Forum
Politik

Grüne Dominanz: Und der nächste Bundeskanzler heißt... Dr. Robert Habeck

DPA Immer dabei, aber nie an etwas schuld: Nur Grünen gelingt es, ungestraft Politik gegen sich selbst zu machen. Inzwischen kann sich jeder fünfte Deutsche vorstellen, grün zu wählen. Ein Berliner Rechtsprofessor hat eine interessante Erklärung.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 5/25   10  
#40 - 08.11.2018, 15:31 von new#head

Das lieber nicht. Ein Kanzler muss sich den Realitäten der Welt stellen.
Betrachtet man die Wählerwanderungen, so stellt man fest, dass viele Protestwähler sich nicht mehr trauen zur AFD rennen und dann, mangels Alternative, Grün wählen.
Was nicht heisst, dass so nicht auch mal aus Versehen ein grüner Kanzler die Regierung in die Hand bekpmmt. Das wäre dann der Abschied vom Fortschritt, ob das jemand will?

#41 - 08.11.2018, 15:33 von new#head

@isidor

Ja richtig, so haben die Amis wohl auch gedacht. Natürlich nicht vergleichbar, aber der Weltuntergang hat viele Gesichter.

#42 - 08.11.2018, 15:33 von isi-dor

Zitat von burlei
Da kommt eine Partei her, ohne starke Verflechtungen in der Wirtschaft, ohne Bekenntnis zur freien und ungehemmten Marktwirtschaft, die gerne als "soziale .....
Es kommt noch schlimmer für die Fleischhauers der Welt. Es sind heute faktisch nur noch die Grünen, die massiv für Ludwig Erhardts soziale Marktwirtschaft stehen und diese auch offen vertreten.

#43 - 08.11.2018, 15:36 von medium07

Teilweise

Sicherlich gibt es keine monokausale Erklärung. Homogenität des Publikums, Pandabär, aber auch trockener Sommer und Dieselgate - mag alles zum Erfolg der Grünen beigetragen haben. Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch Verlagerung von Politik in die Talkshows und damit einhergehend die Personalisierung. Ständen noch Göring-Eckardt, Roth und Peter in der ersten Reihe, würden die Grünen sicherlich nicht das aktuelle Hoch erleben. Habeck hat es zum einen verstanden, Moralisierung - das alte und nervige Leiden der Grünen - durch nüchternen Pragmatismus zu ersetzen. Zum anderen hebt er sich von anderen Politikern wohltuend ab, dass er all jene Worthülsen und Euphemismen meidet, die das Publikum schon seit langem bestenfalls mit Stirnrunzeln zur Kenntnis nimmt. Kurzum: er versteht es, nicht als Sprechpuppe, sondern als nahbarer Mensch in Erscheinung zu treten.

#44 - 08.11.2018, 15:38 von Andraax

Zitat von lala10
Wenn ich das höre wird mir schlecht.Die gegen alles Partei zu wählen wär das letzte. Solange das Geld von der arbeitenden Bevölkerung verdient wird ist diese Partei dabei es zu verteilen.
Ihnen ist anscheinend nicht klar, dass die Grünen v.a. von Besserverdienern, die richtig echte Steuern zahlen, gewählt werden?

#45 - 08.11.2018, 15:42 von charlybird

Die

Wahl zwischen Habeck und bspw. Merz würde mir als ausgewiesenen Grünenkritiker aber dennoch sehr leicht fallen.
Da stünden Weitblick gegen Wirtschaftstellerand gegenüber, Ungezwungenheit gegen Krampf und Zukunft gegen Vergangenheit.
Ich kann aber verstehen, dass Jan Fleischhauer als mittlerweile patentierter 68er Killer verblüfft ist, dass die Partei, die mehr oder weniger aus den sogenannten 68ern entsprungen ist, sich mehr als ihm lieb ist in seine heimelige bayrische Provinz reindrängelt.
Keine Panik Herr Fleischhauer, die tun nichts, die wollen nur (mit)spielen.
Übrigens Pandabären sind vom Aussterben bedroht und stehen dick unterstrichen auf der Artenschutzliste, das kann man von den Grünen nach den letzten Wahlergebnissen nicht mehr unbedingt sagen.

#46 - 08.11.2018, 15:42 von 1579

Atomkraft, nein danke!

Die Grünen waren schon immer gegen die Atomkraft. Die anderen Parteien haben ihr Fähnchen ( allen voran Frau Merkel), erst in den Wind gehängt, als es schon fast zu spät war.
Habeck ist der einzige Politiker, der es gewagt, für den Erhalt der Knicks in Schleswig-Holstein, zu kämpfen. Er hat sich nicht von den Drohgebärden der Landwirte einschüchtern lassen, sondern hat immer das Gespräch gesucht.
In der Bundespolitik kann er hoffentlich noch mehr erreichen. Ich wähle schon seit 30 Jahren grün. Habeck wäre ein streitbarer und fairer Bundeskanzler.

#47 - 08.11.2018, 15:46 von Freidenker10

Wer sollte denn mit den Grünen koalieren um einen von denen zum Kanzler/in zu machen? Würde die CDU im Bund einen Grünen zum Kanzler machen? Ganz sicher nicht! Würde eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken reichen und würde die SPD einem Grünen Kanzler zustimmen? Glaube ich kaum! Das mag in BW funktioniert haben aber im Bund glaube ich nicht daran! Zudem glaube ich, dass die Grünen derzeit auch Protestpartei sind und früher oder später wieder auf ein Normalmaß schrumpfen werden...

#48 - 08.11.2018, 15:54 von Europa!

Eine insgesamt richtige Analyse, aber ...

Der aktuelle steile Anstieg bei den Grünen beruht m.E. auf dem Mobilisierungsschub "gegen rechts". Meine Tochter hat schon 2013 erklärt: "Man muss was gegen die Rechten tun", und dann die Grünen gewählt. Damals erhielt die AfD bekanntlich nur 4,7% und die Grünen verloren über 2%. Vier Jahre später rückte die AfD mit 12,7% in den Bundestag ein, und die Grünen legten immerhin wieder ein halbes Prozent zu. Dann setzte (in den Umfragen) der komplette Umbau der Parteienlandschaft ein. Zunächst entwickelte sich die AfD bis zu 18%, und im Gegenzug stiegen die Grünen als "Leitpartei" im breiten Bündnis "gegen rechts" bis auf über 20% an. Dabei gab es natürlich auch fundamentale Faktoren der Beunruhigung wie die Migrantenkriminalität auf der einen und den erschreckend heißen und vor allem dürren Sommer auf der anderen Seite. Bislang haben die Altparteien CDU, SPD, Linke und FDP dagegen keine echten Rezepte. Wer sich weder für das Migrationsproblem noch für den Klimawandel interessiert, hat dauerhaft keine Chance - zu Recht.

#49 - 08.11.2018, 15:54 von eggie

Die meisten wählen Grün, weil sie als Sozialdemokraten keine Alternative mehr haben. Die Grünen haben zwar ein völlig anderes Tagesgeschäft als die SPD, aber sie stehen für eine demokratische Debattenkultur. Und für Solidarität und sehen "Links" nicht als größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte, sondern als einen möglichen gesellschaftspolitischen Ansatz, verorten eine Bedrohung der Demokratie eindeutig Rechts und schieben nicht jedes mißratene Dessert "den Flüchtlingen" zu. Alles Dinge, die einst zum Tagesgeschäft der SPD gezählt haben. Ist lang her.

    Seite 5/25   10