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Krieg in Syrien: Russland und Iran erobern Aleppo - für Assad

DPA/ SANA Das Assad-Regime und seine Verbündeten stehen vor dem größten militärischen Erfolg seit Jahren: der vollständigen Eroberung von Aleppo. Den Preis dafür zahlt die Zivilbevölkerung.
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#100 - 28.11.2016, 17:00 von MarkusEule

Ende des Kriegs in Syrien

Auch ich hoffe darauf, dass die nicht friedlich kämpfenden Rebellen bald besiegt werden, anschließend eine internationale Allianz dem IS den Garaus macht und sich dann die Weltgemeinschaft hoffentlich um einen Wideraufbau Syriens kümmert. Die Rebellen lernen dann hoffentlich, sich friedlich, politisch mit dem Regime auseinanderzusetzen oder verlassen sonst besser Syrien in ein Land, welches ihren Ideen eher entspricht und was sie dann auch hoffentlich aufnimmt.

#101 - 28.11.2016, 17:00 von franke08

Solche Artikel sind ein Bärendienst

Die deutsche Medienlandschaft hat einen schlechten Ruf, derartig tendenziöse und wissentlich erlogene Behauptungen sind ein deutliches Symptom für die Verkommenheit des Systems. Syrien könnte nichts Schlimmeres passieren als ein Sieg der islamistischen Terrorgruppen (Opposition), die Bevölkerung flieht nicht vorrangig vor Assad sondern vor dem Krieg. Und der wird von solchen Leuten wie der Al Nusra am Laufen gehalten. Der Westen, die Saudis und auch Katar die unterstützen diese Leute. Im Falle eines Sieges dieser "Rebellen" gäbe es einen sunnitischen Gottesstaat
Syrien war ein Musterbeispiel für einen laizistischen aufgeklärten Staat im Nahen Osten, dann kamen die USA und rüsteten Terroristen auf- das ist der Grund allen Übels und nicht Assad.

#102 - 28.11.2016, 17:02 von LUNAWELLE

Wenn sich die letzten Monate in der heimischen Propaganda

informierte der musste dem Glauben verfallen dass Aleppo nur aus Kinderkrankenkenhäusern und Schulen besteht auf die unaufhörlich Fassbomben fallen. Gut dass das bald ein Ende hat.

#103 - 28.11.2016, 17:02 von i_be_em

Zitat von mansky
Die Antwort auf diese Frage bleiben uns Leser alle Journalisten schuldig, die einseitig gegen Assad anschreiben. Es wird immer nur Assad für das Flucht & das Leid der Bevölkerung verantwortlich gemacht, aber mit keiner Silbe erwähnt, dass diese internationalen Söldner, Terroristen, Vergewaltiger und Pädeophilen (sog. Rebellen) in einem souveränen Land ihr Unwesen treiben. Unsere schreibende Zunft hat offenbar nichts aus dem Lybien-Krieg gelernt, und will immer noch nicht wahrhaben, dass es ohne Assad in Syrien nur Chaos, Elend und Barberei unter der Herrschaft dieser internationalen Söldner geben wird.
Ich stimme Ihnen zu.
Am 22.September 2014 gab B.Obama den Befehl für Luftangriffe in Syrien. Der SpOn berichtete am Tag darauf* (Tage bzw. Uhrzeiten sind MESZ).
Zwei Jahre später sollte man von Journalisten erwarten dürfen, dass sie kritisch nachfragen welche Ergebnisse diese Angriffe gebracht haben. Und welche Opfer es unter den Zivilisten gab.
Ganz abgesehen von der Frage nach dem Ziel der Luftangriffe!

Bei den russischen Angriffen, welche im Spätsommer 2015 begannen, erfolgten diese Fragen. Oder eher: Es gab direkt einfache Erklärungen . . .


*http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-luftangriffe-in-syrien-gegen-islamischen-staat-mit-arabern-a-993174.html

#104 - 28.11.2016, 17:04 von großwolke

Politische Ursachen?

OK, zur Erinnerung: die POLITISCHE Ursache für den Syrienkonflikt waren von Saudi-Arabien sowie der Türkei finanzierte und bewaffnete Milizen.Diese versuchten, im Schatten der Nachwehen des arabischen Frühlings die fragile Stimmung im Land auszunutzen, um das alevitische Regime durch einen sunnitischen Gottesstaat zu ersetzen. Der arabische Frühling selber hatte in Syrien gar nicht so richtig gezündet, dort gab es eher Proteste gegen den etwas kleptokratisch regierenden Assad-Clan denn eine echte revolutionäre Stimmung. Einer politischen Lösung sollte es also eher helfen, wenn zuerst mal der militärische Aggressor in diesem Konflikt (die Rebellen) ausgeschaltet wird. Die sunnitische Bevölkerungsmehrheit in Syrien mag das anders sehen, aber aus westlicher Sicht sollte Assad in dieser Gemengelage eigentlich der Gute sein. Vielleicht sollte man da unten mal eine Art Konferenz zum Thema eines konfessionell und nationalistisch sauber aufgestellten Raumordnungsverfahrens durchführen, so dass dort in Zukunft jeder unter sich bleiben und vielleicht einfach nur einen platonischen Hass gegen die bösen Nachbarn pflegen kann.

