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Brexit-Votum: Parlament gibt May nur drei Tage Zeit für Plan B

AP Mays Gegner erhöhen massiv den Druck: Sollte ihr Brexit-Vorschlag nächsten Dienstag im Parlament durchfallen, muss die Premierministerin innerhalb von drei Tagen einen neuen finden.
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#10 - 09.01.2019, 17:17 von tomxxx

Moment mal...

May hat schlecht verhandelt....??? Waren es nicht Brexit-Hardliner, die für die Verhandlungen als Minister zuständig waren? Ansonsten ist das mit den 3 Tagen echt lustig! Wir können ja auch ein Gesetz durch den Bundestag gehen lassen: Fallschirmspringer, deren Schirm sich nicht öffnet, haben sofort anzufangen zu fliegen....

#11 - 09.01.2019, 17:20 von Joe Amberg

Beifall klatschen...

Beifall klatschen für diesen Komplettnonsense, na ja, wenns Freude macht... Es gibt weder innerhalb 3 Tagen noch 3 Monaten einen neuen Plan, da es exakt 3 konstante Optionen gibt:
- Brexit Vertrag annehmen
- keinen Vertrag haben
- der EU sofort wieder beitreten
Das Parlament will also absolut keine der 3 Optionen annehmen, aber "sofort" eine inexistente 4. Option. So sieht kompletter Stumpfsinn aus...

#12 - 09.01.2019, 17:30 von brotfresser

Mag ja sein, aber Sie vergessen

Zitat von haresu
May hat die Zeit für Alternativen künstlich verknappt, jetzt bekommt sie selber eine Frist gesetzt. Eigentlich bleibt ihr im Falle einer Niederlage nur der sofortige Rücktritt. Eigentlich ...
wer den Karren in den Mist gefahren hat: nämlich die Populisten. Und die sind jetzt zu feige, das Ding auch durchzuziehen.

#13 - 09.01.2019, 17:34 von BjoBa

Sehr einseitig geschrieben

Man sollte nicht vergessen, dass die EU einen Machterhalt will und UK bei einem Austritt möglichst viele Schmerzen bereiten wollte. Ich denke, dass ein Hart Brexit nicht schlimmer wird für UK als der ausgehandelte Deal. Ein Hart Brexit trifft nur die EU viel stärker. Also ist die Abstimmung eher, wollen wir der EU auch harte Schläge zusetzen oder nicht. Für UK ist beides gleich schmerzhaft.

#14 - 09.01.2019, 17:35 von jotha58

nun gut

Mit jeder Abstimmung wird es schlimmer und schlimmer. Mehr Entgegen kommen als jetzt wird es von der EU nicht geben. Das würde die EU komplett destabilisieren. UK findet derzeit überhaupt keine klare Linie. Eventuell würde es helfen, man würde jeglichen Fraktionszwang aufheben und ein jeder Abgeordneter darf nach seinem Wissen und Gewissen abstimmen. Was für eine neue Abstimmung Frau May innerhalb von drei Tagen hinbekommen soll, entzieht sich mir völlig. Ich denke auch nicht, dass ein Stopp des Austrittsverfahren hilfreich oder gar vertrauensbildend ist. Ich bedaure es immer noch, das das UK auf diese dämliche Idee gekommen ist. Es schadet allen, wer mehr oder wer weniger viel verliert ist an sich müßig und ganz bestimmt nicht hilfreich. Nur eines ist auch klar - es muss eine Lösung geben!

