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Grüne Dominanz: Und der nächste Bundeskanzler heißt... Dr. Robert Habeck

DPA Immer dabei, aber nie an etwas schuld: Nur Grünen gelingt es, ungestraft Politik gegen sich selbst zu machen. Inzwischen kann sich jeder fünfte Deutsche vorstellen, grün zu wählen. Ein Berliner Rechtsprofessor hat eine interessante Erklärung.
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#90 - 08.11.2018, 17:13 von Eine Stimme der Vernunft

Werbung funktioniert eben

Solange im Fernsehen , besonders bei ARD und ZDF , sowie in allen großen Printmedien, die Grünen immer die Guten sind und im Grunde "Grüne Politik" propagiert wird, werden die Grünen weiter stark sein. Es ist wie bei jedem Produkt das man verkaufen will, Werbung funktioniert eben. Leider auch bei schlechten Produkten. Dabei sollten alle sozial denkende Menschen, die unsozialen Grünen zum Teufel wünschen. Richtig liegt da Augstein der sinngemäß bei SPON schrieb: "Grün wählen, muss man sich leisten können". Die Grünen sind lange Teil des heutigen Systems und unterscheiden sich nur wenig von der Merkel Union. Was Deutschland braucht ist eine neue alte SPD. Eine Partei für den normalen deutschen Arbeiter und Bürger. Wenn die SPD wieder eine große Volkspartei werden will, sollten sie Sarrazin zum Spitzenkandidaten machen. Der würde eine Wahl wohl wirklich gewinnen. Aber die heutigen SPD Spitzen haben ihr Schäflein im Trockenen und gucken wohl gern zu, wie grün demnächst regiert.

#91 - 08.11.2018, 17:13 von allesamt

Inhalte?

Ich stelle mir vor, eine Peter, Künast, Roth, ein Hofreiter stünden an der Spitze der Grünen. Auf wie viel Prozent käme die Partei. Würde sie über 10 % der Stimmen bekommen? Wohl kaum! Insofern ist der Aufstieg der Grünen auch mit dem Image der neuen Spitze, Habeck und Baerbock, verbunden; eloquent, samrt, kein typisches Politiker-Sprech - und vor allem gut aussehend. Von wegen Inhalte!?? Die Inhalte haben die anderen Parteien gesetzt: zerstritten, keine klare Positionen, falsche Prioritäten gesetzt.

#92 - 08.11.2018, 17:17 von kael

Zitat von macb
Ich wußte mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht...Tolle Einstellung für einen künftigen Bundeskanzler!Ich hoffe, dass es nie soweit kommen möge!!
Eigentlich ist der Satz von Herrn Habeck für die meisten nicht sonderlich schwer zu verstehen. Wenn er von "Deutschland" sprach, mit dem er nichts anfangen könne, waren unschwer die Deutschtümeleien gewisser Unionskreise und das nationalistische Deutschland-Gegröhle einer gewissen anderen Partei gemeint.

#93 - 08.11.2018, 17:18 von Andraax

Zitat von shotaro_kaneda
Das Problem der Grünen ist, dass sie gern erklären gegen was sie sind, es dabei aber unterlassen (vernünftige/finanzierbare) Gegenvorschläge zu bringen. Und das schlimme ist ja, dass sie gegen alles zur gleichen Zeit sind. Gibts für die Grünen auch ein primäres wichtiges Projekt? Weiterhin unterlassen es die Grünen darauf hinzuweisen, dass deren Politik eigentlich mit der Minderung der persönlichen Lebensqualität (bzw. Anstieg von Preisen und Steuern) und Freiheit einhergeht. Bestes Beispiel ist das Landwirtschaftsverständnis der Grünen. Wer die kleinbäuerliche Ökolandwirtschaft vom Anfang des letzten Jahrhunderts wiederhaben möchte, muss zum Großteil auch leben wie ein Bauer vom Anfang des letzten Jahrhunderts. Alternativ darf man gern Lebensmittel importieren, die unter schlechteren Bedingungen als in D produziert werden. Alternativ könnte auch die verhasste Agrarsubvention massiv angehoben werden. Wer das Klima schützen will, muss den Individualverkehr reduzieren und auf Flug- und Schiffsreisen verzichten. Wer nur noch Elektroautos haben will, muss auch für den nötigen Strom sorgen und die Entsorgung der Akkus bedenken. Ein kostensloses Zugticket für alle, wird auch irgendwer über Steuern finanzieren müssen. Und da müssten die Grünen dann ehrlicherweise eigentlich massiv bei ihrer Wahlklientel (den Gutverdienern) in die Tasche greifen bzw. deren Lebensstil besteuern. Das sagt von den Grünen aber natürlich keiner.
Sie konstruieren da einen Haufen Widersprüche, die es nicht gibt. Warum muss man wie ein Bauer vom Anfang des letzten Jahrhunderts leben, wenn man kleinbäuerliche Ökolandwirtschaft haben möchte? Ich kenne genug leute, die Ihre Lebensmittel vom Ökobauern beziehen, und deren Lebensstandard ist hat nichts mit Bauern vom letzten Jahrhundert zu tun. Wie haben Bauern Einfluss auf Industrieproduktion oder die Dienstleistungsgesellschaft? Wenn dann würde das doch nur bedeuten, dass landwirtschaftliche Produktion teurer wird - ja diese Leute zahlen mehr für ihre Eier, Milchprodukte, Mehl, Obst und Gemüse.
Wenn die Subventionen für den Individualverkehr wegfallen bleibt mehr für den ÖPNV über - ganz einfach.

