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Grüne Dominanz: Und der nächste Bundeskanzler heißt... Dr. Robert Habeck

DPA Immer dabei, aber nie an etwas schuld: Nur Grünen gelingt es, ungestraft Politik gegen sich selbst zu machen. Inzwischen kann sich jeder fünfte Deutsche vorstellen, grün zu wählen. Ein Berliner Rechtsprofessor hat eine interessante Erklärung.
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#190 - 09.11.2018, 09:25 von cabeza_cuadrada

gutes Miteinander

Zitat von pittiken
"Wer nicht anecken will", ist nicht das Kriterium, sondern "Wem Friede, eine intakte Umwelt und ein gutes Miteinander verschiedener Kulturen möchte", wählt die Grünen. Wo findet denn ein gutes Miteinander verschiedener Kulturen statt? Berlin-Neukölln, Berlin-Wedding, Teile von Berlin-Kreuzberg, wo die meisten Problemschulen sind, weil die so viele Kinder der verschiedenen Kulturen beherbergen?
Seit wann kümmern sich die Grünen um die tatsächliche Umsetzung ihrer Forderungen? Mit solchem Kleinkram geben die sich doch nicht ab. Sie müssen mehr auf das große Ganze schauen und Realitäten, die keiner hören will, endlich ausblenden. Abgesehen davon schickt der Grünen Wähler seine Kinder doch nicht auf die von ihnen genannten Problemschulen. Wofür gibt es Privatschulen? Zur Not tut es aber auch eine tägliche Fahrgemeinschaft in "bessere" Viertel.
Als Gründe wird man aber immer etwas anderes hören.

#191 - 09.11.2018, 09:27 von cybernic

Im Zweifel Grün

Das gilt auch für mich. Und ja: "Die sehen so aus wie wir." Gibt es ein besseres Verkaufsargument?

#192 - 09.11.2018, 09:39 von Peter Bernhard

Einzige Partei, die Klimawandel erst nehme

"Einzige Partei, die Klimawandel erst nehme" - was bedeutet ernstnehmen? Erinnern tut mich das an Trump, der "zur Kenntnis nimmt", etwas was schon laufe, vom Menschen jedoch losgelöst (nicht ganz in Parenthese: die Menschen sollten sich also unverhindernwollend sich intensivst einstellen auf Kommendes, Deiche planen...). Ernstnehmen somit als Komparativ zu Zurkenntnisnehmen, Letzteres als eigentlich auch nicht nötig zu verstehen. Als - so meine heutige Übung anhebend - nämlich "unverhandelbar": mit "dem" Klimawandel kann nicht gesprochen werden, durch Talking Heads nicht, eher schon mit Pundits, gerade als Wort von Trump gegugelt: das sind so Auguren, die im Wetter und Gekröse "lesen" - also auch nicht sprechen mit Göttern und Heiligen. Dies wieder scheint mir die Affinität von Grün zur SPD zu sein, von woher ja die meisten Stimmen geflossen seien: die SPD setzte ich heute für den Modus Gabriel "Finden Sie einen", nämlich weiteren, der ihre Meinung teilt - dann könnten sich zwei Fremdemengen begegnen, die nämlich das identische Ziel definiert hätten und so ein "Bündnis 90 bzw. 30" eingehen könnten. Dies stellt sich gerade als "typische" Fortsetzung des "Sich-Differenzierens" als Grundarbeit dar: eine Menge ist anders als bei einer Union - und dies könnten die Grünen vielleicht auch schon immer gewesen sein, da so locker im Hocker -- streng geordnet, eine Phalanx, in hierarchisierter Arbeitsteilung - insofern ist die Gleichheit gerichet auf ein Außen - und das Bündnis außen als zu schließendes, ändert nichts am Zweck des Ganzen, im Gegenteil: ein Bündnis ist auch als hierarchisiertes denkbar - wobei die hierarchischen Arbeiten etwa mit unverständlichen Personalien ganz "offen" auszutragen seien -- wenn nämlich: in Logik die Nur-Hinreichendheit einer Mengen von -Erforderlichen komplementiert werden kann zu sure shot, also das Wetter mitspielen kann, der Preusse käme. Innen jedoch heute vielleicht nicht mehr kulturell aktuell: dass man einen findet innerhalb seiner Menge, der es nämlich - per Axiom der Menge als Gleichheitsmachen - ermöglicht, sich gegenüber einem andern Angehörigen zu unterscheiden, weil einfach beide so nicht sind. Dabei faszinierend: der so Ungleiche ist kein Fremder, bleibt gerade durch seine Differenziertheit in der eigenen Menge. Die Grünen könnten als Nicht-SPD vermutet das Zutrauen haben, Solche einfach als Ungehörig auszuschließen - weil man ganz religiös dem Wetter sich einfach unterstellt und da auch nicht zielführend vorgehe, worin sich jedoch alle einig sein müssen und auch können. ..t ein neues Theologisches, das sich "gegen Krieg" wendet und die Fremdmenge als alternative im Nicht-Entweder-Oder kennt?

