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Comeback in Großbritannien: Farage kapert die Wahl, die es nie geben sollte

Daniel LEAL-OLIVAS / AFP Die Europawahl sollte eigentlich ohne Großbritannien stattfinden. Doch nun ist der Brexit aufgeschoben, die Briten stimmen mit ab. Nigel Farage nutzt das für ein Comeback - und dominiert den Wahlkampf.
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#10 - 13.05.2019, 14:46 von j.vantast

Blöde Frage

Warum schmeisst man einen Europaabgeordneten der öffentlich Stimmung gegen die EU macht nicht einfach raus oder lässt ihn nicht zur Wahl zu?

#11 - 13.05.2019, 14:46 von Aki174

Lange Leitung

Wie lange dauert es wohl bis man in Europa begreift, dass den Briten nicht mehr zu helfen ist. Die wollen mit einer solchen Macht aus der EU, dass man sie unverzüglich gehen lassen muss - ohne Deal. Da fallen die doch wieder reihenweise auf diesen Rattenfänger Farage rein, der sie schonmal nach Strich und Faden belogen hat. Hauptsache sie kommen aus der EU. Nach dem Motto: "Die dümmsten Kälber suche sich ihren Schlächter selbst". Voila jede Menge dumme Kälber und der Schlächter ist auf dem Vormarsch.

#12 - 13.05.2019, 14:48 von olaf_b.

Jetzt haben wir den Salat

Jetzt haben wir den Salat. Toll, EU! Dieser Herr Farage nutzt schlicht eine Steilvorlage der EU für seine Zwecke. Das ist legitim und war vorherzusehen. Leider wird diesem windigen Polit-Hasardeur die Chance eingeräumt, diese entscheidende EU-Wahl und ihre außergewöhnliche Bedeutung zu einer Abstimmungs-Karikatur herabzuwürdigen.
Die Galgenfrist der EU für den Brexit hätte niemals über den Wahltermin hinausgehen dürfen. Mir ist klar, dass cirka 35 Prozent für Farage roundabout 20 bis 30 Sitze bedeuten und bei Abstimmungen eher marginal wären.
Fatal jedoch ist das Signal. Eine Nation, die nur aus Jux und Dollerei an den Wahlen teilnimmt und ein Akteur, der sich nicht scheut, die absurdesten Lügengeschichten zu verbreiten - und dies auch offen zugibt mit dem Hinweis, dass dies die Wähler in den Midlands ohnehin nicht interessiere.
Wem haben wir das zu verdanken? Wer hat in der EU Druck gemacht, um dieses unwürdige Brexit-Schauspiel bis in die nächste Legislatur zu zerren?
Steckt gar Martin Sonnenborn dahinter? Denn "Die Partei" wird ebenfalls profitieren.

#13 - 13.05.2019, 14:48 von Nonvaio01

wrum auch

sollten die Tories ein programm haben? Die wahl hat nur einen grund: die legalitaet der EU bei entscheidungen bis zum endgluetigen brexit zu garantieren.

Wer da denn fuer 2-3 monate aus der Uk sitzt ist voellig egal, darum kuemmert es auch keinen.

#14 - 13.05.2019, 14:49 von cobaea

Zitat von alexanderweisbrod
Was geschieht eigentlich, wenn GB doch aus der EU austritt, mit den britischen Abgeordneten im EU Parlament? Müssen diese es dann auch verlassen, oder sondern sie ihr spalterisches Gift weiterhin ab? Für Antworten bin ich dankbar.
Sobald die Briten die EU verlassen, verlassen die britischen Abgeordneten das Europa-Parlament. Die frei werdenden Sitze werden teils andere Mitglieder vergeben, teils aufgehoben.

#15 - 13.05.2019, 14:54 von claus7447

Quark

Zitat von general_failure
es war ein Riesenfehler den Briten einen Brexitaufschub zu gewähren. Bin schon sehr auf Oktober gespannt, dann wird der nächste Aufschub fällig.
Siegt Frarage dann muss man sich wenigstens nicht mehr fragen: Hat die EU Schuld!