#15 - 09.01.2019, 17:36 von zauberschlumpf

Austrittsartikel

Zitat von spon-1287218867247
Es ist wirklich Schade, dass der Austrittsartikel so formuliert ist, dass ein einseitiger Rückzug möglich ist. Daher mein Tipp: Wir werden die Querulanten mit den vielen Extrawürsten noch länger in der EU an der Backe haben. Spätestens am 28.3. bekommt die Regierung Muffensausen und sagt: "Wir habens uns anders überlegt." Alternativ nochmal Volksbefragung, dann gehts 52:48 pro EU aus und die andere Hälfte schreit Zeter und Mordio. In beiden Fällen wird jede zukünftige EU Entscheidung in GB Anlass für Hitler-Karrikaturen und Genöle bis zum jüngsten Tag sein, verbunden mit der ständigen Drohung, dass sie -die Briten- wenn es in der EU so weitergeht, austreten werden ("diesmal aber wirklich"). Manchmal müssen Entscheidungen auch Folgen haben, sonst verliert man den respekt vor einer Entscheidung. Leider hat man den Austrittsartikel dahingehend schlecht formuliert.
Der Austrittsartikel ist schon gut so wie er ist. Er sieht vor, dass in einer Phase mit Dauer von 2 Jahren die Bedingungen verhandelt werden zu denen der Austritt stattfinden kann. Um d'accord zum Amtseid (Schaden vom Volk fernzuhalten) zu bleiben, muss man den Volksvertretern / Volk des Landes mit Austrittsabsicht zugestehen, dass das ausgehandelte Ergebnis nicht zufriedenstellend ist und die Absicht aus diesem Grund zu negieren.
Deshalb wäre ein erneutes Referendum unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Situation auch kein "Neuabstimmen bis das Ergebnis stimmt" sondern eine Abstimmung darüber, wie es unter Berücksichtigung der vorliegenden Fakten und auf dem Tisch liegenden Möglichkeiten weitergehen soll.

Sollten die Briten tatsächlich in Zukunft nochmal austreten wollen, getreu dem Motto der Stirb Langsam Filme "BREXIT, jetzt erst recht", ließe sich das ja schnell "auf Stand" bringen. Man zieht einfach das alte Verhandlungsergebnis aus der Tasche und sagt "Hier, bringt das durchs Unterhaus. Dann reden wir weiter!"

#16 - 09.01.2019, 17:39 von brux

Hmmm

Es gibt genau 2 Alternativen. Crash out oder bleiben. Für beides gibt es im Parlament ebenfalls keine Mehrheit.
Die Briten sind eine riesige Lachnummer.

#17 - 09.01.2019, 17:44 von brux

Zitat von jeby
Das Abkommen ist wirklich bescheuert, auch aus EU Sicht. Letztendlich verschiebt es den richtigen Austritt des VK nur in eine unbestimmte Zukunft. Es gibt nämlich einen Zusatz, dass man die Übergangsphase verlängern kann. So könnte das VK praktisch auch noch 2025 in der EU sein. Ein klares Datum, wann endlich wirklich komplett Schluss ist mit dem VK in der EU, ist nicht vorgesehen. Dann gehen diese blöden Verhandlungen wahrscheinlich ewig weiter. Besser wäre ein Austritt ohne Abkommen. Das ist zumindest klar Schluss bald.
Falsch. Der Vertrag sieht eine einmalige Verlängerung um maximal 2 Jahre vor.
Das Problem ist momentan eher, dass die Briten einfach bleiben müssen und uns wegen ihrer eigenen Blödheit abgrundtief hassen werden. Aber Macron wird darauf eine Antwort finden. Merkel wird sich damit abfinden müssen.

#18 - 09.01.2019, 17:51 von zauberschlumpf

No Deal Brexit trifft UK voll

Zitat von BjoBa
Man sollte nicht vergessen, dass die EU einen Machterhalt will und UK bei einem Austritt möglichst viele Schmerzen bereiten wollte. Ich denke, dass ein Hart Brexit nicht schlimmer wird für UK als der ausgehandelte Deal. Ein Hart Brexit trifft nur die EU viel stärker. Also ist die Abstimmung eher, wollen wir der EU auch harte Schläge zusetzen oder nicht. Für UK ist beides gleich schmerzhaft.
Da unerliegen Sie einem Irrglauben. Weil alle beim harten BREXIT immer lediglich an Zollpapiere und eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland denken. Über 100 Länder haben Handelsabkommen mit der EU. Tritt GB aus der EU durch harten Brexit aus, fallen sie in diesem Punkt vollständig auf null zurück. Und dreimal dürfen sie raten, ob dieser Punkt die EU oder GB härter trifft.

#19 - 09.01.2019, 17:53 von floedy

Der wichtigste Satz im Artikel

May bekräftigt, der Austritt aus der EU werde am 29. März stattfinden und auf keinen Fall verschoben...; das heißt ja wohl auch, ganz sicher nicht aufgehoben, und damit ist doch klar, dass Manöver wie Drei-Tage-Frist, bessere Lösung und Nachverhandeln mit der EU keine ernstzunehmenden Optionen sein können. Ich maße mir immer weniger an, die Briten zu verstehen oder der britischen Regierung flächendeckende Dummheit oder raffiniertes Kalkül zu unterstellen, aber insgesamt scheint mir der logikfreie Ablauf der Ereignisse irgendwie schon wieder auf eine geheimnisvolle urbritische Art und Weise folgerichtig.

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