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Nach Online-Abstimmung: Juncker will Zeitumstellung in der EU kippen

Getty Images EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will die Zeitumstellung in der EU zwischen Winter- und Sommerzeit kippen. Zuvor hatten Millionen Menschen für eine Abschaffung abgestimmt.
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#1 - 31.08.2018, 09:49 von travelflo

Sonnenaufgang 3:40 im Sommer

... dafür früher dunkel - was bringt das? Oder alternativ Sonnenuntergang im Winter schon 14:40. Warum möchte man das? Früher, ohne Uhren, ist man im Winter dem Biorhythmus entsprechend später aufgestanden. Heute hilft uns die Zeitumstellung dabei den Biorhythmus zu entlasten. Warum will man das abschaffen? Welchen Vorteil soll das bringen, der diese großen Nachteile aufwiegt?

#2 - 31.08.2018, 09:50 von srinivasa.r.aiyangar

Bei Normalzeit bleiben!

Aber bitte keine dauerhafte Umstellung auf die nahöstliche Zeitzone UTC+2, denn nichts anderes ist die sog. "Sommerzeit". Aber die Südeuropäer werden das schon zu verhindern wissen, weil sie keine Lust haben, dass dann bei ihnen im Winter die Sonne erst um 9:30 Uhr aufgeht.

#3 - 31.08.2018, 09:51 von danielc.

Utc

Der Vereinfachung halber wäre ich dafür UTC als Standard einzuführen. Dann wären Einstellungen von digitalen Geräten um eine kleine Stufe erleichtert. Die Biergärten hätten dann keinen Ärger mehr wegen Lärm nach zehn Uhr abends. Das Büro könnte man bei Bedarf bereits um 6 öffnen.

#4 - 31.08.2018, 09:51 von oldsiamsir

Mit den genannten Optionen ("spart Stromkosten" vs. "ist überflüssig") findet schon eine heftige Manipulation statt. Die Energieargumente sind doch lange widerlegt. Aber mir hilft es gar nicht, dass morgens vor halb fünf die Sonne aufgeht, dafür um halb neun unter. Lieber habe ich es abends länger hell. Auch handelt es sich bei der Befragung durch die EU um eine vollkommen unverbindliche Meinungserhebung. Wenn die EU zu wichtigeren Themen mal fragen stellen würde, wäre Herr Juncker dann auch vorne mit dabei, die "Mehrheitsmeinung" sofort umzusetzen?

#5 - 31.08.2018, 09:51 von pe_portandus

Sorry, aber ein Verfahren, das nicht repräsentativ ist, zur Grundlage einer solchen Entscheidung zu machen? Habe ich was verpasst? Ist dies nicht eher der Versuch, Volksnähe zu demonstrieren? Diese Entscheidung erlebe ich als Brüsseler Zentralismus (den ich sonst nicht geißele)!

#6 - 31.08.2018, 09:52 von c.PAF

Soso, Millionen Menschen...

Also, die EU hat rd. 512.000.000 Einwohner, davon haben sich 4.600.000 für eine Abschaffung ausgesprochen.

Oder mit einfacheren Zahlen: ein Dorf hat 512 Einwohner, davon haben sich 4,6 Einwohner für die Anschaffung eines Brunnens ausgesprochen.
Welcher Bürgermeister würde sich hier auf eine überwältigende Mehrheit berufen und hyperaktiv auf einen neuen Brunnen hinarbeiten?

Sollen wir veralbert werden? Natürlich kann man über die Zeitumstellung sprechen, aber doch nicht dafür die Zahlen so hindrehen, daß ein vollkommen falsches Meinungsbild entsteht!

#7 - 31.08.2018, 09:52 von inmado

Pro Sommerzeit

Auch ich habe gegen die Zeitumstellung bestimmt. Weil ich dauerhaft Sommerzeit befürworte. Lautet die Alternative aber Abschaffung der Zeitumstellung bei dauerhafter Winterzeit oder Beibehaltung der Zeitumstellung, dann bin ich für die Beibehaltung der Zeitumstellung!

(Ja, mir ist bewusst, dass die Winterzeit die eigentlich "richtige" Zeit ist)

#8 - 31.08.2018, 09:53 von e.pudles

Das Argument

die Sommerzeit spare signifikant Strom ist schon längst vom Tisch und hat sich als falsch erwiesen. Und eine Umstellung auf dauernde Sommerzeit bringt vermutlich keine ökonomischen Vorteile, aber zumindest wie jetzt den Leuten, welche arbeiten im Sommer längere Freizeit. Und Freizeit ist für eine grössere Zufriedenheit ein gratis Mittel. Doch wird es auch, egal bei welcher Art von Umstellung immer wieder die ewigen Motzer und Reklamierer geben, die auch damit nicht einverstanden sein werden.

#9 - 31.08.2018, 09:55 von geradsteller

Diskussion? Braucht es die?

Man muss kaum diskutieren, etwas Überflüssiges abzuschaffen, genauso wenig, wie einem deutlichen Votum nachzukommen. Einfach gerade Sache. Schön, dass ein Luxemburger es erkennt, nach ein paar Jahrzehnten.

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