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Donald Trump in der Krise: Die Demontage

REUTERS Ein Duell, eine Falle, eine Enthüllung: Innerhalb weniger Tage wird Donald Trump gleich mehrfach demaskiert und demontiert. Über einen Mann, der fünf Wochen vor der US-Wahl plötzlich den Halt verloren zu haben scheint.
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#100 - 04.10.2016, 13:05 von Beat.Adler

Trump ist aktiver Geschaeftsmann? Wirklich? Nein, ist er nicht: Er ist Kandidat!

Zitat von pom_muc
Das geht nicht so einfach. Die Clintons haben ihr Leben seit 40 Jahren auf Offenlegung von Steuerdaten optimiert. Da wird dann öffentlichkeitswirksam "gespendet" und eine Stiftung gegründet für Aktivitäten die nicht veröffentlicht werden sollen. Trump ist dagegen aktiver Geschäftsmann im Immobilienbereich. Eine Offenlegung hätte massive Nachteile für ihn. Keine Firma will dass die Konkurrenz Firmendaten erhält aus der man aus dem Verhalten in der Vergangenheit Rückschlüsse für das zukünftige Verhalten ziehen könnte. Zum Beispiel Risikobereitschaft oder Verschuldungsgrad.
Trump ist aktiver Geschaeftsmann? Wirklich? Nein, ist er nicht: Er ist Kandidat der Reps fuer das Amt des Praesidenten der USA! Er ist kein "aktiver Geschaeftsmann" mehr. Fuer ihn gelten heute ganz andere Regeln, manche, wie die Offenlegung der Steuern, sind ungeschrieben, aber trotzdem in Kraft!

Er haette ganz einfach "aktiver Geschaeftsmann" bleiben koennen. Oder etwa nicht?
mfG Beat

#101 - 04.10.2016, 13:12 von seetaucher

Immer die gleiche Lüge

Zitat von Putin-Troll
Tja, wenn es nach den Umfragen ginge, hätte es keinen Brexit gegeben, Kolumbien hätte Frieden mit den Farc-Rebellen geschlossen und die AfD wäre nirgends über 10% gekommen. Abgrechnet wird am Wahltag...
Ich weiß ja nicht, warum die Trumpisten die gleiche Lüge immer und immer und immer und immer wiederholen. Glauben Sie etwa selbst daran und zeigen dadurch, dass die Wahrnehmung der Trump-Befürworter mit der Realität kaum etwas gemein hat?

Die Umfragen vor dem Brexit haben ein extem knappes Ergebnis vorhergesagt und festgestellt, dass das Referendum so oder so ausgehen kann.
Und was ist passiert: Es gab ein extrem knappes Ergebnis. Die Umfragen haben also völlig richtig gelegen.

Die letzten Umfragen haben die AfD in MVP als zweitstärkste Kraft bei bis zu 23% gesehen. Und wie hat die AfD abgeschnitten? Als Zweitstärkste Kraft mit 20,8 %. Die Umfragen haben also richtig gelegen.
In BW sah man die AfD bei 11% bis 13%, 15% sind es geworden. Auch da haben die Umfragen also richtig gelegen.
In Berlin sahen die Unfragen die AfD bei 14% bis 15%, es sind 14,2% geworden. Auch hier lagen die Umfragen richtig.

Ich finde es tatsächlich bemerkenswert, dass die Realität so vollständig ausgeblendet wird, wenn sie nicht ins eigene Weltbild passt. Woran liegt es, dass z.B. Sie nicht bereit sind, ihre Meinung einfach mal an Hand von einfach zu erhaltenen und nachprüfbaren Fakten zu überprüfen?

#102 - 04.10.2016, 13:13 von Beat.Adler

Ein anti-establishment Immobilienmogul? Sowas wie ein schwarzer Schimmel?

Zitat von global player
Es sind die Establishment-Medien, die Trump, den anti-Establishment Kandidaten der Republikaner, mit allen Mitteln niedermachen, mit harmlosen Sprüchen aus der Mottenkiste, mit völlig übertriebenen Anschuldigungen (illegale Geschäfte in Kuba) usw., genau so wie sie auch den anti-Establishment Kandidaten der Demokraten, Bernie Sanders, niedergeschrieben oder unterberichtet haben. Das sollte alle bedenklich machen. Die Tatsache, dass Trump ein anti-Establishment Kanidat ist, wurde am Wochenende erst wieder in der NBC-Sendung "Meet the Press" von allen anwesenden Diskutanten, einstimmig bestätigt, von Anhängern wie Gegnern. Zuvor schon im Vorwahlkampf beschrieb ihn auch das Magazin Politico so: http://www.politico.com/magazine/story/2015/10/the-anti-establishment-front-runner-213280
Ein anti-establishment Immobilienmogul? Sowas wie ein schwarzer Schimmel?

Ohne Establishment, z.B. Bankkredite, haette auch Trump kein einziges seiner Haeuschen bauen koennen.

