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Brexit: Über diese Optionen stimmt das Parlament ab

Dan Kitwood/Getty Images Das britische Unterhaus will am Abend ausloten, welche Alternative zum Brexit-Deal von Premierministerin May eine Mehrheit finden könnte. Unterhaussprecher Bercow hat acht Anträge zugelassen.
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#1 - 27.03.2019, 19:52 von keinblattvormmund

Schön...

Schön, dass die britische Politik genau 2 Tage vor dem eigentlichen Austrittsdatum nun endlich beginnt, sich damit zu befassen, was man denn eigentlich will...

Es ist ja noch reichlich Zeit...

Vermutlich kommt wieder der Vorschlag, nun mit der EU nachzuverhandeln.

#2 - 27.03.2019, 20:00 von mayazi

Ja, liebes Unterhaus...

Der achte Vorschlag hat was: "Großbritannien sollte ein geregeltes No-Deal-Szenario anstreben, falls man sich nicht auf ein Ausstiegsabkommen einigen kann." Einen geregelten Brexit lehnen sie ab, statt dessen wollen sie Regeln für einen ungeregelten Brexit *facepalm*

#3 - 27.03.2019, 20:32 von kp229

Verkennung der Realität

Wo leben die UK-Parlamentarier eigentlich? Offensichtlich nicht in einer Welt, in der zu einem Vertrag mindestens zwei Vertragspartner gehören. Es gibt einen Vertrag, der den Austritt des UK aus der EU regelt und entweder diesem wird zugestimmt oder der Austritt erfolgt ohne Vertrag. Und nachdem der Austrittstermin seit zwei Jahren bekannt ist, fällt ihnen zwei Tage vorher ein, dass das alles vielleicht noch nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber dieses Rumgeeiere von Leuten, die offensichtlich immer noch der Meinung sind, ihre unbedeutende Insel sei das Zentrum dieser Welt, geht langsam aber sicher nur noch auf die Nerven.

#4 - 27.03.2019, 20:33 von kleinstaatengegner

Sie diskutieren, als wenn es kein Morgen gäbe

" Sie wollen jetzt eine Lösung finden und beschließen, die sie dann mit der EU umsetzten können." Ist das jetzt ein Witz? Immer wieder die gleichen Plattitüden. Es geht hier immer noch um den Austrittsvertrag und nicht um die zukünftigen Beziehungen. Wenn ein konservativer Abgeordneter sagt, man habe beim Brexit beschlossen die EU-Institutionen zu verlassen; aber nicht den Binnenmarkt, hat er bis heute nicht begriffen, dass das Eine ohne das Andere nicht geht. Wo waren diese Abgeordneten die letzten 2 Jahre ? Haben sie geschlafen? Jetzt sind sie aufgewacht und stellen überrascht fest, dass der EU-Austritt Konsequenzen hat. Aber statt Inhalte zu diskutieren glauben sie alle, durch ihre Abstimmung der EU irgend etwas vorgeben zu können. Es wird alles diskutiert, von beiden Enden: No Deal Austritt oder gar keinen Austritt........Wer 2 Jahre nicht die Wichtigkeit eines Kompromisses erkennt leidet, vorsichtig ausgedrückt, an Wahrnehmungsstörungen. Kann das Ganze jetzt endlich beendet werden. Egal wie.

#5 - 27.03.2019, 20:57 von lorn order

bin ja bloß ein altmodischer Spiesser...

... aber ich bin doch sehr der Meinung, dass die Britische Regierung und das Unterhaus diese Diskussionen und diese Abstimmung hätten durchführen sollen, BEVOR Premierministerin May in die Verhandlungen mit der EU ging und nicht DANACH!!!

Double Facepalm!!! :-((

#6 - 27.03.2019, 21:47 von artep

Zitat von lorn order
... aber ich bin doch sehr der Meinung, dass die Britische Regierung und das Unterhaus diese Diskussionen und diese Abstimmung hätten durchführen sollen, BEVOR Premierministerin May in die Verhandlungen mit der EU ging und nicht DANACH!!! Double Facepalm!!! :-((
Ich bin der Ansicht, dass Frau May während der gesamten Verhandlungen immer Rücksprache mit Regierung und Parlament hätte halten müssen. Ihr Alleingang macht die Politiker bockig.

#7 - 28.03.2019, 00:49 von rambuteau

Für mich ist

dies das Zeichen, dass die britischen (natürlich nicht alle) Politiker selbstverliebte Idioten (vornehm ausgedrückt) sind.
Es interessiert niemanden auf der Welt, ob Frau May zurücktritt oder nicht, es geht um die Zukunft oder Nicht-Zukunft des Landes (und in zweiter Linie um die Auswirkungen auf Europa)
UK ist arm dran mit solchen Politikern.

#8 - 28.03.2019, 00:52 von EiligeIntuition

"Die spinnen, die Briten!"

(Quelle: Asterix bei den Briten, Bd. 8, Uderzo, Goscinny, 1971)

Als politisch zumeist gut informierter Staatsbürger, Demokrat und Europäer zermartere ich mir seit Monaten mit vielen anderen Menschen das Hirn, um herauszufinden, was die Briten eigentlich wollen. Etwas auch nur halbwegs irgendwie Nachvollziehbares kommt mir dabei bis heute nicht in den Sinn.

Ein derartiges Dauer-Kasperl-Theater (Punch- & Judy-Show) und die absolute Unfähigkeit von allen Seiten einen Kompromiss und eine Lösung zu finden in einem Parlament, das zu den ältesten der Geschichte zählt, sucht seinesgleichen.

Zeitlebens hatte ich die Briten stets für schräg, eigenwillig und verschroben und dabei überaus sympathisch gehalten.

Inzwischen fällt mir dazu leider nur noch eins ein: Die sind verrückt, tatsächlich einfach völlig verrückt - und zwar allesamt.