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Mays Brexit-Drohung: "Mein Deal oder kein Deal"

REUTERS Die britische Premierministerin fordert ihre Gegner in der eigenen Partei auf, ihre Pläne für den Brexit zu unterstützen. Sie warnt: Sonst gibt es keine Einigung mit der EU.
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#1 - 17.09.2018, 09:38 von ex_Kamikaze

Die Frage ist eher

welche "Pläne" die Dame hat. Vermutlich versucht sie unter allerlei Sonntagsreden die alte britische Rosinenpickerei. Also sie möchte alles was gut war an der EU (Freihandel, der Handel der Aktien der Festlandfirmen an der Londoner Börse) aber eben keine Pflichten (Beiträge, Freizügigkeit für EU-Bürger). Diese Art geht den Festlandeuropäern gründlich auf die Nerven . und die Bedingungen zu erzwingen liegt nicht mehr in der Macht des Landes das praktisch keine eigene Realwirtschaft mehr hat.

#2 - 17.09.2018, 09:41 von Der_Theo

Demokratisch

Innerhalb einer demokratisch gewaehlten Partei ist anscheined (in UK) eine Meinungsbildung ausgeschlossen. Anscheinend genauso verhaelt sich die Partei gegenueber der Bevoelkerung.
Ich glaube es ist wirklich besser wenn UK die EU ohne Abkommen verlaesst. Sehen wir wer hinterher noch irgendwelche Deals mit ihnen macht.

#3 - 17.09.2018, 09:46 von isi-dor

Immer wieder erstaunilich, was sich die Diener der Bürger so rausnehme

Das Land gehört nicht Frau May, sie ist nur die auf Zeit gewählte Dienerin des Landes. Es entscheidet das Parlament und zwar jeder Parlamentarier nach seinem Gewissen und sonst gar nichts.
Dass der Brexit ein totaler Irrweg ist, ist längst der Mehrheit der Briten klar. Sie sollten endlich nochmal wirklich frei und ohne Manipulationen abstimmen, ob sie 20 Jahre Armut und Arbeitslosigkeit wollen, oder ob sie Teil der Völker Europas sind.

#4 - 17.09.2018, 09:49 von pragmat

Ms Mays Arroganz

Ms May ist schon allzu lange mit der EU verbandelt, um nicht die Arroganz der Macht zu kopieren, die das Gebilde auszeichnet. So nimmt sie denn auch immer noch an den Gipfeltreffen teil und verläßt den Saal nur, wenn der Brexit auf die Tagesordnung kommt.

Schon zu Anfang hatte sie nicht begriffen, worum der Brexit im Kern handelt, nämlich um die Eigenständigkeit der britischen Nation. Sie wollte damals nach Brüsseler Art das Parlament ausbooten und wurde von den eigenen Gerichten eines besseren belehrt.

Jetzt fährt sie das Ganze Brüssel zuliebe vor die Wand, weil sie mürbe geklopft ist. Das wird ihr nicht gut bekommen.
Die Nagelprobe wird die Grenze auf de irischen Insel sein, welche die EU hochziehen möchte aber nicht die Briten.

#5 - 17.09.2018, 09:49 von claus7447

wo wird der Unterschied sein?

Keiner. Es ist für mich erstaunlich, mit welcher Naivität May denkt. UK wird ein super erwachen 2019 haben.

#6 - 17.09.2018, 09:55 von wiseman21

Welch eine gewagte Drohung!

"My Deal or No Deal!" Uiuiui... Da hat sie es den Hardlinern aber gegeben. Da werden sich Johnson und Co aber vor Angst in die Hose machen: "Entweder Ihr nehmt meinen Deal an (sofern er überhaupt zustande kommt - weil die EU will auch nicht so wie ich will) oder Ihr kriegt das, was ihr schon die ganze Zeit haben wolltet... einen harten Brexit." Also so langsam sind wir wirklich auf Monty Phyton Niveau angekommen. Erinnert mich fatal an den Papageien Sketch....

#7 - 17.09.2018, 09:55 von burlei

Was muss es für ein Problem sein zu erkennen ...

... dass mit einem Ausscheiden aus der EU der Zustand eines Nicht-EU-Landes erreicht wird. GB ist dann nur noch ein Staat unter den anderen 165 Staaten, die nicht der EU angehören oder besondere Verträge mit ihr haben. Anschließend, nach dem Ausscheiden, kann GB ja versuchen, Verträge abzuschließen. Aber mehr als als für Vanuatu oder Osttimor wird aber kaum drin sein. Schließlich gelten mit einem Nicht-EU-Staat abgeschlossene Verträge für alle anderen der 165 Staaten auch.

#8 - 17.09.2018, 09:58 von quark2@mailinator.com

Mays Variante läuft auf das Schlechteste aus beiden Welten hinaus. Man käme nicht wirklich frei von der EU, aber verlöre jedes Mitspracherecht, hätte aber obendrein noch eine gigantische Verwaltung am Hals. Da könnte man auch gleich z.B. Norwegens Modell nehmen und gut. Wenn man schon raus will, dann halt richtig. Wenn das nicht geht, dann halt gar nicht. Wozu soll so ein Mittelweg gut sein, bei dem nicht das Beste aus beiden Welten zusammenkommt, sondern das Schlechteste ?

#9 - 17.09.2018, 09:59 von Celegorm

Zitat von Der_Theo
Innerhalb einer demokratisch gewaehlten Partei ist anscheined (in UK) eine Meinungsbildung ausgeschlossen.
Die Partei hatte nun mehr als 2 Jahre Zeit, sich eine Meinung zu bilden, hat dabei aber nichts hervor gebracht ausser eben Mays halbgarer Wünsch-dir-was-Vorschlag. Wie lange soll man den Tories also noch geben bis diese irgendwas konstruktives zu Papier bringen? Und kann man das wirklich nur der Parteiführung ankreiden oder nicht eher jenen destruktiven Fundamentalisten, die jeden Lösungsvorschlag ablehnen aber selber überhaupt nichts Handfestes produzieren?

So oder so ist die Aussage von May eigentlich kein Diktat, sondern nur eine simple Feststellung: es ist längst zu spät für Grundsatzdiskussionen. Wenn ihr jetziger Vorschlag - so dürftig dieser sein mag - abgelehnt wird, dann steht GB wieder auf Feld null und das wenige Monate vor dem offiziellen Austrittsdatum. Das wäre nicht nur ein peinliches Desaster, sondern würde eben auch dazu führen, dass GB ohne Verhandlungsmandat dasteht. Womit es natürlich auch zu keinem Deal kommen kann.

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