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E-Mail-Affäre: Hillary Clinton hat ihr Postfach gründlich bereinigt

REUTERS Die Öffentlichkeit solle ihre E-Mails sehen, hat Hillary Clinton nach dem Eklat um ihr privates Postfach gesagt. Doch offenbar gibt es nur das zu sehen, was sie will: Die Hälfte aller Nachrichten hat die Politikerin mittlerweile unwiderruflich gelöscht.
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#10 - 29.03.2015, 11:11 von j.vantast

Da war sicher jemand gründlicher

Zitat von managerbraut
im Netz auf Mailserver - Cloud oder eigenen Festplattenspeicher ist unwiderruflich gelöscht! Wer behauptet das gelöschte Daten, egal welcher Art und Herkunft auf ein Speichermedium durch lösch Befehle unwiderruflich gelöscht sind, ist ein Dummkopf und hat von Computern keine Ahnung!
Sicher wurde hier nicht einfach ein Löschbefehl gesendet. In der eigenen Infrastruktur, also auf dem eigenen PC, dem eigenen Mailserver, dem eigenen Mailarchiv kann man selbstverständlich alles löschen.
Allerdings ist in Deutschland nicht umsonst für verschiedene Kreise eine rechtssichere Archivierung vorgeschrieben, denn was ist, wenn jemand eine wichtige Mail versehentlich löscht?
Bei Frau Clinton aber handelte es sich nach meinem Kenntnisstand um ein Yahoo Konto. Was dort nun noch gespeichert wurde oder bereits von der NSA abgegriffen wurde bleibt unklar. Desweiteren ist eine empfangene Mail ja auch auf dem sendenden PC vorhanden und eine von Frau Clinton gesendete Mail hat irgendjemand empfangen. Diese Mails könnten sich also durchaus noch auf verschiedensten Rechnern und in diversen Archiven befinden.

#11 - 29.03.2015, 11:14 von j.vantast

Was wiurde veröffentlicht?

Zitat von Newspeak
Ging es bei den Vorwürfen nicht darum, daß die private Mailkommunikation nicht sicher war? Darum ist es natürlich völlig logisch, daß man die Mails jetzt veröffentlicht?
Was da veröffentlicht wird entspricht sicher den freigegebenen Dokumenten des NSA-Untersuchungsausschusses hier in Deutschland.
Die Dokumente fangen an mit "Sehr geehrte Damen und Herren" und enden mit "Mit freundlichen Grüssen". Alles dazwischen ist geschwärzt.

#12 - 29.03.2015, 13:39 von Celestine

Zitat von Newspeak
Ging es bei den Vorwürfen nicht darum, daß die private Mailkommunikation nicht sicher war? Darum ist es natürlich völlig logisch, daß man die Mails jetzt veröffentlicht?
Laut amerikanischen Medien ging es darum, dass Clinton möglicherweise gegen die Vorschriften verstieß, weil sie ihre gesamte amtliche Mail durch ihre private Email sendete.

Aber weil Hillary Clinton ja laut mehreren US Medien Spenden in Millionenhöhe von Staaten wie Saudi-Arabien z.B. für ihre private Familienstiftung in Empfang nahm, während sie Secretary of State war, hatte sie vielleicht einen guten Grund, die private Email zu benutzen.

#13 - 30.03.2015, 01:46 von GustavLecter

Ich bitte Sie-----

Zitat von Newspeak
Ging es bei den Vorwürfen nicht darum, daß die private Mailkommunikation nicht sicher war? Darum ist es natürlich völlig logisch, daß man die Mails jetzt veröffentlicht? Irgendwie habe ich den Eindruck, mit "allgemeiner Verblödung" ist der Zustand der Welt noch nicht annähernd treffend beschrieben und Journalisten springen auf jede noch so dämliche Kampagne auf, die es gibt.
Mit irgendwas muss man sein Geld doch verdienen, oder?

Und wo ein Markt ist und es Nachfrage gibt, da gibt es auch ein Angebot.
Je grösser das Marktsegment, um so beeindruckender das Angebot.

Wenn sie Informationen, Fakten und Wahrheiten wollen, dann machen sie es wie wir anderen Weltbürger auch, befragen sie ihren Stammtisch.
Denn nur so funktioniert Demokratie letztlich.

Oder?

#14 - 30.03.2015, 01:51 von GustavLecter

Interessant...

