazu geben. Der Fall Flynn ist daher interessant das selbst Comey vor dem Kongress aussagte das Flynn die Wahrheit gesagt hätte, erst im Nachhinein wurde er der Falschaussage bezichtigt und die Verkündung seines Strafmaßes wurde mehrfach verschoben. Es war Flynn als Mitglied des Transition Teams gestattet Kontakt zum russischen Botschafter zu haben, und eine Lüge hierüber absolut unnötig.
Vielleicht erfährt man auch etwas mehr über N. Veselnitskaja. War Sie eine platzierte Agentin von Fusion GPS? Schließlich hatte sie den versprochenen "Schmutz über Clinton" nicht geliefert.
Das Ziel des Reports wird auf jedenfall verfehlt, dadurch das Mueller die Schuldfrage zu Justizbehinderung an den AG abgibt. Eine Befriedung der politischen Grabenkämpfe durch eine endgültige Legitimation des Wahlergebnisses wird es leider nicht geben.

#9 - 16.04.2019, 13:48 von neanderspezi

Ein teilgeschwärzter Bericht liest sich bestimmt leichter

Man könnte meinen, die Demokraten müssten sich im Zusammenhang mit dem Mueller-Bericht auf die nächste Einschüchterung durch das stabile Genie gefasst machen, denn schließlich sollten sie gefälligst nur ein für Reservisten vorgesehenes Hintergrundsäuseln bezüglich der Interpretation des Berichts hervorbringen und das möglichst auch nur in Habachtstellung vor der Beurteilung eben dieses stabilen Genies namens Trump, sicherheitshalber noch zusätzlich flankiert von seinem Justizminister. Da läuft doch etwas schief in God's Own Country, wenn die Opposition im Lande sich gewissermaßen nur über vorgekaute Textfragmente hermachen darf und die dank justiziabler Vorausschau vorgenommenen Schwärzungen sich leise weinend gefallen lassen muss. Der großartige Spalter und Hetzer des Landes weiß offensichtlich genau, was den oppositionellen Kräften des Landes anvertraut werden kann.

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