Forum
Politik

Krieg in Syrien: Russland und Iran erobern Aleppo - für Assad

DPA/ SANA Das Assad-Regime und seine Verbündeten stehen vor dem größten militärischen Erfolg seit Jahren: der vollständigen Eroberung von Aleppo. Den Preis dafür zahlt die Zivilbevölkerung.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 7/18   10  
#60 - 28.11.2016, 16:28 von pulverkurt

Krass, wie hier...

Zitat von colja_kosel
Interessant wie schnell man nun vorankommt, jetzt, wo den "Rebellengruppen" (u. a. auch Kopfabschneidern) klar wird, dass unter einem Präsidenten Trump keine Unterstützung mehr erfolgt. In Syrien hat sich der Westen zuerst schuldig gemacht...Hoffentlich ist dem Leiden bald ein Ende gesetzt.
... die Tatsachen verdreht werden. Dank der Russen, die sämtliche Initiativen gegen den Schlächter Assad im Weltsicherheitsrat aus Eigeninteresse von Anfang an blockierten, konnte der Bürgerkrieg überhaupt so weit eskalieren. Und "der Westen" hat sich in Syrien eigentlich sehr zurückgehalten - möglicherweise ein schwerer Fehler.

#61 - 28.11.2016, 16:29 von panzerknacker 51

grandios gescheitert?

Zitat von Joachim Reuter
Weiß denn überhaupt jemand etwas über diese Gruppen, außer daß sie sich gegen Assad wenden? Die USA haben bei ihren Kriegen in der moslemischen Welt immer wieder auf's falsche Pferd gesetzt und sind damit grandios gescheitert. Man denke nur an ihre Unterstützung für die Taliban und an den von ihnen angezetteten "arabischen Frühling", der in Nordafrika Not und Gewalt ausgelöst hat.
Das ist doch genau das, was gewollt ist: Destabilisierung der gesamten Region für eigene Zwecke.

#62 - 28.11.2016, 16:29 von Bhur Yham

Wie sagt das Sprichwort?

Russland beginnt keine Kriege, Russland beendet sie.

#63 - 28.11.2016, 16:31 von NAL

Würden wir nicht die gemässigten Rebellen (sprich geduldete Terroristen) unterstützen

und würden wir nicht versuchen, anderen Ländern unsere "Lebensweise" aufzunehmen zwingen, dann gäbe es das Ganze nicht. Die Schuld liegt zu 100% beider westlichen Arroganz und Überheblichkeit, gepaart mit der Gier nach Rohstoffen anderer Länder. Zur Zeit läuft das gleiche Szenario wie Anfang des 20-igsten Jahrhundert. Da ging es um eine Neuverteilung der Kolonialen Gebiete. Da hatte gerade Deutschland ja einen riesigen Nachholbedarf. Man kann also sagen, die westlichen Regierungen haben nichts aus der Geschichte gelernt. Das wird wohl auch zum letzten Weltkrieg führen. Derzeit ist die NATO da ja sehr intensiv mit der Vorbereitung beschäftigt.

#64 - 28.11.2016, 16:33 von oi_le

Zitat von pulverkurt
... "von außen angezettelten" Bürgerkrieg in Syrien wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer. Tatsache ist, daß der Aufstand gegen Assad zunächst eine bürgerliche Graswurzelbewegung war. Diese Menschen hatten es einfach satt, daß ihre Freunde, Verwandte, Bekannte wegen Nichtigkeiten in Assads Folterkeller landeten. Die Vereinnahmung durch Extremisten und Eskalation zu einem der blutigsten Bürgerkriege der Geschichte geschah erst später.
Man kann es Ihnen nicht mal böse nehmen das Sie glauben was Sie hier schreiben. Sie "konsumieren" ja nur die "News" in Häppchen, vorgekaut und warm, so wie Sie es mögen. Um die wahren Ursachen für den Krieg in Syrien zu erfahren müssten Sie selbst mal recherchieren, ich würde sagen so. 10 Jahre, anfangend im Jahr 2006.
Kleiner Hinweis: South-Pars-Gasfeld

Einfach mal die Ereignisse Schritt für Schritt analysieren.

#65 - 28.11.2016, 16:33 von zero

Einseitig!