#105 - 28.11.2016, 17:05 von c.weise

Der Krieg muss beendet werden

Je schneller der Krieg endet, desto besser. Die Leiden der Zivilbevölkerung gebieten das. Aus humanitären Gründen ist eine Beendigung des Konfliktes durch die staatlichen syrischen Kräfte einem weiter andauernden Martyrium vorzuziehen. Wer diese Entwicklung bedauert, handelt nicht menschlich, sondern folgt geostrategischen Interessen.

#106 - 28.11.2016, 17:07 von retterdernation

Die einzige Quelle meines Vertrauens

ist für mich in der Syrienfrage - Radio Vaticano -. Schon vor Monaten hat dort der Bischoff von Aleppo die Zahl der Menschen im Ostteil auf etwa 50-60 tausend angegeben. Auch arabische Medien berichteten das Gleiche. Selbst CNN spricht jetzt von weniger Betroffenen. Aber was heißt schon betroffen: in Westteil der Stadt leben je nach Schätzung zwischen 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen. Jahrelang wurden diese Bewohner aus dem Ostteil mit schweren Geschützen und Raketen beschossen. Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft. Dazu beschossen Scharfschützen die westliche Bevölkerung, unter der sich auch mehrere hunderttausend Christen befinden. Nach der Teilbefreiung gibt es jetzt überall im Stadtgebiet Freudenfeste. Siehe auch you tube oder live Leakes. Im Rahmen des sogenannten " arabischen Frühlings " in Syrien, haben wir in Deutschland auf das falsche Pferd gesetzt. Wie eigentlich fast immer. Angezettelt haben diesen Konflikt unsere amerikanischen Freunde mit ihrer "Destabilisationspolitik." Eine amerikanische Ex-Außenministerin hat das zu verantworten. Bedingungslos sind unsere Regierung und ihre Medien dem gefolgt.

#107 - 28.11.2016, 17:07 von Fred Widmer

Reine Atlantikbrücken-Propaganda

Ich dachte, solcher Käse kommt nur noch bei Bento. Die Russen haben in den letzten Wochen gar nicht in Aleppo eingegriffen. Es gibt Videos, die Zeigen, wie die von SPON so benannten "Rebellen" auf die Leute schießen, die in die Assad-Gebiete flüchten wollen.

Nun gut, das Gute hat hier einmal gesiegt und die gefährlichen Islamisten wurden zurückgedrängt. Sehr schwierig zu verdauen für SPON-Redakteure nach der jahrelangen Gewöhnung an die gewohnten Märchen vom bösen Assad und dem bösen Russen.

#108 - 28.11.2016, 17:09 von simonweber1

Das

Zitat von postbote101
Russland destabilisiert eine Region nach der anderen. Hinzu kommt noch, daß Russland auch vor nix zurückschreckt. MH17 wurde ja auch von den Russen skrupelos abgeschossen. Wen interessiert es da noch ob es gute oder böse Rebellen sind, wenn der Haupttäter Russland heisst?
ist doch absoluter Unsinn. Russland destabilisiert keine Regionen und hat auch MH 17 nicht abgeschossen. Das behaupten ja noch nicht einmal die USA. Was die Terroristen betrifft, so gibt es keine guten Terroristen und der Haupttäter in Syrien ist nun wahrlich nicht Russland. Lesen Sie einfach einmal die Abläufe nach. Der Krieg in Syrien läuft seit 2011 unter Einmischung der USA einzelner Natostaaten und einzelner arabischen Staaten.Russland beteiligt sich völkerrechtskonform dort erst seit September 2015.

#109 - 28.11.2016, 17:09 von rational_bleiben

Das kommt davon, wenn man glaubt, dies sei eine Hipster-Facebook-Twitter-Revolution, die nach westlicher Demokratie schreit. Da ist dann das Böse schnell ausgemacht, Assad und seine russischen und iranischen Unterstützer. Wenn dann die Hipster Bärte tragen, von Katar und Saudi-Arabien finanziert werden und die Sharia einführen, selbst da wo nicht der IS herrscht, steht man vor einem Dilemma. Man sollte nicht Öl ins Feuer gießen, wenn man den tatsächlichen politischen Sachverhalt nicht versteht, vor allem dann nicht, wenn Kenner wie Peter Scholl-Latour, Egon Bahr oder Helmut Schmidt vor solch einer Politik warnen. Leider mittlerweile alle tot. Assad kann solch einen Krieg nicht lediglich durch russische und iranische Unterstützung gewinnen, das kann er nur durch Treue eines großen Teiles der Bevölkerung. Vor allem Alawiten und Christen, immerhin ein Viertel der Bevölkerung, halten zu ihm. Ist ja auch klar, sie wissen, was ihnen in einem islamischen Gottesstaat droht. Die wirklich demokratischen Kräfte spielen militärisch nunmal kaum eine Rolle. Ein säkularer Staat unter Assad ist vorerst die beste Lösung, das Sterben muss ein Ende nehmen. Der Westen und Russland müssen nun enormen Druck ausüben, dass er nach einem Sieg keine Racheaktionen verübt. Die von Assad versprochene Generalamnestie für einheimische Kämpfer muss eingehalten werden, die Ausländer sollten unter internationaler Aufsicht außer Landes gebracht werden, denn nach einem Sieg Assads drohen hier sonst Massenexekutionen.

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