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Kühnert-Debatte: Merz fordert mehr Firmenbeteiligungen für Arbeitnehmer

Maja Hitij/ Getty Images Mit seinen Aussagen zu Kollektivierungen großer Unternehmen hat Juso-Chef Kevin Kühnert eine Kontroverse losgetreten. CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz begrüßt die Debatte - ist aber grundlegend anderer Meinung.
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#10 - 18.05.2019, 23:46 von Karsten Kriwat

Wohin steuert die CDU?

Wie sieht denn der "Nachwuchs" der CDU heute aus, lieber Herr Merz? Paul Ziemiak ist ein Studienabbrecher ohne jeden Berufsabschluss und ohne jede Berufserfahrung. Er sitzt aber für 10.000 Euro Diäten im Monat im Bundestag und wurde sogar CDU-Generalsekretär. Noch Fragen zur CDU-Rentner-Truppe? In 20 Jahren ist die CDU eine 15%-Partei. Das ist meine Prognose.

#11 - 18.05.2019, 00:04 von skitime

Aktien

Sind wunderbare Möglichkeiten sich an tollen Firmen zu beteiligen und Wohlstand aufzubauen. Nicht nur deutsche Unternehmen, sondern auch international.
Und wenn die Dividende mal sprudelt, dann zahlen sogar Starbucks und Apple über die Abgeltungssteuer Steuern in Deutschland...

Ich weiß nicht, warum die Deutschen so ängstlich sind, man lässt sich hier im Lande viel entgehen.

#12 - 18.05.2019, 00:06 von _gimli_

Zitat von labuday
Schmerzen ? Die Beteiligung von Arbeitnehmern am Firmenerfolg am ist schon seit Jahrhunderten möglich und wird auch seit Jahrzehnten praktiziert. Siemens, RWE, Daimler, VW - alle großen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Aktien zu Sonderpreisen an - die werden auch gekauft. Allerdings müssen die 5 Jahre gehalten werden und können vorher nicht verkauft werde - wegen des Sonderpreises.
Sie sollten sich informieren, bevor Sie hier posten. Bei Siemens bekommen die Mitarbeiter die Möglichkeit, pro Jahr anhand diverser Kriterien (Eingruppierung etc.) eine festgelegte Anzahl Aktien ZUM MARKTPREIS AM STICHTAG zu kaufen. Wenn sie diese 3 Jahre halten, bekommen sie ca. 1/3 des Aktienvolumens als Bonusaktien dazu. Werden Aktien verkauft, gelten die entsprechenden Steuergesetze. Zusätzlich kann der Mitarbeiter regelmäßig einen Teil seines Gehalts in Aktien anlegen, bekommt dafür aber keine Bonusaktien. Zumindest in meinem Kollegenkreis (inklusive mir) führt das aber keineswegs dazu, dass über die Zeit das Aktienvolumen in Mitarbeiterhand steigt, da viele Mitarbeiter ihre jeweiligen Pakete sofort abstoßen, sobald die Bonusaktien dafür erhalten wurden. Der Grund ist einfach: Man glaubt nicht an eine langfristige, positive Zukunft des Unternehmens. Aktien sind eine coole Sache, um Mitarbeiter in vielversprechende Startups zu locken. Beispiel: Am 2.7. 2004 war die Aktie der Fa. Salesforce 0,76 Euro wert. Heute standen 136,94 Euro an der Tafel.

#13 - 18.05.2019, 00:16 von widderfru

Hört-hört, das sind völlig neue Töne

begreifen diese Herrschaften das der, durch ihre maßlose Gier, Lobbysteuerung, Dekadenz,- zu einer für SIE gefährlich werdenden gesellschaftlichen Spaltung führte. Jedem Anfang folgt ein Ende--auch dem Kapitalismus.

#14 - 18.05.2019, 00:41 von ratz1967

Herr Merz, Sorry.... Tolle Sache....

... funktioniert überall, nur nicht in Deutschland.
Die "Volksaktie" Telekom hat gezeigt, wo die Kleinsparer-Aktien irgendwann landen, wenn sie das Kapital des Kleinsparers vernichtet haben. Das wirklich dumme aber ist, das die Telekom den heutigen Eignern der Aktien mehr finanziellen Spielraum einräumt, als den eigenen Mitarbeitern und eigenen Investitionen. Und das, obwohl die jetzigen Eigner nicht einen Cent für die Telekom krumm gemacht haben, sondern nur von den saftigen Dividenden träumen, die es zu "Volgsaktien"-Zeiten leider noch nicht gab.
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass alle Wirtschafts-Magister nur daran tüfteln, wie sie an das Ersparte der Deutschen Bürger kommen. Kauft nur alle Aktien... Jetzt, wo sie wieder was wert sind, werden sie bald wieder nichts mehr wert sein. ¯\_(ツ)_/¯

#15 - 18.05.2019, 01:11 von Berliner42

" grundlegend anderer Meinung" ist er damit ja nun nicht. Aktien in Mitarbeiterhand sind nicht so weit weg von dem, was Kühnert fordet. Das Problem ist nur, daß die deutschen finanzielle Analphabeten sind und sich einfach keine Aktien kaufen - und wenn sie welche von den Unternehmen zugeteilt bekommen, schnellstmöglich verkaufen.

