Forum
Politik

Friedrich Merz über Merkel-Nachfolge: "Wir brauchen keinen Umsturz"

REUTERS Friedrich Merz will CDU-Parteivorsitzender werden - und hat nun auch gesagt, warum. Er wolle der Partei Ordnung und Erneuerung bringen. Mit Kanzlerin Angela Merkel werde er "auskommen und klarkommen".
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/12   10  
#1 - 31.10.2018, 15:16 von claude

junge Wählerschaft ?

Herr Merz ist ein Kandidat, der bei der jungen Wählerschaft durchfällt bzw. kaum bekannt ist, währrend er bei den älteren Semestern punktet. Das kann schwerlich eine Erneuerung sein. Die CDU wird zuhnehmend zur Rentnerpartei.

#2 - 31.10.2018, 15:16 von markniss

Souverän

Das war souverän. Ich freue mich auf mehr! Mir kommt es vor, als ob ein frischer Wind durch's Land wehen würde.

#3 - 31.10.2018, 15:20 von Watschn

Kein Umsturz. Vielleicht kommt gar ein wirts.-neoliberaler Merkel 2.0

Merz kommt klar von der wirts.neoliberalen Ecke.
Und wenn er sich (vom Hörensagen) in der Politik (ausser dem Stil) kaum von Merkel unterscheidet? (Befürwortung ihrer Migrationspolitik der offenen, unkontr. Grenzen/u. JA Deutschlands zum Globalen Migration-Pakt der UN - zwecks Aufrechterhaltung von Lohndrückerei/Niedriglohnstrukturen, JA zur sog. 'Eurorettungspolitik' mit der folglich immensen dt. Haftungsspirale/u. JA zur EZB-Nullzinspolitik, JA zur Schuldenunion mit europ. Vergemeinschaftung der dt. Spareinlagen?; ....Dann wird er schlicht zu Merkel 2.0, im wirts.-neoliberalem Gewande.

Wenn die CDU ihn unter solchen Gesichtspunkten trotzdem als Parteivorsitzender/Kanzler will, na denn...wohl bekomm's
Dann wird die AfD erleichtert aufatmen, frohlocken, feixen, u. den Kurs zur stärksten deutschen bürgerlich-nationalkonservativen Volkspartei an dieser (weiter konservativ-vernachlässigenden) CDU vorbei...., aufnehmen können.

Machen wir uns ehrlich, das Personaltableau der CDU ist nicht sehr üppig.
Da wäre auf der rechts-neoliberalen Seite: Merz, Linnemann
Auf der eher rechts-konservativen Seite: Spahn, Brinkmann
Auf der eher mittelinks-liberalen Seite: Röttgen, Laschet
Auf der eher linksgrün-liberalen Seite: AKK, Günther (evtl. noch Altmaier)

Alles nicht so sehr überzeugend. M.E. sind Merz u. Linnemann aufgrund ihrer primär wirts.-neoliberalen Ausrichtung eher untendurch. Spahn u. Brinkmann anhand ihrer Mängel in Exekutiverfahrungen irgendwie noch nicht reif für das Kanzleramt. Röttgen hat den Exekutivtest nicht bestanden, fällt durch. Laschet ist dem Kanzleramt von seiner Statur her nicht gewachsen. AKK, Günther u. evtl. Altmaier sind viel zu linkslastig und fallen als Merkels 2.0 ebenfalls aus dem konservativ-geschärfteren CDU-Raster...

Nun, Horst Seehofer (man kann da monieren was man will), hat bravouröse Exekutiverfahrungen (bayr. MP, einmal mit absoluter Mehrheit gewählt) u. ist in der Politik durch versch. Ressorts (Gesundheit, Landwirtschaft) gestählt u. international polit. versiert und gut vernetzt.
Ausserdem bürgerlich-konservativ aber nicht neoliberal, sondern eher sozial gesinnt!

Würde mal sagen; ...nicht schlecht als Interimskanzler für eine Unions-Kanzlerübergangsphase, oder eine Berliner Legislatur.

#4 - 31.10.2018, 15:25 von trantow15

Ist Friedrich Merz nicht mehr der fiese Fritz?

Herr Merz war es,der einen Regelsatz von 132 Euro per Monat forderte - das wäre genug zum Leben. Dieser feine Herr soll Vorsitzender der CDU nach eigenem Bekunden werden, zumindest will er es! Für mich ist Merz ein Wolf im Schafpelz, der momentan Kreide gefressen hat.

#5 - 31.10.2018, 15:29 von volkerrachow

Der Merz, der Merz ist da

Bringt uns... Ja, was eigentlich? Spinnen wir mal rum. Wenn der Merz Parteivorsitzender wird, und die Chancen stehen verdammt gut, und dann noch Übergangskanzler, dann hat Otto Normalbürger nichts mehr zu lachen. Denn der ist nur für die nächste BTW wichtig. Merz ist der Traum aller Wirtschaftsbosse. Und für die wird das trojanische Pferd Merz alles tun. Ind bezahlen wird es der normale Bürger. Wer das nicht sieht, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

#6 - 31.10.2018, 15:30 von Papazaca

Respekt vor dem politischen Gegner!

