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FPÖ hetzt gegen Ausländer: Das Schmähgedicht

Franz Neumayr / AFP Unter dem Titel "Die Stadtratte" verunglimpft ein FPÖ-Politiker in einem Gedicht Flüchtlinge und Migranten. Das sorgt weltweit für Schlagzeilen - Österreichs Kanzler Kurz gerät zunehmend unter Druck.
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#1 - 23.04.2019, 16:46 von david82wierer

Das ist der Beweis

Parteien mit radikalen Positionen müssen sich auch anpassen und haben Schiss den Wähler zu verlieren. Da sieht man, wenn ein Kanzler eine klare Linie fährt mit dem Koalitionspartner. Diese Partei zerstört sich selbst.

#2 - 23.04.2019, 16:48 von ddcoe

Es ist unfassbar

das so etwas von einer regierenden Partei innerhalb der EU möglich ist - zum Fremdschämen.

#3 - 23.04.2019, 16:49 von winterwoods

Rechtsextreme "Codes"

Mit "Kultur" ist eigentlich in der rechtsextremen Szene "Rasse" gemeint. "Kulturvermischung" bedeutet deshalb oft die gute, alte "Rassenvermischung". Das sollte man wissen, um das Sprachgut der Rechtsextremen besser deuten und einschätzen zu können.

#4 - 23.04.2019, 17:03 von friedrich.hipp

Satire erfordert Intelligenz.

Diese ist in der FPÖ nicht vorhanden. Inhaltlich hat der das so gemeint wie er es verfasst hat. Die sind schon authentisch, die Herrschaften von der FPÖ, wenn auch nicht die hellsten Kerzen auf der Torte....

#5 - 23.04.2019, 17:04 von blindsurfer

Was für eine dumme Frage

Muss sich die FPÖ besser von Rechtsextremen abgrenzen?
Die FPÖ ist rechtsextrem und muss sich nicht abgrenzen sondern nur ehrlich sein, so daß die Wähler wissen mit wem sie es zu tun haben. Diese Gesänge und Gedichte sind die Regel eher als die Ausnahme. Es hat sich auch sicher keiner der vielen FPÖ Wähler beschwert die das letzte Machwerk in den Briefkasten gesteckt bekommen haben. Erst wenn die Gesinnung medienwirksam wird ringen sich die Verantwortlichen zu einer Reaktion durch. An der Tatsache daß viele Anhänger völlig inakzeptabele Wertvorstellungen haben und im Grunde zu allem fähig sind ändert dies nichts. Die Wähler müssen wissen wem sie ihre Stimme geben und der politische Partner muss wissen dass man aus einer solchen Zusammenarbeit nicht unbefleckt herauskommt.

#6 - 23.04.2019, 17:12 von Faceoff

Koalitionspartner

Der smarte Herr Kurz wird hoffentlich noch erkennen, mit was für einem Koalitionspartner er sich da zusammengetan hat. Die FPÖ hat zahlreiche braune Flecken auf dem Hemd. Selbst Ex-Burschenschaftler Strache hat schon vieldeutige Gesten gezeigt: https://newsv1.orf.at/070127-8604/?href=https://newsv1.orf.at/070127-8604/8595txt_story.html .

Ich halte dann mal fest: Sogar die Rechtsaußenpartei FPÖ versucht zumindest verbal, sich von den Identitären zu distanzieren. In der AfD hingegen stehen Kontakte zu den Identitären einer Parteikarriere in keinster Weise im Wege: https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/frohnmaier-trifft-sellner-wie-die-afd-jugend-mit-den-identitaeren-kungelt/19702108.html . Nur mal zur Veranschaulichung, wo im Parteienspektrum die AfD zu verorten ist (nämlich noch rechts der FPÖ).

#7 - 23.04.2019, 17:20 von redfish

Schilcher ist zurück- und...

... aus der Partei ausgetreten. Die einzig richtige Konsequenz. Die Führungsspitze der FPÖ hat sich deutlich distanziert, und das ist gut und richtig so. Damit sollte der Vorfall aber auch erledigt sein. Hinweisen möchte ich allerdings dann in Sachen "linker Presse" doch noch auf etwas anderes: wenn sich menschenverachtende Sprache gegen die aus linker Sicht "Richtigen" richtet, empören sich SPON & Co. weit weniger. Ich erinnere an Sigmar Gabriel, der Demonstranten, die das Asylrecht verschärft sehen wollten, pauschal als "Pack" bezeichnet hat. Auch das geht nicht.

#8 - 23.04.2019, 17:20 von isi-dor

Das kann man nicht mehr abwiegen und verharmlosen

Das ist offen zur Schau gestellter Rassismus mit klaren nationalsozialistischem Duktus. Man muss daher Neonazis auch mal als das bezeichnen dürfen, was sie tatsächlich sind und worauf sie insgeheim auch stolz sind: als Neonazis und nichts anderes.
Unfassbar, dass das auch in Österreich nie ausstirbt. Entweder die FPÖ räumt gründlich auf, oder aber sie müssen sich diese Kritik nun mal gefallen lassen. Man kann sich nur schämen.

#9 - 23.04.2019, 17:31 von friedrich_eckard

Zitat von isi-dor
Das ist offen zur Schau gestellter Rassismus mit klaren nationalsozialistischem Duktus. Man muss daher Neonazis auch mal als das bezeichnen dürfen, was sie tatsächlich sind und worauf sie insgeheim auch stolz sind: als Neonazis und nichts anderes. Unfassbar, dass das auch in Österreich nie ausstirbt. Entweder die FPÖ räumt gründlich auf, oder aber sie müssen sich diese Kritik nun mal gefallen lassen. Man kann sich nur schämen.
Sie kann aber nicht aufräumen, weil danach nicht mehr viel von ihr übrigbleibt... tout comme chez nous... ich halte eine "inhaltliche Auseinandersetzung" mit solchen Truppen nicht für möglich oder doch jedenfalls für unergiebig. Hühnchen sind aber mit jenen gutgewaschenen und -gebügelten "bürgerlichen Kreisen" zu rupfen, die so etwas als bündnisfähig akzeptieren. Aber ein Papen ist eben immer und überall... ich möchte wieder einmal ein paar Gedichtzeilen von Alfred Kerr in Erinnerung rufen:
"Der Täter war der Schlimmste nicht!
Wer das Schlimmste verschuldet hat,
war der: der alles geduldet hat."

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