Denn diese Frage wird spätestens 6 Monate nach dem harten BREXIT die Frage in UK sein.

#16 - 13.05.2019, 14:55 von P-Schrauber

Die Briten wollen die EU verlassen,

erst Recht nachdem nun Albanien beitreten soll.

Die lautsarken Studenten und Jugendlichen die wegen des freien Studiums auf die Straße gegangenen sind sind nun einmal nicht alle Briten, das wird nun trotz aller gegenteiligen Beteuerungen (auch des Spiegels) hier wieder klar, man muß sich nur die Mühe machen die Briten selbst zu fragen, und 2/3 derer die ich kenne wollen nach der Vorstellung des Parlamentes, jetzt wirklich raus, wieder mehr selbst bestimmt sein, wieder und sie haben Angst vor Albanien sowie weiteren Nette- Empfängern in der EU.

Das schönste Abschiedsgeschenk der Briten wird sein das etwa 100 Milliarden Euro an EU-Beiträgen (Großbritannien gehört wie Deutschland noch zu den EU Netto- Einzahlern) mit dem Wegfall der Briten fehlen werden und diese muss zum größten Teil Deutschland stemmen, bekommt dafür aber jetzt nicht größeres Stimmrecht in der EU, wir zahlen also in Zukunft mehr bei noch weniger Mitbestimmung.

#17 - 13.05.2019, 14:55 von cobaea

Zitat von palef
. ...wer immer in der EU dieses BREXIT-Desaster zu verantworten hat......hat diese Entwicklung mit In Kauf genommen. Es ist in höchstem Maß destruktiv und schlimmer, als wäre BGR ohne Deal einfach ausgeschieden. Wer so eine EU will, der soll halt wählen gehen.
Das Brexit-Desaster hat nicht die EU zu verantworten, sondern das UK. Die Mehrheit seiner WählerInnen entschied sich für einen Austritt - allerdings weiss bis heute niemand im UK, wie der aussehen soll. Sie wissen nur, was sie n i c h t wollen, aber nicht, was sie wollen. Erst hat die britische Delegation den Backstop in den Austrittsvertrag gebracht - dann wollte diesen eine Mehrheit auf keinen Fall. Eine inner-irische Grenze will man aber auch nicht und eine Grenze in der Irischen See will auch niemand. Die Einen wollen eine Zollunion, die sie mit dem Backstop eh hätten, lehnt aber den Vertrag trotzdem ab. Die anderen wollen keine Zollunion, würden der Vertrag aber annehmen. Nur in einem war die Mehrheit klar: keinen ungeregelten Brexit. Weshalb der UK um Verkängerung gebeten hat. Was hätte die EU tun sollen? Die Briten gegen deren Willen rausschmeissen? Wie klug wäre das denn gewesen? Man will ja auch nach einem Austritt noch miteinander arbeiten können.

#18 - 13.05.2019, 14:59 von doktorfeinfinger

Ich hoffe, Nigel Farage

wird eines Tages zusammen mit Trump in die Geschichtsbücher eingehen als lächerlicher Narzisst, der ohne Rücksicht auf Verluste und nur wegen des eigenen Egos ihre Länder und mühsam verhandelte Verträge in Sachen Klimawandel und Waffenkontrolle über die Klinge springen ließen...

#19 - 13.05.2019, 14:59 von rotella

Beeindruckend

Beeindruckend, wie eine neu gegründete Partei aus dem Stand heraus zur stärksten politischen Kraft des Landes werden kann. Es zeigt sich, dass die Briten wohl doch mit weitaus größerer Kraft am Brexit festhalten, als es bei uns oft berichtet wird.
Nun sollte endlich Schluß mit dem ewigen Hinhalten und faulen Kompromissen sein und der Brexit abgeschlossen werden. Zur Not auch ohne Handelsvertrag, die Verhandlungen dazu müssten dann eben später neu erfolgen.

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