Wenn jemand das Establishment vertritt, dann Donald Trump! Als Beispiel seine vielen Pleiten, die mit Steuergeldern aufgefangen wurden, mehr Establishment geht gar nicht!
mfG Beat

#103 - 04.10.2016, 13:13 von Elrond

Wenn die Argumente

Zitat von pom_muc
Wie glaubwürdig ist es denn dass die Partei der Demokraten die diese Schlupflöcher in 8 Oppositionsjahren kritisierten und in den ersten 2 Obama-Regierungsjahren als man Mehrheiten im Kongress hatte nicht schloß zukünftig was dagegen machen wird? Clinton bedeutet "weiter so wie bisher". Die Frage ist ob die USA und die Welt sich diesen Kurs leisten können.
ausgehen, muss immer ein Vergleich mit Hillary Clinton herhalten. Bleiben sie beim Thema. Was qualifiziert einen Herrn Trump, der von allen Schlupflöchern, die sich ihm geboten haben, Gebrauch gemacht hat und nicht freiwillig, weil er ja schon so reich ist, mehr bezahlt, als der Handwerker um die Ecke. Es ist doch lachhaft, dass er dieses System nun reformieren will und noch dazu zu seinen Ungunsten. Seine Argumentation offenbart seinen Charakterzug. Zuerst machen ich mir die Taschen voll, weil die blöden Demokraten mir diese Möglichkeit ja bieten und dann stelle ich mich hin und kritisiere dass System, von dem ich selbst über die Maßen profitiert habe. Und er kommt sich dabei auch noch besonders schlau vor. Jetzt kommen Sie...und bitte kein Vergleich mit Frau Clinton.

#104 - 04.10.2016, 13:15 von betonklotz

Das ist in den USA nicht anders als bei uns.

Zitat von dr.poebel
dass die Wähler in den USA nicht rechtzeitig erkannt haben, dass Sanders tatsächlich der lobbyferne Kandidat war, der sich für die kleinen Leute interessierte...
Es ist egal was die Wähler wollen, die Entscheidungen treffen andere. Insbesondere wenn es um die Frage geht, wer überhaupt kandidiert. Oder wie sonst ist es zu erklären, daß die zwei unbeliebtesten Bewerber als Kandidaten übriggeblieben sind?

#105 - 04.10.2016, 13:15 von river runner

Ist er gar nicht so reich?

Zitat von global player
Trump wird jedes Jahr von der IRS geauditet, er kann es sich gar nicht erlauben falsche Angaben in der Steuererklärung zu machen.
Laut Presseberichten sollen die Steuerjahre bis einschließlich 2008 schon abschließend gepüft worden sein. Zumindest diese Jahre könnte er ohne rechtliche Risiken offenlegen. Geht es ihm eher darum, dass er gar nicht so reich ist, wie er vorgibt zu sein? Oder geht es darum, dass er legal Steuergesetze genutzt hat, die es ihm ermöglichen, keine Steuern zu zahlen, während die Arbeiter, als deren Freund er sich ausgibt, Steuern zahlen müssen?
Was hat er für Gründe, seine Steuererklärungen zumindest bis 2008 nicht offenzulegen?

Zu den Steuervergünstigungen für Immobilienunternehmer sie auch:

Column: The tax rules that let real estate moguls like Trump pay no federal income tax
….we can tell that something is seriously broken in our tax laws.
http://www.pbs.org/newshour/making-sense/column-tax-rules-let-real-estate-moguls-like-trump-pay-no-federal-income-tax/

#106 - 04.10.2016, 13:15 von pansatyr

@4

da Clinton in den russischen Medien und deren deutschen Ablegern (sog. "alternative Medien") ja so dermaßen verteufelt wird, muss sie ja wohl etwas sehr richtig machen. Dass umgekehrt Trump in eben diesen Medien so hofiert wird, lässt hingegen nichts Gutes ahnen.

#107 - 04.10.2016, 13:16 von Elrond

Kann ich Ihnen sagen...

Zitat von alaba27
haben eigentlich ALLE deutschen Medien davon, Trump seit seiner Kandidatur so niederzumachen ? Anne Wil: "Wie bekloppt sind die Amerikaner, wenn sie Trump zum Präsidenten wählen ?" Haben wir nicht selbst genügend eigene Probleme ? Im Inland ? In der EU ?
weil niemand ernsthaft damit rechnet, dass ein Mann wie Donald Trump damit durchkommt und das wichtigste Amt auf der Welt bekleidet.

#108 - 04.10.2016, 13:23 von Elrond

Anscheinend haben Sie mich missverstanden

Zitat von mostly_harmless
Irgendwie scheinen Teile der Bevölkerung dieses Landes unter Reealitätsverweigerung zu leiden. Wenn Fakten über ihre rechten Helden an den Tag kommen, nennen diese Herzchen das "Schmutz und Dreck", und wenn ihre Helden - so wie Trump - den gesamten Wahlkampf komplett und ausschliesslich mit Beleidigungen und Diffamierungen des politischen Gegner führen, finden sie das toll.
denn ich bin kein Trump-Befürworter, sondern ein entschiedener Gegner. Denn es ist ja gerade das Erstaunliche, dass der viele Schmutz und Dreck, der zurecht ans Tageslicht kommt, dazu führt, dass ein Herr Trump bisher so weit gekommen ist im Wahlkampf. Das erschreckt mich.

#109 - 04.10.2016, 13:31 von panzerknacker 51

Ich schreibe es noch einmal:

Bei der massiven Dreckskübelei, die hierzulande stattfindet, bin ich mal gespannt, wie die Vertreter der Medien und der Politik dem Mann begegnen wollen, sollte er tatsächlich Präsident werden. Das wird bestimmt lustig.

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