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Brexit: Flirt mit dem Desaster

REUTERS Nach dem Scheitern ist vor dem Scheitern: Das britische Parlament hat sich einen der letzten Wege zu einem geordneten Brexit verbaut. Die EU wird nun überlegen müssen, ob sie zu radikalen Maßnahmen greifen sollte.
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#1 - 13.03.2019, 07:36 von fatherted98

Das was SPON...

...hier schreibt entbehrt doch jeder Grundlage. Die EU muss gar nichts. Die EU hat 2 Jahre mit UK verhandelt....dabei rausgekommen ist der Deal....der ist abgenickt durch alle EU Staaten (außer UK).
Somit ist UK jetzt an der Reihe....die EU kann und sollte gar nichts mehr tun....evtl. eine Verschiebung....aber wie lange?....bis zu den Wahlen....bis nächstes Jahr....dann müssten die Briten nochmals für das Parlament wählen....was für ein Desaster. Der harte Brexit steht bevor...es bleibt zu hoffen das alle Anträge....auch der am Donnerstag auf Verlängerung....vom Unterhaus abgelehnt werden....dann ist Ende März Schluss und gut ist.

#2 - 13.03.2019, 07:49 von awes

Klein Britannien

Au Backe, worst case Szenario: Schottland spaltet sich von GB ab und tritt der EU bei. Nordirland tritt der Republik Irland bei, dank Karfreitagsabjommen möglich. Dann hätte das stolze britische Königreich einen hohen Preis für den Brexit gezahlt, stünde verflucht isoliert im Wasser herum.

#3 - 13.03.2019, 08:14 von Sandlöscher

Let them go without a deal

Or come back when you are clean.

Mein aufrichtiges Beileid an die britische Bevölkerung, dass es dort solche Politik-Laien gibt. Das ist das Werk des britischen Geldadels, der sich jetzt schon elegant in Sicherheit bringt (u.a. Wohnsitzverlagerungen und Konzernverlagerungen). Monthy Python hätte es nicht besser machen können.

#4 - 13.03.2019, 08:22 von gatoalforno

Der Brexit ist...

auch ein Symptom des Scheiterns der EU. Auf das Brexit-Votum der Briten gab es in Brüssel keine adäquate Reaktion in Richtung Neuanfang. Dazu hätte auch ein konstruktiver Umgang mir GB gehört- trifft auch auf die Medien zu. Reformiert sich die EU nicht, wird der Brexit nur der Anfang sein. Nächstes Votum wird die EU-Wahl sein.

#5 - 13.03.2019, 08:22 von herhören

Vorschlag

Die unfähige britische Regierung verlängert die Frist für den Brexit unter der Bedingung, sofort zurückzutreten und noch vor der Europawahl Neuwahlen abzuhalten. Dann hätten alle Parteien in GB die Möglichkeit, sich pro oder contra Brexit zu positionieren und die britische Bevölkerung könnte per ordentlicher Wahl über ihr Schicksal abstimmen. Sollte dann eine Pro-Brexit Partei die Mehrheit bekommen, dann eben No deal Brexit. Aber dann hätten die Briten wenigstens in voller Kenntnis der Folgen ihr Schicksal bestimmt. Ich fände das fair, wenn ich auch angesichts der Machtversessenheit der politischen Klasse in GB nicht an ein solches Szenario glaube.

#6 - 13.03.2019, 08:23 von kirschlorber

Verzweiflung

Lieber Herr Schindler. Wieso erschließt es sich ihnen nicht, dass die EU einer Verlängerung des Austrittsdatums zustimmen sollte? Es ist offensichtlich dass Herr Juncker und Co. Verzweifelt darum bemüht sind, UK so lange wie möglich in der EU zu halten. Ein No Deal hätte eine so katastrophale Signalwirkung dass die EU binnen kurzer Zeit in sich zerfallen könnte. Selbst wenn es nicht sofort zu weiteren Austritten kommen würde, würden Unwillige die Zusammenarbeit in den Brüsseler Sitzungszimmern sabotieren. Das Schlimme an allem: Es gibt kaum Unterstützer aus der Bevölkerung für den Fortbestand der EU in der jetzigen Form. Diese finden sich nach wie vor eher in den Reihen der Großindustrie und Landwirtschaft. Die EU hat es versäumt aus der Wirtschaftsunion auch eine soziale Union zu machen. Sie erhält in diesen Tagen die Quittung.

#7 - 13.03.2019, 08:24 von ZweiOeltanks

EUGh?

Ich dachte, der EUGh (?) hätte letztes Jahr entschieden, daß die Insulaner den Austrittsantrag einseitig zurückziehen können. Das könnten sie dann doch noch vorm 31. machen und danach gleich wieder kündigen. Dann könnte das Kasperletheater noch zwei Jahre weitergehen. Staffel 2 sozusagen.

#8 - 13.03.2019, 08:25 von Jota.Nu

Vor zwei Jahren hätte...

...ich mir nicht erträumen lassen für einen "harten Brexit" sein zu wollen. Das Handeln der "politischen Elite" in GB ist bar jeder Vernunft. Begonnen hat das mit den Ego-Trips zweier Wahnsinniger und wird von einer Frau fortgeführt, die im Grunde Ihres Herzens für einen Verbleib ist. Perverser geht es schon fast nicht mehr. Es wird zu einer Verlängerung kommen, danach zu Neuwahlen im Britischen Parlament und danach zu einem zweiten Referendum mit 2/3-Mehrheits-Beschluss. Wenn es dann wiederum "Brexit" heißt, dann stehen da andere, unverbrauchte Protagonisten am Start. Sollte es dann "Remain" heißen, wäre dies eine tatsächliche Mehrheit, da mit 2/3 abgestimmt worden ist. Bei einem Remain müsste aber der Rest der EU gefragt werden, wie ein "Remain" der Briten aussehen kann.

#9 - 13.03.2019, 08:26 von Dokoqueen

Lieber ein Ende mit Schrecken

...als ein Schrecken ohne Ende.
Ich war und bin eigentlich keine Befürworterin des Brexit und hatte mir lange sehr gewünscht, dass die Briten in der EU verbleiben oder es wenigstens zu einem geordneten Austritt kommt. Aber nun reicht es! Die Engländer wollen nicht und können nicht. Sie werden ja nicht aus der EU geworfen, sondern sie haben sich das ganze Chaos selber eingebrockt. Irgendwann muss Schluss sein. Oder sollen die übrigen EU-Länder mit in den britischen Strudel gezogen werden und darin untergehen? Der harte Brexit wird zunächst einmal schmerzhaft sein, aber gewiss nicht so schmerzhaft wie dieses ewige Gezerre, bei dem NICHTS herauskommt.

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