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Guaidó gegen Maduro: Wer unterstützt wen in Venezuela?

Carlos Garcia Rawlins / Reuters Die Krise in Venezuela gerät immer mehr zum geostrategischen Ringen der Großmächte USA und Russland. Wer verfolgt welche Interessen im Machtkampf zwischen Nicolás Maduro und Juan Guaidó - der Überblick.
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#1 - 01.05.2019, 19:53 von bobyperu

Neutral

Endlich Mal ein Bericht der wenigstens ansatzweise neutral darüber berichtet wer welche Interesse verfolgt. Ich bin in letzter Zeit sehr verärgert darüber wie verhäuft Artikel im Spiegel erscheinen die nichts anderes als die Meinung des Verfassers wieder geben aber so erscheinen sollen als handelt es sich um Objektive Berichterstattung.

#2 - 01.05.2019, 19:53 von Kommentator3

Nur die halbe Wahrheit

Leider fehlt auch hier die Info, dass es erst die Sanktionen der USA in Höhe von mehr als 20 Mrd USD waren, die das Land in eine so schwere Krise gestürzt haben. -- So destabilisiert die USA Venezuela, so wie sie es auch mit dem Iran tut. -- Fällt nicht auf, dass ausgerechnet so mit diesen beiden Mega-Ölstaaten verfahren wird, in denen Exxon und Halliburton nicht zum Zuge kommen dürfen? -- Haben wir denn gar nichts aus dem Irakkrieg gelernt?

#3 - 01.05.2019, 19:57 von birdie

Die russische Politik ist ebenso paradox wie unaufrichtig.

Als sich Russland massiv in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einschl. militärischer Mittel einmischte und die Krim annektierte, war das nach eigenem Eingeständnis ein "gerechter" Vorgang zum Wohle des Volkes. Dass die USA demgegenüber in Venezuela auf die Einhaltung demokratischer Prinzipien drängen ohne militärisch zu intervenieren, ist aus russischer Sicht eine verbotene Einmischung in die innere Struktur Venezuelas. Und muss deswegen geächtet werden. Das ist Doppelzüngigkeit zum Quadrat.

#4 - 01.05.2019, 20:03 von MatthiasSchweiz

Wann werden die Bundesregierung und deutsche Politiker endlich mal für Verstösse gegen das Völkerrecht zur Rechenschaft gezogen? Venezuela, Ukraine, Drohnenmordzentrale in Ramstein, etc.? Wenn man schon immer von Werten schwafelt...

#5 - 01.05.2019, 20:05 von shodanpc

Erfrischend Ehrlich

Schön das es mal auf den Punkt gebracht wurde. Es geht nicht um die Menschen in dem Land, denen werden sogar die Mittel per Sanktionen gekürzt damit sie aufbegehren. Es geht nur um geopolitische Interessen. Wenn man darüber mal so nachdenkt, dann erscheinen diverse andere Konflikte auch in völlig neuem Licht.

#6 - 01.05.2019, 20:24 von arno.busch

Der Reputation des Spiegel nicht angemessen

Solche Artikel, die dem US-Standpunkt und der US-Politik der Bolton, Pompeo und Trump nachhecheln, gehören so nicht in den Spiegel ohne Kennzeichnung.
Da wird die Meinungsfreiheit überschritten insofern als einseitig für die US/Guaido-Partei ergriffen wird.
Insofern müßte der Artikel von "bor/dpa/Reuters" als parteilicher Artikel und nicht als neutrale Nachricht gekennzeichnet sein.

#7 - 01.05.2019, 20:31 von hw7370

Was fehlt in der Liste der Unterstuetzer:

Fast alle lateinamerikanische Staaten, von Chile ueber Argentinen, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Salvador bis Guatemala unterstuetzen Guaido. Zwar nicht militaerisch aber moralisch und politisch. Sie wuerden es nicht tun, wenn sie in Maduro den rechtsmaessigen Praesidenten sehen wuerden. Im Gegenteil. Zudem sind diese Laender nahe dran und kennen sich bestens aus mit Diktaturen, deren Zeit abgelaufen ist.
Es geht also nicht nur um die USA und Russland, sondern um den politischen Frieden in Lateinamerika. Und da ist die Aussage ja eindeutig wer die besseren Karten hat.
Nicaragua ist der naechste Fall. Auch hier demonstrieren die Menschen seit Wochen und es sind Tote zu beklagen.

#8 - 01.05.2019, 20:42 von welkdp

Heiko Maas,

spielt m.E. in dem Konflikt eine unsägliche Rolle. Seine Äußerung bzw. Androhungen von Sanktionen in Richtung
Maduro entsprechen nicht den Vorstellungen der meisten Deutschen, den Konflikt in irgend einer Form zu lösen.
Er müsste eher die Ärmel hochkrempeln und mit Diplomatie sich arrangieren: Leider hat er meist die Hände
in den Taschen seiner Einsegnungsanzüge stecken.

#9 - 01.05.2019, 20:43 von vorsicht

Zitat von birdie
Als sich Russland massiv in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einschl. militärischer Mittel einmischte und die Krim annektierte, war das nach eigenem Eingeständnis ein "gerechter" Vorgang zum Wohle des Volkes. Dass die USA demgegenüber in Venezuela auf die Einhaltung demokratischer Prinzipien drängen ohne militärisch zu intervenieren, ist aus russischer Sicht eine verbotene Einmischung in die innere Struktur Venezuelas. Und muss deswegen geächtet werden. Das ist Doppelzüngigkeit zum Quadrat.
Sie lassen wohlweislich die Vorgeschichte weg, die zur Situation in der Ukraine geführt hat, nämich, der von den USA orchestrierte Putsch in der Ukraine vor der Haustür Russlands. Genauso orchestriert wie der Regime change eines Hr. Guido. China, Russland, USA als Großmächte, versuchen ihre Interessen zu wahren, aber mit Regime change und ohne Rücksicht auf Verluste ist wohl die USA Spitzenreiter.

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