#193 - 09.11.2018, 09:45 von fördeanwohner

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Zitat von cabeza_cuadrada
Seit wann kümmern sich die Grünen um die tatsächliche Umsetzung ihrer Forderungen? Mit solchem Kleinkram geben die sich doch nicht ab. Sie müssen mehr auf das große Ganze schauen und Realitäten, die keiner hören will, endlich ausblenden. Abgesehen davon schickt der Grünen Wähler seine Kinder doch nicht auf die von ihnen genannten Problemschulen. Wofür gibt es Privatschulen? Zur Not tut es aber auch eine tägliche Fahrgemeinschaft in "bessere" Viertel. Als Gründe wird man aber immer etwas anderes hören.
Ganz ehrlich, damit werden Sie nicht gewinnen können. Das ist einfach nur irgendwas behaupten, um jemanden schlecht zu machen.
An der Schule, an der ich unterrichte (Gemeinschaftsschule mit hohem Anteil an Kids mit Migrationshintergrund), ist der Anteil der "Grünen-Wähler-Eltern" extrem hoch. Nix Privatschule.
Bleiben Sie bitte sachlich und verbreiten nicht einfach Ihre Meinung als Tatsachen. Das wäre fair, finden Sie nicht?

#194 - 09.11.2018, 09:46 von obiwarndemokrat

die großen Parteien

gibt es nicht mehr. Grüne und die Mitte sind aufeinander zugegangen. Die Gesellschaft hat sich in den letzten 25 Jahren so sehr verändert, nur kriegen das die Politiker und Medien nicht so mit. Die Grünen sind mit ihren Themen und ihrem Auftreten einfach am Puls der Zeit - keine Hetzkampagne, machbare Ziele setzen, pragmatisch in der politischen Umsetzung etc..... Die Einteilung in links, rechts, konservativ usw ist divers. Ich wähle die Grünen , kann mich aber mit manchen konservativen Ideen anfreunden. So sind auch Konservative Umweltschützer ....

#195 - 09.11.2018, 09:46 von im_ernst_56

Zitat von cabeza_cuadrada
Seit wann kümmern sich die Grünen um die tatsächliche Umsetzung ihrer Forderungen? Mit solchem Kleinkram geben die sich doch nicht ab. Sie müssen mehr auf das große Ganze schauen und Realitäten, die keiner hören will, endlich ausblenden. Abgesehen davon schickt der Grünen Wähler seine Kinder doch nicht auf die von ihnen genannten Problemschulen. Wofür gibt es Privatschulen? Zur Not tut es aber auch eine tägliche Fahrgemeinschaft in "bessere" Viertel. Als Gründe wird man aber immer etwas anderes hören.
"Sie müssen mehr auf das große Ganze schauen und Realitäten, die keiner hören will, endlich ausblenden."
Richtig. Schließlich sind die Grünen mal angetreten, um die Welt zu retten. Da kann sich nicht mit den lokalen Nebenwirkungen einer nicht ganz so gelungenen Einwanderungspolitik in einigen Berliner Verwaltungsbezirken befassen. Berlin ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass die Grünen mitregieren, man sie aber nicht die bestehenden Verhältnisse verantwortlich macht. In den Umfragen sind die Grünen hier inzwischen mit Abstand stärkste Partei und haben die SPD, die CDU und jetzt auch die Linkspartei (die zwischenzeitlich geführt hatte) überholt.

#196 - 09.11.2018, 09:48 von babasikander

Es gibt ein Muster in der deutschen Politik

Grundsatzentscheidungen werden immer vom politischen Gegner ermöglicht, wenn er an der Macht ist. Rot/Grün hat konservative Politik machen können - weil es keinen Widerstand von rechts gab. Konservative konnten linke, ökologisch orientierte Politik machen, weil es keinen Widerstand von links gab.

Beispiele?
Erster Kriegseinsatz nach 45 wurde von Rotgrün, den Pazifisten ermöglicht.
Niedriglohnsektor etabliert. Von den Sozialdemokraten.
Atomausstieg? Waren die Konservativen. Natürlich kein Widerspruch der Gegenseite.
Wehrpflicht ausgesetzt? Waren die Konservativen.
etc. pp.

Ich nehme daher an, dass eine realistische, durchsetzungsstarke und an festen Prinzipien orientierte Migrationspolitik am ehesten von den Grünen durchgesetzt werden könnte. Zwei Gründe: Zum Einen müsste man dem Vorwurf Laissez-Faire-Politik zu betreiben, der größten potenziellen Schwachstelle, präventiv entgegen wirken. Und zum Anderen stünden die Konservativen dem sicherlich nicht im Weg.

