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Deutsche Reaktionen auf Türkei-Offensive: "Europa muss schneller reagieren"

Carsten Koall/ DPA Ärger über die verhaltenen Reaktionen Europas auf den türkischen Einmarsch in Nord-Syrien äußern selbst Vertreter der Großen Koalition. Sie fürchten, dass Deutschland seinen Einfluss auf die Region völlig verliert.
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#1 - 19.10.2019, 09:52 von Greenkeeper2021

Wie soll zum Beispiel Deutschland schnell reagieren, wenn Bundesbehörden nicht mal problemlos digital kommunizieren können?
Und das ist buchstäblich so gemeint
Strukturen, Organisationen, Ministerien, Armee und Co müssen reibungslose Abläufe beherrschen, um schnell und effektiv handeln zu können
Das geht von Einsatzabrufstatus bis hin zur Personalplanung und Ressortzustimmung....
Und nahezu keine Behörde kann problemlos und schnell Informationen digital bereitstellen, geschweige denn gibt es erprobte und klare Wege dazu.
Und dann noch eine gemeinsame Wegfindung durch Parteien?
Parteien, die sich seit Jahren in Prokrastination geübt haben, bei denen nahezu jeder Verantwortliche Entscheidungen so lange in Ausschüsse wegdelegiert, hauptsache man muss keine Entscheidung fällen....

#2 - 19.10.2019, 10:06 von kodu

Wir sollten so ehrlich sein...

...und einräumen, daß wir - Deutschland und die EU - ziemlich hilflos in einem Netz aus ökonomischen und globalpolitischen Abhängigkeiten und Zwängen festsitzen, daß unsere Handlungsoptionen gegen NULL gehen lässt. Zudem will wohl NIEMAND in Deutschland sehen, wie unsere Bundeswehrsoldat(inn)en in - zumindest, was die Nachhaltigkeit angeht - aussichtslose Missionen, womöglich nach Syrien, entsendet werden.
In der Geschichte des Krieges in Syrien spiel(t)en vornehmlich amerikanische Interessen eine unrühmliche Rolle. Und die sind längst nicht mehr deckungsgleich, mit unseren europäischen. In den Nachkriegsjahrzehnten mühsam wiederaufgebautes Vertrauen zu Russland wurde dennoch innerhalb weniger Jahre leichtfertig verspielt. Die Russen haben ihrerseits die Hoffnung auf Europa längst aufgegeben und handeln, so wie sie es vom Westen vorgemacht bekommen, kaltblütig nach ihrer Interessenlage. Das wird in den Statements deutscher Politiker natürlich nicht zugegeben. Letztlich wird uns nur übrig bleiben, zu versuchen, möglichst schnell und effektiv die europäischen Außengrenzen zu sichern und zu hoffen, daß uns das irgendwie gelingt.

#3 - 19.10.2019, 10:15 von dirkcoe

Ich sehe das Problem

der EU und auch der Bundesregierung darin das jedem klar ist - außer Worten kommt da nichts. Warum hat die EU nicht gleich am Tag des Angriffs der Türkei erklärt - alle Beitrittsgespräche sind zu Ende? Warum hat die Bundesregierung nicht sofort erklärt - es gibt keine Hermes Bürgschaften mehr? Nur diese klare Sprache mit klaren Folgen wird von Menschen wie Erdogan verstanden.

#4 - 19.10.2019, 10:15 von Hannibal Murkle

Wenn die USA festgestellt haben, dass die Betätigung im Nahen Osten sie stark überfordert (Soldatenleben, nach neuesten Angaben 8 BILLIONEN USD Kosten) - dies muss erst recht für Deutschland mit höchstens 1/4 des Potentials der USA gelten. Manche Konflikte im Nahen Osten gibt es seit 3000 Jahren (etwa Juden/Philistiner -> Israel/Palestina) - entsprechend gering die Chance, bald und heil wieder rauszukommen.

#5 - 19.10.2019, 10:24 von orauhut

Nato

Warum ist ein Ausschluss, oder zumindest eine Suspendierung der Türkei aus der NATO keine Option? Uns wurde während des Wehrdienstes doch immer beigebracht, die NATO wäre mehr als ein Verteidigungsbündnis, sie sei ein Wertebündnis. Da die Führung eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges deutlich gegen die Werte der NATO verstösst, wäre ein solcher Schritt nur Konsequent

#6 - 19.10.2019, 10:33 von tom6846

Europa reagiert überhaupt nicht

Ein völlig nutzloser Artikel von 4 Leuten die ihren gut bezahlten Job nicht verlieren wollen. Über eine Europäische Union die schläft. Selbst Mass wird von Erdogan beleidigt und weggeschickt, obwohl ihm die EU jedes Jahr Millionen in den Arsch bläst. Steuergelder. Die EU sind Waschlappen. Putin, Assad und Erdogan schaffen Fakten und teilen sich den Kuchen unter sich auf. Die EU-Leute sind nur große, gut bezahlte Schwätzer. Aber eines können die, den Bauern den 10-ten abpressen.

#7 - 19.10.2019, 10:36 von seppfett

Wir brauchen endlich eine gemeinsame Außen- und Sozialpolitik. Wir müssen endlich mit dem kleinkarierten Nationalgetue aufhören. Selbst die EU Ist nur ein kleiner Faktor auf dieser Welt. Wir müssen uns zusammen tun, sonst verlieren wir komplett den Anschluss. Die armen Briten!

#8 - 19.10.2019, 10:43 von charly05061945

Einfluss?

"Sie fürchten, dass Deutschland seinen Einfluss auf die Region völlig verliert." Welchen Einfluss hat Deutschland denn dort ausser, dass dort wie überall in der Welt, deutsches Geld gerne und ohne Dank entgegengenommen wird?

#9 - 19.10.2019, 10:53 von robb

Mittel

Ach Leute.... mit EU Beitritt, Sanktionen und Exportstop gewinnt man kein Blumenstrauß. Alles, was wir liefern können, gibts woanders besser und billiger.
Präsenz, Stärke und Respekt ist erforderlich, um bei Leuten wie Erdogan ernst genommen zu werden. Gesicherte Grenzen müssen her und endlich ein Heer, dass Ausstrahlung hat. Kein grün/rotes Gesülze. Die EU ist in der Weltpolitik kein Gegengewicht. Da müssen wir hin und dann können wir auf den Tisch hauen.

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