Zitat von terminate_her
So oft wie Hillary und Bill sich für die Sekte Scientology einsetzen, sollte man annehmen, dass entsprechende Korrespondenz auch irgendwo vorhanden ist, na........
Wäre es da nicht mal interessant endlich einen Bericht über Scientology zu sehen, der den Tatsachen entspricht, anstatt die stets einseitige gegen die gerichtete Propaganda?

Hätten sie einen Link dazu?
Ob da nun Ausserirdische aus Vulkanen gekrochen kamen um die Menschen zu machen, oder ob das ein alter Mann im weissen Nachthemd und langem Rauschebart vor 4004 Jahren in sechs Tagen getan hat... ich kann da nur einen realtiven Unterschied erkennen.
Bitte, klären sie mich auf, wenn sie etwas wissen, ja?

#15 - 30.03.2015, 01:59 von GustavLecter

Ein wenig komplizierter ist es schon....

Zitat von Celestine
Laut amerikanischen Medien ging es darum, dass Clinton möglicherweise gegen die Vorschriften verstieß, weil sie ihre gesamte amtliche Mail durch ihre private Email sendete. Aber weil Hillary Clinton ja laut mehreren US Medien Spenden in Millionenhöhe von Staaten wie Saudi-Arabien z.B. für ihre private Familienstiftung in Empfang nahm, während sie Secretary of State war, hatte sie vielleicht einen guten Grund, die private Email zu benutzen.
Sie hatte auf dieser Vorschrift nämlich selber bestanden, und ihre sämtlichen Mitarbeiter auf diese ausdrücklich verpflichtet.
Aber auch für Bill bestand bezüglich von Fräulein Lewinski eine andere Regel als für andere Mitarbeiter im White House....

Im Prinzip handelt sich trotzdem nicht um mehr eine relativ unschuldige Version dessen was man als das übliche Geplänkel im US Wahlkampf immer wieder sehen kann.
Man weiss natürlich USA-weit längst, dass Hilary lediglich ihre Kanditur öffentlich bekannt geben muss, um sie in der Tasche zu haben. Und der Kandidat der Tea Party muss ja mit seiner Logik nicht liberale Wähler in Massachusets, New York oder Californien beeindrucken, sondern seine eigenen Wähler.

#16 - 30.03.2015, 14:08 von Celestine

Zitat von GustavLecter
Sie hatte auf dieser Vorschrift nämlich selber bestanden, und ihre sämtlichen Mitarbeiter auf diese ausdrücklich verpflichtet. Aber auch für Bill bestand bezüglich von Fräulein Lewinski eine andere Regel als für andere Mitarbeiter im White House.... Im Prinzip handelt sich trotzdem nicht um mehr eine relativ unschuldige Version dessen was man als das übliche Geplänkel im US Wahlkampf immer wieder sehen kann. Man weiss natürlich USA-weit längst, dass Hilary lediglich ihre Kanditur öffentlich bekannt geben muss, um sie in der Tasche zu haben. Und der Kandidat der Tea Party muss ja mit seiner Logik nicht liberale Wähler in Massachusets, New York oder Californien beeindrucken, sondern seine eigenen Wähler.
„Sie hatte auf dieser Vorschrift nämlich selber bestanden, und ihre sämtlichen Mitarbeiter auf diese ausdrücklich verpflichtet.“

Tja, der typische Code of Conduct einer Vollblut-Machtpolitikerin und heißt double standards.

„Aber auch für Bill bestand bezüglich von Fräulein Lewinski eine andere Regel als für andere Mit-arbeiter im White House....“

Klar, aber Bill war zu dämlich, hat sich erwischen lassen …

„Im Prinzip handelt sich trotzdem nicht um mehr eine relativ unschuldige Version dessen was man als das übliche Geplänkel im US Wahlkampf immer wieder sehen kann.“

Na ja, in den US Medien wird Hillary immer mehr mit Richard Nixon verglichen. Das ist nicht übel, für den Anfang … ;-)

„Man weiss natürlich USA-weit längst, dass Hilary lediglich ihre Kanditur öffentlich bekannt geben muss, um sie in der Tasche zu haben. Und der Kandidat der Tea Party muss ja mit seiner Logik nicht liberale Wähler in Massachusets, New York oder Californien beeindrucken, sondern seine eigenen Wähler.“

Nun will sich die Republikanerin Carly Fiorina in den Ring steigen. Sie scheint ein „tough cookie“ zu sein. Erleben wir aus der Ferne einen Kampf der Walküren, American style? Wäre leider nur halb so lustig wie mit Sarah Palin, aber desto erbitterter … ;-)

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