Langsam aber sicher habe ich dieses einseitige Gejammer und die tendenziöse Berichterstattung satt. Wer hat denn den "Arabischen Frühling" in Syrien (und anderswo) angezettelt? Wer hoffte, damit ein weiteres Land unter seine Kontrolle und von Russland abzubringen? Wer ist damit verantwortlich für den grausamen Bürgerkrieg in Syrien? Fordern die Bombardierungen der EU und der USA keine Opfer? Wie viele Kriegsflüchtlinge haben die USA aus dem in ihrer Verantwortung verwüsteten Land aufgenommen? Überall wo die USA und in ihrem Schlepptau die EU in den letzten drei Jahrzehnten die Finger drin hatten, haben sie verbrannte Erde hinterlassen und ich empfinde die Propaganda in unserer Medieneinfalt unerträglich - vor allem angesichts der Opfer.

#66 - 28.11.2016, 16:33 von Palmstroem

Brutalität siegt

Weder Assad noch Russland oder den Iran interessiert die öffentliche Meinung im Westen. Egal wie viele Opfer unter der Zivilbevölkerung der Bombenhagel fordert, Hauptsache man siegt. Und während die Friedensbewegung bei US-Angriffen sofort Lichterketten und Protestmärsche organisiert, hört man trotz inzwischen 500.000 Toten nichts von ihr. Dieser Krieg zeigt, dass Diplomatie zahnlos ist und Mao recht hatte: ’Man kann den Krieg nur durch den Krieg abschaffen; wer das Gewehr nicht will, der muss zum Gewehr greifen."

#67 - 28.11.2016, 16:34 von go-west

Es ging aber in der Ausgangssituation nicht

um die Eliminierung von Islamisten, sondern um Teile der syrischen Zivilbevölkerung, die sich gegen den Diktator Assad stemmten und friedlich demonstrierten. Diese wehrlosen Menschen hat Assad niederschießen lassen. Sein persönlicher Machterhalt war es ihm anschließend wert, hunderttausende Menschen zu opfern und das Land in Schutt und Asche legen zu lassen. Dieser Mann hat keinerlei politische oder moralische Legitimation.

#68 - 28.11.2016, 16:34 von colja_kosel

Ach was...die Infos sind wasserdicht...

Zitat von jonas_c
Hier wird wieder unreflektiert von Rebellen und Opposition gesprochen und nicht geklärt ob es da überhaupt noch einen Unterschied zum IS gibt. Den gab es scheinbar mal, allerdings kann nur Krieg führen wer Geld hat, und das ist aktuell nur IS und die Regierung.
...stützt sich doch die gesamte Medienlandschaft seit Jahren auf die in London ansäsige "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte". Das ist eine respektable Quelle, laut Wikipedia:
"Die SOHR wird von Osama Suleiman (Synonym: „Rami Abdul Rahman“ oder „Rami Abdelrahman“ geschrieben) einem syrischstämmigen sunnitischen Muslim und Eigner eines Bekleidungsgeschäftes, aus seinem Reihenhaus in Coventry in England unterhalten, die in Opposition zur Baath-Regierung in Syrien steht und Informationen über Menschenrechtsverletzungen in dem Land sammelt und veröffentlicht."
Noch Fragen???

#69 - 28.11.2016, 16:36 von j1958

Ruhe?

Die Frage ist doch ob mit dem Verschwinden der Rebellen Ruhe in der Stadt einkehrt. Die Rebellen sind ja selbst terroristischer *** (Isis und Al-Nusra), die bestimmt keinen Frieden nach Aleppo gebracht hätten.
Das Ganze ist ein trauriges Schauspiel, da es nicht primär um Assad oder nicht Assad ging, sondern sich hier ein Stellvertreterkonflikt verschiedener Mächte abspielte. Russland stützte Assad, die Amis dieselben
Terrorkräfte die sie in Mossul bekämpften (Afghanistan läßt grüßen, auch dort haben die Amis seinerzeit einen
jungen, aufstrebenden Terroristen namens Osama Bin Laden unterstützt, der versprach die Russen zu schlagen). Solche Konflikte sind moralisch höchst verwerflich, aber manchmal gibt es leider keine andere Lösung als das kleinere Übel wieder herzustellen.

    Seite 7/18   10