Ich werde nie die CDU und auch nicht Merz wählen. Aber ich habe viel Respekt vor ihm. Und seine vielen Feinde hier im Forum? Die haben schlichtweg Angst vor ihm! Der AfD geht mit Merkel der Lieblingsfeind verloren. Und Merz wird auch viele ehemalige CDU-Wähler wieder in die CDU zurück bringen. Die Merkel-Getreuen fürchten um Einfluss und Job. Gegen sie spricht, das die CDU/CSU im freien Fall ist. So geht es nicht weiter . Und für die Linken ist Merz die Super-Heuschrecke.

Ich hoffe, das die Volksparteien sich wieder erholen, die CDU hat jetzt die Chance, bei der SPD sind starke Zweifel angebracht.

#7 - 31.10.2018, 15:31 von masc74

vermutlich eine erfolglose Kandidatur, aber in der Sache richtig

Die Bewerbung wird meiner Einschätzung nach erfolglos sein, schon deshalb, weil Herr Merz in der CDU keine Hausmacht hat und es vermutlich wenig sinnvoll ist, einen 62-jährigen zum Bundeskanzlerkandidaten aufzubauen. Sofern die nächste BT-Wahl regulär erfolgt, ist Herr Merz 65 Jahre alt.
Trotzdem ist seine Kandidatur richtig, weil er auch die anderen Kandidaten zwingt, sich klar zu positionieren. Gerade bei Frau Kramp-Karrenbauer ist die Gefahr groß, dass ein Unterschied zur Bundeskanzlerin nicht erkennbar sein wird.
Der inhaltliche Ansatz, das konservative inhaltliche Profil wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken ist richtig, das hat alinks der Mitte auch die SPD erkannt. Es dürfen jetzt jedoch nicht die Fehler der CSU gemacht werden, ein klares konservatives Profil zu verwechseln mit dem Versuch, sich zur AFD-light zu degradieren.... genauso, wie die SPD in der Vergangenheit erfolglos versucht hat, ein bisschen Links-Populismus á la LINKE zu betreiben.... die angesprochenen Bürger an den Rändern wählen dann lieber gleich das Original.
Ziel muss es sein, genau zu erklären, worin sich ein klares konservatives Profil vom rechten Rand unterscheidet. Dann kommen auch orientierungslose konservative Wähler wieder zurück, ohne das man die Mitte verprellt.... das selbe sollte die SPD auf der anderen Seite machen, nämlich nicht anbiedern an die LINKEN, sondern ein klares sozialdemokratisches Profil.... und dazu nicht mehr der machtstrategischen Versuchung verfallen und mit der LINKEN Koalitionen eingehen.... das rächt sich bitter, wie man sieht. So schlau war man Gott sei Dank auf konservativer Seite (und weil es noch nicht notwendig zum Machterhalt war), auf die AFD als Mehrheitsbeschafferin zu verzichten.... das bleibt hoffentlich auch so.

#8 - 31.10.2018, 15:35 von bristolbay

Da fehlt aber eiiges in seinen Vorstellungen der Zukunft der CDU

Schon die ersten Sätze entlarven ihn, es fehlte eigentlich nur noch das Wort ZUCHT. Ja Zucht und Ordnung, das braucht man in den Kreisen in denen Herr Merz verkehrt. Aber das kann man ja besser an denen exerzieren, die schon nicht mehr viel haben.

Hoffentlich wollen eine Menge Leute keine rückwärtsgewandte Politik, dafür haben wir ja die AfD und was ist in der CDU nicht in Ordnung ?

#9 - 31.10.2018, 15:37 von shaboo

"Als größte ...

... Herausforderungen für die Politik nannte Merz die Themen Migration, Globalisierung, Klimawandel und Digitalisierung." -- Nein, die größte und wichtigste Herausforderung in diesem Land ist der gesellschaftliche Zusammenhalt, der Grundlage für absolut alles andere ist, insbesondere für eine stabile und wertgeschätzte Demokratie, die sich sowohl Angriffen von ganz Rechts als auch von ganz Links erwehren kann! So lange unser Staat immer mehr zum Selbstbedienungsladen der ökonomischen und politischen "Eliten" degeneriert und der restliche Pöbel bestenfalls noch zur Rettung aus selbstverschuldeten Krisen benötigt wird, wird man auch nicht anhaltender Tendenzen zu Spaltung und Radikalisierung Herr werden. Herr Merz mag viel von Märkten und Mechanismen verstehen, aber von Menschen und Miteinander höre ich ihn selten sprechen.

    Seite 1/12   10