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Brexit-Sondierung mit Juncker und Tusk: May testet, was geht

Getty Images Die Abstimmung über ihren Brexit-Plan war eine schwere Niederlage für Theresa May. Nun hat die britische Regierungschefin Spitzenvertreter der EU kontaktiert. Alle warten jetzt auf Mays "Plan B".
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#1 - 18.01.2019, 18:44 von dasgroßeauge

Abzuwarten seitens der EU ist falsch!

Die Regierung Großbritanniens hat gezeigt, dass sie derzeit nicht in der Lage ist, eine mehrheitsfähige Entscheidung herbei zu führen. Die EU verhält sich ihrerseits, wie die Maus vor der Schlange. In dieser Situation wäre aber Führungsstärke gefragt. Die EU sollte in die Offensive gehen mit dem Angebot, den Ausstiegstermin zweckgebunden für maximal 1 1/2 Monate zu verschieben zur Durchführung eines neuen Referendums mit dem selben Optionsinhalt, den das Britische Parlament hatte. Mit Erststimme könnte erneut über Austritt ja oder nein und mit Zweitstimme über die Art und Weise des Austritts mit oder ohne Vertrag für den Fall einer mehrheitlichen Austrittsentscheidung abgestimmt werden. Das Referendum wäre dann umgehend ohne erneute Parlamentsentscheidung umzusetzen. Das Angebot der EU liegt vor. Nun muss eine Entscheidung herbei! Beim ersten Referendum hatte das Britische Volk keine hinreichende Entscheidungsgrundlage.

#2 - 18.01.2019, 18:59 von spon-facebook-10000169018

Ist doch klar

Nun ja es ist doch klar, was GB will. Zugang zum Binnenmarkt ohne sonstige Verpflichtungen.
Auch das werden sie nun wieder gebetsmühlenartig fordern.
Same Procedure as Last year ? Same procedure as every year.

#3 - 18.01.2019, 19:03 von kleinstaatengegner

In einem Leserbrief an die Times

rufen unsere Politik- und Wirtschaftsspitzen die Briten zum EU-Verbleib auf. Dies ist alles andere als hilfreich für die EU-Befürworter in GB. Die britischen Nationalisten und Unentschiedenen werden das als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten empfinden und wüten. Vielleich sollten unsere "Spitzenkräfte" erst einmal genau überlegen, wie das in GB ankommt. Manchmal ist es einfach besser den Mund zu halten. Außerdem könnte diese Aktion als Schwäche ausgelegt werden. Also liebe Spitzenkräfte haltet den Ball flach.

#4 - 18.01.2019, 19:04 von minimax9

Es wird eng für May

Sie muss 27 Mitgliedstaaten neue Zugeständnisse abringen. Wenn das bei einigen nicht geht ist es aus. wie schon gesagt lieber ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende. Klar die deutschen Exporte würden zunächst einmal einbrechen aber wi würden uns auf andere Märkte konzentrieren . Aber das UK wird es sehr schwer haben ohne die EU . Wie das dann schlussendlich aussieht ist wohl offen.

#5 - 18.01.2019, 20:02 von kuac

Zitat von kleinstaatengegner
In einem Leserbrief an die Times rufen unsere Politik- und Wirtschaftsspitzen die Briten zum EU-Verbleib auf. Dies ist alles andere als hilfreich für die EU-Befürworter in GB. Die britischen Nationalisten und Unentschiedenen werden das als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten empfinden und wüten. Vielleich sollten unsere "Spitzenkräfte" erst einmal genau überlegen, wie das in GB ankommt. Manchmal ist es einfach besser den Mund zu halten. Außerdem könnte diese Aktion als Schwäche ausgelegt werden. Also liebe Spitzenkräfte haltet den Ball flach.
Bei den Remainern wird das aber als große Unterstützung wahrgenommen.

#6 - 18.01.2019, 20:02 von Möve17

Wird nichts

Zitat von dasgroßeauge
Die Regierung Großbritanniens hat gezeigt, dass sie derzeit nicht in der Lage ist, eine mehrheitsfähige Entscheidung herbei zu führen. Die EU verhält sich ihrerseits, wie die Maus vor der Schlange. In dieser Situation wäre aber Führungsstärke gefragt. Die EU sollte in die Offensive gehen mit dem Angebot, den Ausstiegstermin zweckgebunden für maximal 1 1/2 Monate zu verschieben zur Durchführung eines neuen Referendums mit dem selben Optionsinhalt, den das Britische Parlament hatte. Mit Erststimme könnte erneut über Austritt ja oder nein und mit Zweitstimme über die Art und Weise des Austritts mit oder ohne Vertrag für den Fall einer mehrheitlichen Austrittsentscheidung abgestimmt werden. Das Referendum wäre dann umgehend ohne erneute Parlamentsentscheidung umzusetzen. Das Angebot der EU liegt vor. Nun muss eine Entscheidung herbei! Beim ersten Referendum hatte das Britische Volk keine hinreichende Entscheidungsgrundlage.
Eine solche Verschiebung wird mit dem Wahlkampf und die anschl. Wahlen zum Europaparlament kollidieren. Die EU27 werden es nicht ermöglichen, das die Briten an den Wahlen teilnehmen, Abgeordnete ins Parlament entsenden, den neuen EU-Präsidenten wählen, um dann, wer weiß, sich endgültig zu verabschieden. Eine verfahrene Kiste in die sich die Inselbewohner selbst begeben haben. Hatten 2 Jahre Zeit einen charaktervollen Abschied zu nehmen. Für dieses Gewürge mit allen historischen Folgen sind ausschließlich sie verantwortlich.

#7 - 18.01.2019, 20:06 von Lektorat Berlin

Nein.

Zitat von kleinstaatengegner
rufen unsere Politik- und Wirtschaftsspitzen die Briten zum EU-Verbleib auf. Dies ist alles andere als hilfreich für die EU-Befürworter in GB. Die britischen Nationalisten und Unentschiedenen werden das als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten empfinden und wüten. Vielleich sollten unsere "Spitzenkräfte" erst einmal genau überlegen, wie das in GB ankommt. Manchmal ist es einfach besser den Mund zu halten. Außerdem könnte diese Aktion als Schwäche ausgelegt werden. Also liebe Spitzenkräfte haltet den Ball flach.
Ein Leserbrief ist keine Parteinahme oder gar eine Beeinflussung, er ist eine sachliche Meinungsäußerung in einem freien Land, das die freie Meinungsäußerung zu seinen unverhandelbaren Grundwerten zählt.
Darüber hinaus ist ein solches Schreiben, sogar noch jetzt, zu diesem Zeitpunkt, ein Signal an die Briten, dass die EU-Tür trotz des immensen Berges zerdepperten Geschirrs von britischer Seite aus NOCH IMMER geöffnet ist. NETTER und fairer geht's nun wirklich nicht.
Generell ist festzustellen, das die EU in der causa Brexit ein in jeder Beziehung diplomatisches Meisterstück geliefert hat.

#8 - 18.01.2019, 20:08 von chickenrun1

Nicht zaudern

Mutig und schnell raus aus der EU, nach dem sogenannten harten Brexit klappt’s dann auch schnell die Zusammenarbeit UKs mit der EU zu klären. Allein weil beide Seiten ein Interesse daran haben.

#9 - 18.01.2019, 20:08 von kuac

Kein Drohpotenzial

Wenn die EU den weiteren Forderungen von GB nicht nachgibt, was können die Briten tun? Mit dem Berxit können sie ja nicht mehr drohen.

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