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Krieg in Syrien: Russland und Iran erobern Aleppo - für Assad

DPA/ SANA Das Assad-Regime und seine Verbündeten stehen vor dem größten militärischen Erfolg seit Jahren: der vollständigen Eroberung von Aleppo. Den Preis dafür zahlt die Zivilbevölkerung.
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#10 - 28.11.2016, 15:58 von unzensierbar

Das einzige gute an Trump wird neben der anti-Globalismus Politik, das Ende der Unterstützung von Terroristen in Syrien sein. Da können die Medien noch so viel über die Märchen von Opposition, gemäßigten Rebellen und angeblich Verschwundenen schreien.

#11 - 28.11.2016, 15:58 von burgundy

Die Zivilbevölkerung zahlt immer drauf. Allerdings, wenn die Rebellen besiegt sind, dann dient die Zivilbevölkerung wenigstens nicht mehr als Schutzschild. Das ist wenigstens ein kleiner Trost - vorerst.

#12 - 28.11.2016, 15:59 von ellenbetti

Wer hat denn zuerst dort gekämpft ?

das waren doch sicher nicht die Russen oder Iraner. Die haben es lediglich beendet. Aber danke. So bleibt mir als letzter Satz in Erinnerung das Russland und der Iran gemeinsam Aleppo ( oder machen wir gleich ganz Syrien ....) an allem Schuld sind - war - und was noch kommen wird. Sie haben es so einfach und klar herunter gebrochen das man sich nicht fragt was andere Nationen, Rebellen und Terroristen dort gemacht haben.

#13 - 28.11.2016, 15:59 von Freidenker10

Wieso soll es schlecht für die Zivilbevölkerung sein wenn der Bombenregen aufhört? Bei diesen ganzen Kriegsparteien ( Assad, Rebellen, IS, Türkei, Kurden, Iran, Nato, Russland ) habe ich sowieso schon aufgegeben mir eine Meinung zu bilden wer da gut und wer da der Böse ist, hauptsache die Bombadierungen enden und das dürfte doch wohl gut für die Menschen sein!

#14 - 28.11.2016, 16:00 von Bernd.Brincken

Militärische Lage

"Diese massive militärische Unterstützung aus dem Ausland hält Assad an der Macht. Sie verhindert aber zugleich eine Lösung der politischen Ursachen des Konflikts. Weil ihn Russland und Iran bedingungslos unterstützen, ignoriert der Diktator die Forderung des Westens nach Waffenstillstandsverhandlungen."
Das mag stimmen, und ich hätte mir gewünscht, dass Assad stürzt.
Aber wenn der Westen doch die Aufständischen mindestens gut kannte und unterstützte - wieso hat man nicht seinen Einfluß genutzt, um völlig sinnlose Kämpfe wie jenen um Aleppo zu vermeiden? Das ist lange schon eine Insel im Assad-kontrollierten Gebiet, wo nur aus Trotz und um "das Opfer der gefallenen Brüder nicht zu beleidigen" weitergekämpft wurde. Natürlich diente die Zivilbevölkerung dabei als Faustpfand. Als es geschützte Korridore gab, haben die Rebellen die Menschen am Verlassen der Stadt gehindert, aus deren Sicht auch verständlich.
Also sorry, bei dem Hintergrund muss man gerade aus humanitären Aspekten froh sein, dass die Lage nun stabilisiert wird. Natürlich ist der Umgang Assads mit den Zivilisten und Kämpfern nun auch genau zu beobachten.

#15 - 28.11.2016, 16:00 von hanseat52

So bitter es klingt

Die Sunniten werden ja nicht verschwinden. In einem Land ohne Fronten geht es dann weiter mit dem Terror wie mit dem Fisch im Wasser. Bomben in den städtischen Zentren unverhofft und überall wie im Irak. Bittere Aussichten für das Land.

#16 - 28.11.2016, 16:00 von Joachim Reuter

Die Sympathie der Medien für die

Weiß denn überhaupt jemand etwas über diese Gruppen, außer daß sie sich gegen Assad wenden?
Die USA haben bei ihren Kriegen in der moslemischen Welt immer wieder auf's falsche Pferd gesetzt und sind damit grandios gescheitert.
Man denke nur an ihre Unterstützung für die Taliban und an den von ihnen angezetteten "arabischen Frühling", der in Nordafrika Not und Gewalt ausgelöst hat.

#17 - 28.11.2016, 16:01 von FLH80

Zivilbevölkerung?

Die Kategorie "Zivilbevölkerung" ist in Bürgerkriegen üblicherweise hinfällig, da die Staatsmacht "Rebellen" aka "die guten Terroristen", die ja eben nicht stehendes Heer sind, nicht bekämpfen kann, ohne sich an der "Zivilbevölkerung" zu vergreifen. Insofern ist die Verwendung dieses Begriffs vor allem parteiisch, denn IS und "Rebellen" töten und verletzen auch nicht ausschließlich Soldaten...
Dass die friedlichen, unbewaffneten Teile der syrischen Bevölkerung die Hauptleidtragenden sind, ist jedem klar. Auch den Sponsoren des Bürgerkriegs - die nicht nur in Teheran, Moskau oder Damaskus sitzen, sondern in Paris, Qatar, Riyadh und anderswo.
Aber hier wird wie so oft so getan, als wäre vor allem (oder sogar ausschließlich!) Assad, der Iran und Russland am Leid der Zivilbevölkerung schuld.

#18 - 28.11.2016, 16:01 von Europa!

Das bittere Ende

Die Eroberung von Aleppo ist das folgerichtige Ende einer vom Westen hochgejazzten "Arabellion", die im Konflikt zwischen Islamisten, religiösen Fraktionen und Militärdiktaturen von vornherein aussichtslos war und keine Basis in der Bevölkerung hat. Für die vielen Toten und die zerstörten Staaten sind nicht nur die westliche Waffenlobby, sondern auch die Medien mit ihrer fröhlichen Reklame für den "arabischen Frühling" verantwortlich. Die Krokodilstränen kann man sich sparen.

#19 - 28.11.2016, 16:03 von marcusaemiliuslepidus

250000 Zivilisten

Mir ist ja klar das der gemeine Journalist nicht besonders gut in Mathematik ist, aber die Zahlen können doch gar nicht stimmen. Wenn jetzt schon um die 15 tausend zu dem Kurden oder der SAA geflohen sind dann sind es schon mal 235k. Außerdem wurden zuletzt auch immer wieder weit konservativere Zahlen wie 150k genannt. Wenn da plötzlich ein Exodos gen Süden stattgefunden hätte dann hätten wir Luftbilder. Viel wahrscheinlicher ist, dass es ohnehin weit weniger Zivilisten dort gibt und die meisten Bewohner schon länger im Westteil leben. Die meisten rebellen sind ja 2012 aus Idlib eingesickert. Es hat seinen Grund warum die gebildetere Stadtbevölkerung zur Regierung hält.

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