Wesentliche Themen werden im Kampf um die "Mitte" immer vom politischen Gegner durchgedrückt, weil dann der Widerstand fehlt - das ist ein Muster im deutschen Politikbetrieb.

#197 - 09.11.2018, 09:49 von zeisig

Entscheidend ist, was sie sagen.

"Wer die Grünen wählt, der wählt den geringsten Widerstand. "
Das kann ich aus Erfahrung ausdrücklich bestätigen. Wenn man nicht "auf Linie" ist, das heißt für meinen Bekanntenkreis, wenn man nicht Grün wählt, dann hat man ein Problem. Geschwister, Nichten, Freunde aus alten Tagen - es ist unglaublich, aber ich bin unfreiwillig zum Exot geworden. Aber ich halte wacker durch und oute mich als als CDU-Wähler und großer Fan von Sarah Wagenknecht. Doch, das paßt sehr wohl zusammen. Denn mir geht es darum, was die Politiker von sich geben, in Wort und Schrift. Und da hat eine Anna Lena Bärbock oder eine Katharina Barley bei mir keine Chance. Da ist mit zu viel Selbstgefälligkeit im Spiel.

#198 - 09.11.2018, 10:00 von zeisig

Das rechtsextreme Milieu ?

Zitat von biesi61
die am wenigsten mit der AfD zu tun hat." Das ist m.E. der entscheidende Punkt. Es ist einfach nur noch erbärmlich, wie andere Parteien als ganzes bzw. einzelne Vertreter anderer Parteien den Rassisten und Nazifreunden von der AfD hinterherhecheln. Statt deren Menschenverachtung jeden Tag aufs neue anzuprangern, ihre alltäglichen Lügen systematisch zu entlarven, die völlige Substanzlosigkeit der von ihnen geschürten Ängste klarzustellen und unsere offene, freie, bunte und vielfältige Gesellschaft weiterzuentwickeln, passen sie sich immer mehr der totalen Kulturlosigkeit dieses rechtsextremen Millieus an. Was, Herr Fleischhauer, soll unpolitisch sein, wenn man das ablehnt und sich der einzigen Partei zuwendet, die ihre Ablehnung der AfD tagtäglich lebt?
Die Alternative zu der "Kulturlosigkeit des rechtsextremen Milieus" wie Sie es nennen, ist für mich keinesfalls die Politik der offenen Grenzen und "Minderheiten First Politik" der Grünen. Das rechtsextreme Milieu wird eindeutig überbewertet und zu weit gefasst. Es soll ja Bürger geben, die einen rechtschaffenen Politiker wie Horst Seehofer als rechtsextrem einstufen, nur weil dieser für eine Obergrenze für Asyl plädiert. Nein, wenn ich die tatsächlichen Rechtsradikalen bekämpfen will, dann wähle ich CDU. Aber erst dann wieder, wenn Merkel weg ist.

#199 - 09.11.2018, 10:11 von fördeanwohner

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Zitat von zeisig
"Wer die Grünen wählt, der wählt den geringsten Widerstand. " Das kann ich aus Erfahrung ausdrücklich bestätigen. Wenn man nicht "auf Linie" ist, das heißt für meinen Bekanntenkreis, wenn man nicht Grün wählt, dann hat man ein Problem. Geschwister, Nichten, Freunde aus alten Tagen - es ist unglaublich, aber ich bin unfreiwillig zum Exot geworden. Aber ich halte wacker durch und oute mich als als CDU-Wähler und großer Fan von Sarah Wagenknecht. Doch, das paßt sehr wohl zusammen. Denn mir geht es darum, was die Politiker von sich geben, in Wort und Schrift. Und da hat eine Anna Lena Bärbock oder eine Katharina Barley bei mir keine Chance. Da ist mit zu viel Selbstgefälligkeit im Spiel.
Das ist wohl eher Geschmackssache oder so. Ich wiederum finde Frau Wagenknecht überheblich und selbstgerecht.
Und was Sie beschreiben, was in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis geschieht, ist völlig noraml, denn Sie sind doch auch ein Exot dort. Umgekehrt hätte ein Grünenwähler unter lauter Linke-, FDP-, CSU- und AfD-Wählern ein Problem, wenn man über Politik redet.
Das Argument, dass man es einfacher hätte, wenn man sagte, man wähle grün, ist keines. Es wäre geradezu dämlich, nur deshalb grün zu wählen, um bei allen Menschen gut anzukommen. De facto ist das nicht so (s.o.).
Mit 18 mag es so sein, dass man bestimmte Dinge nur sagt, um zur Gruppe dazuzugehören. Das aber gilt für alle Parteien. Bei rechtsgesinnten Jugendlichen würde man sich vielleicht sogar Prügel zuziehen, wenn man lauthals verkündet, man wähle grün.

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