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Kühnert-Debatte: Merz fordert mehr Firmenbeteiligungen für Arbeitnehmer

Maja Hitij/ Getty Images Mit seinen Aussagen zu Kollektivierungen großer Unternehmen hat Juso-Chef Kevin Kühnert eine Kontroverse losgetreten. CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz begrüßt die Debatte - ist aber grundlegend anderer Meinung.
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#1 - 17.05.2019, 22:25 von phantomias3782

Mitarbeiteraktien

Ich würde es begrüßen, wenn Gewinnbeteiligung von Firmen im Form von Aktien steuerlich extrem begünstigt wird, damit mehr Mitarbeiter darauf zurück greifen - Evtl. auch durch eine 50% höhere Auszahlung in Aktien statt in Geld. Dadurch besteht kein Zwang, was ja anscheinend vielen wichtig ist, aber die Anreize auf das Geld zu verzichten und stattdessen das Aktienpaket zu wählen würde m.M.n. enorm steigen!

#2 - 17.05.2019, 22:29 von labuday

was haben diese schrägen Vögel in der Politik eigentlich für

Schmerzen ?
Die Beteiligung von Arbeitnehmern am Firmenerfolg am ist schon seit Jahrhunderten möglich und wird auch seit Jahrzehnten praktiziert. Siemens, RWE, Daimler, VW - alle großen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Aktien zu Sonderpreisen an - die werden auch gekauft. Allerdings müssen die 5 Jahre gehalten werden und können vorher nicht verkauft werde - wegen des Sonderpreises.
Man könnte dieses Instrument weiter ausbauen, in dem man den Mitarbeitern ein Teil ihres Lohnes/Gehaltes in Aktien auszahlt - damit hätte man 2 Fliegen mit eine Klappe erschlagen - Beteiligung am Unternehmen und - bei entsprechender Entwicklung des Unternehmenswertes, eine zusätzlich Dividende und eine Wetsteigerung.
Die Mitarbeiter würden schon im eigenen Interesse endlich die Anwesenheitszeit auch mit Arbiet füllen.
Einen kleinen Haken gibts aber: Wenn die Konjunktur abflaut, der Umsatz zurückgeht etc. muß man auch Verluste hinnehmen (keine Dividende, verringerte Aktienwerte etc.).
Ich weiß nicht, wo das Problem sein soll - aber die Gewerkschaften ziehen da nicht.

#3 - 17.05.2019, 22:44 von Freidenker10

Firmenbeteiligungen ist wieder so ein hochtrabendes Thema. Klar, arbeite ich für einen Dax Konzern gibts die Möglichkeiten, aber die Mehrheit arbeitet doch für die Bäckerei, den Mezger, den Handwerksbetrieb, den öffentlichen Dienst usw. da gibts nichts mit Beteiligungen! Höhere Löhne sind da die einzige Möglichkeit, aber da zieren sich alle egal wie gut die Kassenlage auch sein mag. Das sind wieder Lösungsvorschläge in den Sphären eines Friedrich Merz...

#4 - 17.05.2019, 22:57 von iasi

Dann bringt mal die Deutschen dazu Aktien zu kaufen

Aber gleichzeitig müssten auch den wenigen deutschen Familien ihre geerbten Aktienvermögen entzogen werden. Ein Umverteilung wäre notwendig. VW, BMW und und und ... sie werden kontrolliert von wenigen Leuten, die das Glück gehabt hatten, Erben zu sein. Stammaktien und Vorzugsaktien - eine schöne Unterscheidung - für diese Erben.
Interessanterweise interessiert sich das Ausland eigentlich auch nicht wirklich für deutsche AGs. Der Wert der DAX-Firmen ist zusammen wahrscheinlich nicht mal so hoch wie der des amerikanischen Telefonherstellers.

#5 - 18.05.2019, 23:02 von interessierter Laie

ja das wäre gut...

aber die Kombination aus Konsumverzicht und Risiko ist für Deutsche oft viel zu abschreckend. Anders ist kaum zu erklären, warum, wenn überhaupt gespart wird, das Sparkonto immernoch so verbreitet ist. Deutsche haben einfach ein gestörtes Verhältnis zu Aktien. Entweder wollen sie keine oder sie hauen, belabert von irgendeinem Betrüger, gleich voll daneben und erzählen dann jedem davon. In anderen Ländern ist die Aktie eine völlig normale Anlage. Da macht sich keiner in die Hose, fühlt sich aber auch nicht als Abenteurer.

#6 - 18.05.2019, 23:10 von astat

Richtig!

Jawoll, Herr Merz, genau das ist es! Ein nennenswerter Teil der Aktien eines Unternehmens müsste immer der Belegschaft gehören und die Dividende anteilige an diese ausgeschüttet werden. Dann würden die Gewinne nämlich nicht nur an die Reichen gehen. Für mich einer der klügsten Gedanken, der seit langem geäußert wurde. Merz sollte wirklich eine wichtigere Rolle in der deutschen Politik spielen!!!

#7 - 18.05.2019, 23:16 von artep

Aha

Schuhgröße 52 ist also kontrovers zu Schuhgröße 42 , begrüßt aber die Debatte obwohl er eine andere Meinung vertritt. Dazu kann ich nur sagen : Beteiligung an Anteilen von Firmen steht antagonistisch zu der Enteignung der selbigen. Solche Politiker brauchen wir nicht. Geht dahin, wo ihr herkommt !

#8 - 18.05.2019, 23:35 von zudummzumzum

zum kleinsten Teil richtig ...

1. Es wäre absolut sinnvoll, wenn viel mehr Arbeitnehmer gleichzeitig auch "Investoren" oder Anteilseigner wären, aber ...
2. Nicht beim eigenen Arbeitgeber. Lohn und Gehalt sind Sache der Tarifvertragsparteien, nicht der Hauptversammlung!
2a) nur die wenigsten Arbeitgeber sind ja überhaupt in einer Rechtsform, die eine derartige Beteiligung zulässt. Wir brauchen also ein Modell, das insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen darstellbar ist. Was ist mit ALDI, LIDL, Liebherr, Sparkassen, Volksbanken, ...?
3. Wieder mal ein typischer Merz: Neo-Liberalismus, von keinerlei Fachkenntnis getrübt ...

4. Aber den Gewerkschaften sei mal als Frage ins Stammbuch geschrieben? Warum sollen deutsche Arbeitnehmer Lohnerhöhungen aus Unternehmensgewinnen erhalten, die durch Produktion und Absatz im Ausland erwirtschaftet wurden (z.B. Adidas)?

Einfach mal nachdenken und versuchen, eine Antwort aus einem Guss zu geben ...

#9 - 18.05.2019, 23:36 von Frida_Gold

Prima, mein Arbeitgeber hat etwa 40 Angestellte. Wann gehen wir an die Börse und wie bekomme ich die Vorzugsaktien?

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