#94 - 08.11.2018, 17:18 von Schroekel

der Autor ...

... verkennt die Ursachen, warum die Christenunion wie auch die Sozen im Abwind und die Grünen logischerweise im Aufwind sind. Quer durch die Republik, Alters- und Ausbildungsklassen hat das Wahlvolk seit Jahrzehnten erfahren, das cdu, spd, csu, fdp und wie sie alle heißen ihnen NICHT sagen, was sie denken, sondern dass sie ausschließlich absondern, was ihnen opportun erscheint, um an der Macht zu bleiben (oder an die Macht zu kommen). Die ja schon fast rührend anmutende Geschichte um diesen ex Präsidenten des Verfassungsschutzes war vermutlich der Gipfel dieses Eisbergs an Lügen und absurden Machtrochaden, die die Leute satt haben. Die Grünen dagegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie solcherart Machtgelüste bisher nicht haben (oder nicht zeigen). Deshalb und weil sie (im Gegensatz zur Linken und den braunen von der afd) mittlerweile in allen Fragen gemäßigt auftreten, laufen ihnen die Menschen in Scharen zu. Natürlich hat die absehbare Klimakatastrophe damit zu tun. Und der Diesel Gau. Und der weitergehende völlig sinnlose Abbau bzw. die Verstromung von Kohle. Und die Art und Weise, wie die deutsche Autoindustrie (oder die Energieindustrie, oder ...) mit der Politik umspringt (bzw. wie die Politiker sich von dieser Industrie bespringen lassen)... alles das sind gute Gründe, WEIL die Grünen hier bisher zumindest keine Schwäche zeigen und sich weiterhin unbeeindruckt und unabhängig zeigen.

#95 - 08.11.2018, 17:20 von jdoehrin

Guter Artikel!

Man muss nicht jedes Wort davon auf die Goldwaage legen: Der Tenor des Beitrags aus meiner Sicht: Bei Grün ist viel mehr Emotion als die Protagonisten um Robert Habeck uns glauben machen wollen.
Und ihre Stärke hat offenbar viel mit der Schwäche der ehemaligen Volksparteien zu tun. Die Grünen haben klare Anliegen. Es wäre wichtig, wenn CDU und SPD das auch wieder hätten - damit die mündige Wählerin Alternativen hat.

#96 - 08.11.2018, 17:22 von schmuella

Abwarten und Wasser trinken

Die Stärke der Grünen ist die Schwäche der anderen, vor allem die der SPD. Sollte es der SPD gelingen, wieder an Profil zu gewinnen, wird sich das ganz schnell auf die Grünen auswirken in Form von Wählerabgang.

#97 - 08.11.2018, 17:25 von im_ernst_56

Naja

Zitat von fluxus08
die Grünen hatten 2011 schon mal eine bundesweite Zustimmung von 23% in der Spitze. Und wie hoch war dann die Zustimmung zwei Jahre später zur Bundestagswahl 2013? Genau, 8,4%. Es scheint die Medien zu beflügeln, Parteien/Politiker hochzujubeln, deren Halbwertzeit danach wieder dramatisch einbricht. Wie hieß nochmal der letzte Messias, der kurze Zeit nach dem Hype gnadenlos abstürzte? Martin Schulz, Held aller Gazetten.
aber dann wählte 2013 die grüne Parteibasis Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt zu Spitzenkandidaten (soviel zum Thema Schwarm-Intelligenz) und irgendjemand erfand den Veggie-Day, was von vielen so verstanden wurde, dass das der Anfang vom Verbot des Fleischkonsums sei. Sobald die Grünen offen sagen, dass sie die Mehrheitsgesellschaft gerne umerziehen würden, dann ist es mit den guten Umfragewerten und Wahlergebnissen schnell vorbei. Im Moment sind die Grünen so klug, nichts zu sagen, was das Wohlgefühl stören könnte. Und Robert Habeck kommt schon sympathischer daher als das Ex-Mitglied des Kommunistischen Bundes und diverser anderer K-Gruppen Jürgen Trittin. Den könnte sich wohl nur eine sehr sehr kleine Minderheit als Bundeskanzler vorstellen.

#98 - 08.11.2018, 17:27 von phantasierender...

Die Grünen leben doch vom Klimawandel ...

Würde es ihn nicht geben wären die grünen überflüssig. Den alle Parteien ob CDU SPD FDP und inzwischen auch die grünen alle verfolgen die gleiche Wirtschaftspolitik. Es gibt ihn allerdings schon lange den Klimawandel schon seit tausenden Jahren hat sich das Klima angefangen zu ändern in Richtung Warmzeit. (Gottseidank und nicht on die andere Richtung) die frage ist allerdings welchen Anteil die Industrialisierung an dem Klimawandel hat - darin streiten sich doch heute noch etliche "wissenschaftler" drum. Davon leben die grünen ...

#99 - 08.11.2018, 17:28 von genewolfe

... stimmt, was der Professor sagt

Es geht eigentlich im Kern darum die Probleme zu verleugnen. Die Grünen sagen so in etwa, wir können unendlich "gut" sein (z.B. Fluchtkorridore nach Deutschland zu lassen) ohne Folgen. Die AfD schlägt dagegen Lösungen vor die funktionieren, aber uns dazu zwingen "böse" zu sein. Die anderen Parteien graduell genauso. Der Linkspartei nimmt man nicht ab, dass sie überhaupt "Lösungen" hat.

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