#16 - 18.05.2019, 01:13 von Berliner42

Zitat von labuday
Man könnte dieses Instrument weiter ausbauen, in dem man den Mitarbeitern ein Teil ihres Lohnes/Gehaltes in Aktien auszahlt...
Die Gewerkschaften waren immer strikt dagegen. Aktien obendrauf gerne, aber nicht als Gehaltsbestandteil. Gleichzeitig keilen sie gegen die Kapitaleigner. Das ist schizophren, aber so sind Menschen eben.

#17 - 18.05.2019, 01:25 von aynil

Ablenkungsmanöver

Das Thema Arbeitnehmerbeteiligung in Form von Aktienanteilen bei börsennotierten Konzernen ist ein Ablenkungsmanöver von den Inhalten Kevin Kühnerts. Kühnerts Ideen einfach als pubertär abzutun, kann man sich im Moment nicht leisten. Deshalb, so wie man es im Kampfsport kennt: die Energien des Gegners nutzen, um ihn flach zu legen! Aber Herr Merz, glauben Sie wirklich, am kapitalistisch orientierten Aktienmarkt liessen sich die Auswüchse des Kapitalismus sozialverträglich lösen? Dort erzielen doch letztendlich wieder in erster Linie Finanz-Profis (Unternehmen wie z. B. Blackrock) Gewinne. Mitarbeiteranteile bei großen börsennotierten Unternehmen – wunderbar für die (ich meine das ernst), die dort eine Stelle bekommen haben, und dort in meist gutem Betriebsklima neben ihrem nicht schlechten Gehalt einen zusätzlichen Arbeitsanreiz über Aktienanteile bekommen.
Herr Merz, weil sie nichts anderes kennen und auf Ihre Art mit diesem Modell immer gut unterwegs waren, kann ich nachvollziehen, wie sie denken. Aber Ihre Lebenserfahrungen sind nicht auf die Mehrheit der Menschen übertragbar! Nicht jeder hat das Glück (oder gar Unglück??) einer Geburt in einem entsprechenden Umfeld, in dem die lieben Kleinen schon in Seide schlafen, um dann sukzessiv auf die große Karriere konditioniert zu werden. Und viele von denen, die dann den ach so fürsorglichen Eltern und Erziehern nicht gerecht werden, landen in der Psychiatrie, um dort dann im besten Falle zu lernen, was ein glückliches Leben ausmacht. Deshalb, lieber Kevin Kühnert, liebe Greta Thunberg – bleibt am Ball!

#18 - 18.05.2019, 01:38 von hpampel

Übrigens

Die meisten Beteiligungen der Arbeitnehmer an den Firmen gibt es in den USA. Z. B. die Renten Fonds der US Arbeitnehmer, oder auch direkte Beteiligungen durch Aktienprämien. Nach sozialistischer Lesart, wo die AN ja Inhaber der Firmen sind, sind die USA ein sehr sozialistischen Land. Aber das darf man ja nicht sagen dann ist man ja gleich wieder Trump Fan. Wenn es aber ein Land gibt, was durch und durch kapitalistisch orientiert ist, dann ist es Deutschland. In keinem anderen westlichen Land ist die Vermögensungleichheit so groß wie in DE. Auch das darf man nicht sagen. Traurig.

#19 - 18.05.2019, 01:49 von checkitoutple

Wie wäre es mit einer ganz einfachen Vorgwhensweise

Vermögenssteuer auf 40% damit wir ein Staatsfond gebildet der un die Firmen investiert wird. Mir dem Fond wird dann der Erwerb von Wohneigentum gefördert. Die Rente stabulisiert. Forschung gepushed.
Eigentümer sind alle Bürger die Leitung wird von allen Anteilseignern gewählt.
Wenn Firmen durch die Erbschaftssteuer in Gefahr gerät wird kein Geld aus der Firma entnommen sondern nur der Anteil der Steuer in dad Fond Vermögen überführt. Die Erben haben die Wahl welche Vorgehensweise sie wünschen.

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