Forum
Politik

Brasiliens Präsident vereidigt: Mit Peng-Peng durch die Straßen

AFP Er will die "Gender-Ideologie" bekämpfen und den Zugang zu Waffen erleichtern: In Brasilien hat der Ultrarechte Jair Bolsonaro seinen Amtseid als Präsident abgelegt - und gleich gezeigt, was auf die Welt zukommt.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/8    
#1 - 01.01.2019, 20:16 von famon

Der Messias aus Glicério...

...ist keine Lösung, sondern das Ergebnis von Brasiliens Probleme. Es ist nicht nur ein Rechtsrück, es ist ein Rückschritt um mindestens 40 Jahre.

#2 - 01.01.2019, 20:31 von Interzoni

Da hilft nur noch Exil

Als BrasilianerIn, die nicht so tickt wie diese indiskutable Marionette der Holzwirtschaft, des Militärs und evangelikaler Sekten, würde ich alles dafür tun, schnellstmöglich das Land zu verlassen. Bolsonaro und seine Jünger rufen ja schon offen zur Denunziation Andersdenkender auf - und wer es wagt, mit einem roten Hemd herumzulaufen, kann damit rechnen, zusammengeschlagen zu werden. Brasilien hat seinen Untergang gewählt, das wird sich schneller zeigen, als selbst moderate Skeptiker befürchten.

#3 - 01.01.2019, 20:40 von collapsar

Und wer hats verbrochen ?

Zitat von famon
...ist keine Lösung, sondern das Ergebnis von Brasiliens Probleme. Es ist nicht nur ein Rechtsrück, es ist ein Rückschritt um mindestens 40 Jahre.
Stimmt leider uneingeschränkt.

Wirklich erschreckend allerdings, daß Bolsonaro sich nicht etwa an die Macht geputscht, sondern freie Wahlen gewonnen hat.

Keine Werbung für die Demokratie.

Carsten

#4 - 01.01.2019, 20:48 von roninger2000

Cool bleiben

Fakt ist, dass Brasilien demokratisch eine neue Regierung gewählt hat.
Wir wünschen also einen guten Start u. viel Erfolg.

#5 - 01.01.2019, 20:54 von Garak

Und wer ist Schuld daran das es soweit.....

Zitat von famon
...ist keine Lösung, sondern das Ergebnis von Brasiliens Probleme. Es ist nicht nur ein Rechtsrück, es ist ein Rückschritt um mindestens 40 Jahre.
....gekommen ist? Die angeblich guten Linken!

Wenn Dilma und vor ihr Lula einen besseren Job gemacht hätten und es dem Volk besser gegangen wäre dann hätte Bolsonaro doch keine Chance gehabt.

Aber wie immer versprechen können die linken Wohltaten für alle, am Ende haben sie sich genauso wie die Rechten nur die Taschen/Konten mit Geld vollgestopft und ihre Freunde auch bedacht.

Das versagen der Linken hat doch erst die Grundlage für diesen Rechtsruck gegeben.

Und in Venezuela wird es ähnlich laufen wenn das System nicht ganz implodiert und zu einem failed State degeneriert.

#6 - 01.01.2019, 20:54 von chris.ponte6422

Zitat von Interzoni
...und wer es wagt, mit einem roten Hemd herumzulaufen, kann damit rechnen, zusammengeschlagen zu werden. Brasilien hat seinen Untergang gewählt, das wird sich schneller zeigen, als selbst moderate Skeptiker befürchten.
Nun, da schlage ich ihnen mal vor, den in zweiter Instanz verurteilten Lula auf einer Ansammlung seiner sektenartigen Anhänger zu kritisieren. Da wären Sie wahrscheinlich froh, wenn Sie "nur" zusammengeschlagen würden. Von den Evangelikalen einmal abgesehen, ist Bolsonaro das Produkt von 14 Jahren Misswirtschaft der sozialistischen Partei (besser Gang) PT. Die meisten seiner Wähler haben nicht für ihn gestimmt, sondern gegen PT. Eine Wiederwahl dieser Verbrecherorganisation hätte eindeutig zum wirtschaftlichen Untergang des Landes und wahrscheinlich zu einer linksfaschistischen Diktatur à la Venezuela geführt.

#7 - 01.01.2019, 21:00 von Garak

Es ist vor allem keine Werbung....

Zitat von collapsar
Stimmt leider uneingeschränkt. Wirklich erschreckend allerdings, daß Bolsonaro sich nicht etwa an die Macht geputscht, sondern freie Wahlen gewonnen hat. Keine Werbung für die Demokratie. Carsten
.....für die Demokratie wenn sie das Versagen der PT unter Lula und Dilma ausblenden!

Die hatten 13 Jahre Zeit Brasilien zu entwickeln und den Armen eine Zukunft zu bieten.

Scheinbar haben sie sich und ihre Freunde aber lieber auf Kosten des Staates und Petrobas versorgt. Keines der strukturellen Probleme Brasiliens wurde wirklich angegangen.

Klar ist Bolsonaro nicht die Lösung, der Grund warum er gewählt wurde liegt aber im Versagen der PT. Die Menschen denken sich halt versuchen wir es halt mit ihm die PT hat uns nur veräppelt.

#8 - 01.01.2019, 21:00 von thobie2

Zitat von collapsar
Keine Werbung für die Demokratie.
Das zeigt, dass ein Volk auch reif sein muss für die Demokratie. Die Brasilianer haben diesen Präsidenten gewählt. Damit haben sie später auch kein Recht, zu jammern.

Ich möchte in einem Brasilien, das von diesem Präsidenten regiert wird, nicht leben.

Allerdings zeigt sich auch in Deutschland, dass es mit der Reife des Volkes nicht immer gar so weit her ist. Denn wenn man im Hinterkopf behält, was ultrarechte Nationalisten Deutschland in der Zeit von 1933 bis 1945 angetan hat, ist es unverständlich, wie Bürger die AfD wählen können. Aber auch das muss ich nicht verstehen.

#9 - 01.01.2019, 21:08 von ein_deutscher

Oft anders als man denkt.

Als Deutscher in diesem Land lebend, bin ich nun doch wieder froh über meinen Reisepass aus Alemanha.

    Seite 1/8