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Deutschland und die Venezuela-Krise: Botschafter-Karussell in Caracas

DPA Machthaber Maduro hat den deutschen Botschafter ausgewiesen, sein Rivale Guaidó einen eigenen Vertreter für Deutschland benannt. In Venezuela bewegt sich die Bundesregierung auf diplomatisch heiklem Terrain.
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#1 - 14.03.2019, 22:17 von bs2509

Wenn Spon berichtet

dann wird der "politische Sandmann" zur Märchenstunde gebeten.
Aber wer gerne an die "Venezuela - Inszenierung" glauben möchte, kann getrost weiterlesen.
Hier wird nicht gelogen, lediglich die Wahrheit verschwiegen !

#2 - 14.03.2019, 22:21 von juba39

Die Macht des Faktischen!

"Machthaber Maduro hat den deutschen Botschafter ausgewiesen, sein Rivale Guaidó einen eigenen Vertreter für Deutschland benannt." (Machthaber für einen gewählten Präsidenten?)
Die Fakten sprechen doch eine deutliche Sprache. Guaido hat also einen eigenen Vertreter(!) für Deutschland nenannt? Weltweit bezeichnet man das als Botschafter. Und weltweit gibt es dafür ein Prozedere, wie mit der Akkreditierung zu verfahren ist. Und also, gibt es die in Deutschland? Ähnlich auch mit der Verfügungsgewalt des Selbsternannten über staatliche venezulanische Konten in den USA. Nach dezenten Hinweisen aus juristischen Kreisen der USA ist auch das bis heute nicht geschehen. Könnte ja sonst sein, daß ein Venezuela unter Maduro, oder einem DEMOKRATISCH gewählten Nachfolger, der eben nicht Guaido heißt, Schadenersatzforderungen an die USA, zumindest an die Personen, die einen Zugriff auf die Konten gewährten, stellen könnte.
Und schließlich die Äußerungen der Precherin des AA auf eine diesbezügliche Journalistenfrage auf der BPK. Die Bundesregierung hätte Guaido anerkannt. Aber eben nur politisch, und eben NICHT rechtlich. Was immer das auch bedeuten soll. Die Macht des Faktischen sieht in Venezuela eben anders aus. Oder Deutschland stellt sich treu an die Seite der USA bei der Schaffung eines neuen Afghanistan. (bei Libyen war man ja noch draußen)

#3 - 15.03.2019, 00:04 von SisterofMercy

Aufgabe des deutschen Botschafters

Die Aufgabe eines Botschafters ist die Interessen seines Landes zu vertreten. Dabei hat er die Machtgefüge im Land zu berücksichtigen. Dafür ist er schließlich Diplomat und kein Vertreter von Amnesty international oder sonstwelcher Menschenrechtsgruppen. Sprich er hat eine Position einzunehmen, in der er von den aktuellen Machthabern gehört wird und gleichzeitig im Falles eine Machtwechsels auch mit etwaigen Nachfolgern als Ansprechpartner akzeptiert wird. Da wir davon ausgehen müssen, dass der Deutsche Botschafter auf Weisung oder nach Absprache mit der Bundesregierung gehandelt hat, können wir das aktuelle Geschehen leicht als erneutes Versagen der aktuellen Bundesregierung einordnen.

#4 - 15.03.2019, 00:23 von Stäffelesrutscher

Mal abgesehen von der unsäglichen Vokabel »Machthaber« (ist Macron auch einer? Trump? Bolsonaro?) - Guaidó hätte gemäß Verfassung binnen 30 Tagen Neuwahlen abhalten müssen. Da er das nicht getan hat, ist zumindest eines klar (egal, ob SPON Maduro sympathisch findet oder nicht): Guaidó ist kein »Interimspräsident«, sondern ein Verfassungsbrecher.

#5 - 15.03.2019, 06:05 von Naice

Inkonsequent

Man kann nicht auf der einen Seite jemanden nicht mehr als Praesidenten anerkennen, dann aber wiederum auf dessen Ausweisung des Botschafters reagieren. Entweder jemand ist Praesident, dann kann er den Botschafter ausweisen, oder eben nicht. Von beidem etwas geht nicht. Die Bundesregierung macht sich hier absolut laecherlich. Sie haette entweder nicht Guiado anerkennen duerfen, oder Krieners Ausweisung ignorieren muessen.

#6 - 15.03.2019, 06:53 von claus7447

Guten Morgen bs2509

Zitat von bs2509
dann wird der "politische Sandmann" zur Märchenstunde gebeten. Aber wer gerne an die "Venezuela - Inszenierung" glauben möchte, kann getrost weiterlesen. Hier wird nicht gelogen, lediglich die Wahrheit verschwiegen !
Ich rätsle. Mal wieder irgend eine Verschwörung gegen die Welt und ihre etwas kruden Ansichten. Wäre mal spannend zu lesen wofür sie sind. Muss doch gewaltig auf die Psyche hauen wenn überall das Böse droht.

Schönen Freitag

#7 - 15.03.2019, 11:27 von simonweber1

Mit

Zitat von claus7447
Ich rätsle. Mal wieder irgend eine Verschwörung gegen die Welt und ihre etwas kruden Ansichten. Wäre mal spannend zu lesen wofür sie sind. Muss doch gewaltig auf die Psyche hauen wenn überall das Böse droht. Schönen Freitag
Kritik an den Foristen wäre ich vorsichtig. Wenn man ausländische westliche Printmedien liest, kann man schon sehr stark den Eindruck gewinnen, dass hier in der Berichterstattung viel weggelassen wird.

#8 - 15.03.2019, 15:08 von Idinger

Aber

Zitat von simonweber1
Kritik an den Foristen wäre ich vorsichtig. Wenn man ausländische westliche Printmedien liest, kann man schon sehr stark den Eindruck gewinnen, dass hier in der Berichterstattung viel weggelassen wird.
an der Auffüllung dessen, was "hier in der Berichterstattung .... weggelassen wird", daran arbeiten doch für uns die vielen Foristen, die permanent ihre Liebe zu Venezuela in den Händen von Maduro beschwören.

#9 - 15.03.2019, 17:04 von Jio

Wie das so ist mit der Kritik...

Die Sichtweise von Indinger: Kritik an Israel ist Antisemitismus, Kritik an USA ist Antiamerikanismus und Kritik an der westlichen Unterstützung eines Putsch in Venezuela ist "Liebe zu Maduro". Ach, wie einfach und strukturiert doch Außenpolitik sein kann. Schwarz und weiß.