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Menschenrechte: Amnesty sieht Fußball-WM als wichtiges Signal für Völkerverständigung

AFP Amnesty International hatte Russland im Vorfeld der Fußball-WM stark für die Einschränkung von Grundrechten kritisiert. Nun kann die Menschenrechtsorganisation der Weltmeisterschaft auch Positives abgewinnen.
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#1 - 14.07.2018, 10:27 von christerix

Fußball-WM schafft Armut

Schön für Amnesty. Ich sehe die WM (und da kann ich die Olympischen Spiele gleich dazu nehmen) mit dem ganzen Sponsorenverträgen, mit den Sklavereibedingungen beim Bau der Stadien usw. als Unrechtsmaschine. Man sehe sich mal die armen Länder nach den Spielen an - schlimmere Verschuldung als vorher. Hmmm ... wohin ging das viele Geld in Wirklichkeit?

#2 - 14.07.2018, 12:40 von leo.dom

Guter Spruch:

"Großartig war, dass die russische Bevölkerung durch das gemeinsame Feiern mit Fans aus aller Welt erfahren durfte, dass Russland nicht von Feinden umgeben ist, sondern es ein 'Wir' gibt, das auch über russische Grenzen hinweg reicht", sagte Franck -
aber wäre es umgekehrt nicht auch sehr großartig?

#3 - 14.07.2018, 13:08 von leo.dom

Guter Spruch:

"Großartig war, dass die russische Bevölkerung durch das gemeinsame Feiern mit Fans aus aller Welt erfahren durfte, dass Russland nicht von Feinden umgeben ist, sondern es ein 'Wir' gibt, das auch über russische Grenzen hinweg reicht", sagte Franck -
aber wäre es umgekehrt nicht auch sehr großartig? Auch die Gäste hatten wohl eher nicht den Eindruck, dass die Russen die Feinde der restlichen Welt und an allem, was so passiert, schuld sind ...

#4 - 14.07.2018, 13:08 von schumbitrus

Das ist wohl eine Halbwahrheit ..

> "Großartig war, dass die russische Bevölkerung durch das
> gemeinsame Feiern mit Fans aus aller Welt erfahren durfte,
> dass Russland nicht von Feinden umgeben ist, [..]

Das ist eine profane Halbwahrheit, die auch vorher bekannt war: Weder haben sind zivile Russen von vorn herein Feinde ziviler Letten, Polen oder Spanier - noch umgekehrt.

ABER es gebt politische und NATÜRLICH politische/geopolitische Begehrlichkeiten, auf die der Westen mit seiner Politik und seiner Wirtschaft (immer und immer wieder: "It's the [greedy] economy, stupid!", man möge mir die sinngemäße Erweiterung des Zitats gestatten ..).

Im westlichen Wachstums-Wahn des Monopol-Kapitalismus bzw. unter der Herausforderung, die globale Imperial-Position gegen China zu verteidigen, haben sich westliche Firmen und Administrationen natürlich die Assets der früheren Sowjetunion im Auge. Und deren Satelliten haben sie ja auch schon einkassiert, mit bekannten Folgen für deren Rechtsstaatlichkeit .. Wenn jetzt die Ukraine und Georgien in die NATO einverleibt werden dann mischen sich die westlichen Oligarchen schon die handfest in Interessenssphären der Russen ein.

Wie würde wohl Herr Trump reagieren, wenn Russland oder China mit Mexiko, Kuba, Bolivien, Brasilien und Puerto Rico ein ähnliches Verteidigungsbündnis schmiedet, und NAFTA-Staaten dabei ihre Mitgliedschaft beenden? Seit Trump sind solche Verträge ja ruck zuck obsolet?! Wann man mal träumen darf: Was wäre, wenn Kanada aus NATO und NAFTA aus und in das das neue Bündnis treten würde und China oder Russland im Norden und Süden Nordamerikas Militär-Übungen mit seinen Verbündeten abhielte?!

Was wäre, wenn russische oder chinesische Drohnen dann Kriegsverbrechern wir G. W. Bush, Dick Chaney oder Donald Rumsfeld nachstellen und sie zur Strecke bringen würden - so dass sie sich vor dem Menschengerichtshof in Den Haag für ihre Verbrechen verantworten müssten?!

Zurück in die Realität: Warum zur Hölle akzeptieren wir diese, UNSERE Verlogenheit, wenn wir uns freundschaftliche Interessen attestieren, aber gleichzeitig mit offenen Augen sehen, wie WIR Russland geopolitisch entmachten. Denn freie Marktwirtschaft ist das, was "wir" mit Russland machen, seit Jahrzehnten nicht: Relativ zu den Verbrechen, die die USA tagtäglich begehen, ist Russland kein Stück schlechter. Aber WIR bekommen täglich ins Ohr geschraubt, wie böse Putin und Russland sei, während die Verbrechen und die Millionen Toten der USA maximal in Fußnoten als geopolitische Kollateralschäden bedauert werden.

Und so ist es eben komplizierter: Ja, natürlich wissen russische Privatpersonen, dass deutsche Privatpersonen nicht deren Feinde sind - vice versa - aber die Geopolitik des Westens ist gegenüber Russland durchaus unfair, diskriminierend, menschenfeindlich und auch höchst aggressiv. Im Westen wird dann immer das Narrativ verbreitet, von Russland und Putin ginge die Gefahr aus. Aber wo sitzt nochmal Herr Snowden im ASYL?!

Diese 180°-Verdrehung der Realität durch unsere Politik und unsere Medien ist IMHO unverzeihlich!

#5 - 15.07.2018, 00:24 von seluona

Oh

Ist die NGO-Organisation etwa ein Teil der FiFA oder warum wird deren Meinung für ein Ereignis der Sportwelt eingeholt? Beim Flug ins All fragt man doch auch keine Schildkröten wie die das finden.