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"No-Deal-Szenario": EU-Ratspräsident will Brexit-Sondergipfel im November

TATYANA ZENKOVICH/ POOL/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock Mahnende Worte von Donald Tusk: In den Verhandlungen über den Brexit müssten nun alle "verantwortungsbewusst" handeln, sonst drohe eine Katastrophe. Der EU-Ratspräsident plädiert für einen Sondergipfel.
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#1 - 18.09.2018, 13:58 von fatherted98

Katastrophe....

...mit Ansage....ist keine Katastrophe. Die Briten wissen was passiert....die EU hat es ihnen oft genug vorgerechnet....wer stur bleibt muss zahlen....die Rechnung wird für UK sehr hoch werden....leider müssen diese die Bürger ausbaden....aber die haben ja auch abgestimmt.

#2 - 18.09.2018, 14:17 von kr-invest

Irre

Irre, die Briten. Was geben die alles auf, Bankenzentrum, Binnenmarkt, europäische Behörden und Firmenzentralen und für was? Mehr Pfund, lachhaft. Tut einem echt leid, aber im Endeffekt bekommen sie dafür vermutlich die härtest mögliche Anpassungspolitik inkl. einem bisschen Inflation, bis auch hier das Leistungsbilanzdefizit wieder ausgeglichen ist. Bisher halbwegs kaschiert duch die EU-Zugehörigkeit, wird der wegbrechende EU-Binnenmarktzugang den letzten Stein ins Rollen setzen, um mal die britischen Bilanzen wirklich anzuschauen. Die sind nämlich gar nicht so gut.

#3 - 18.09.2018, 14:20 von Idinger

Wieso

müssen "alle" verantwortungsbewußt handeln? Der EU-Unterhändler verhandelt doch entsprechend seinem erteilten Auftrag, den die Regierungschefs doch wohl "verantwortungsbewußt" erteilt haben; bei den Briten sehe ich nur die Absicht, bisherige Vorteile aus der EU-Mitgliedschaft zu erhalten und (angeblich) störende Verpflichtungen los zu werden. Deswegen kommt mir der von Tusk geplante Sondergipfel vor wie ein erster Schritt der Nachgiebigkeit gegenüber Theresa May; einen solchen Weg zur "Rosinenpickerei" sollten wir im Interesse der EU nicht öffnen..

#4 - 18.09.2018, 14:23 von spon_2999637

Im November...

... ist längst alles gelaufen. "Deals", die dort noch im Gespräch sein sollten können zeitlich nicht aufbereitet, diskutiert und beschlossen werden, von einer Umsetzung irgendwelcher Maßnahmen bis März ganz zu schweigen.

Warum, warum nur will man jetzt nach zwei Jahren Schieberei weiter schieben und auf das Prinzip Hoffnung setzen, die wohl ja noch nicht gestorben sei. Doch. Tot und begraben. Erst nach dem Ende der Mitgliedschaft wird wohl der Druck hoch genug sein, unabhängig jeder Separations-Ideologie Abkommen wie mit der Schweiz oder Norwegen aushandeln zu wollen.

Die EU sollte daraus lernen und den Prozess zum Austritt abändern: Austritt heißt Austritt, so etwas wie "Austrittsverhandlungen" darf es nicht mehr geben, stattdessen eben Verhandlungen über Handels-, Reise-, Rechtsabkommen NACH vollzogenem Austritt. Jedem Land muss klar sein - wenn es austritt, ist es erstmal draußen und hat dann eben den Rechtsstatus von Togo oder Brunei der EU gegenüber. Und anschließend kann man anklopfen und fragen, ob man nicht Abkommen vereinbaren mag.

#5 - 18.09.2018, 14:29 von cup01

Wer will denn austreten!?

Das sind doch die Britten. Was gibt es da für Bedingungen zu stellen!? Sie hatten einmal einen Vertrag unterschrieben aus dem sie nun raus wollen. Sowas geht auch im Privaten nie zugunsten des Vertragsbrüchigen. Also Ex und hopp über die Klippe, oder bekommen die Britten jetzt Fracksausen? Es ist ihre manipulierte Abstimmung, nicht die der EU. Also keine Zugeständnisse an May, sonst macht das noch Schule.

#6 - 18.09.2018, 14:39 von forky

Scheingefechte

Spätestens seit May's Besuch vor Chequers bei Merkel habe ich das Gefühl, dass das alles nur ein Scheingefecht ist. Aufgeführt für die britischen Wähler. Allen ernstzunehmenden Menschen dürfte inzwischen klar sein, dass eine Entflechtung in dieser arbeitsteiligen Welt nicht mehr möglich ist - jedenfalls nicht ohne Ruin. Es wird den Briten ein Schauspiel bis zum Ende der Verhandlungen geboten, bei dem die Tories den Brexit abblasen werden, aber behaupten können, dass sie hart gekämpft haben.

#7 - 18.09.2018, 14:54 von margo.

Wie soll das gehen...?

Ich frage mich, ob schon die EU oder die Insulaner irgend etwas vorbereitet haben?
Grenzkontrollen? Wird das jetzt schriftlich gemacht? Haben wir eine Software?
Was macht der Datenschutz dabei;-)...
Vielleich ist das ein Poker mit einem riesen Bluff?

#8 - 18.09.2018, 15:02 von Nur ein Blog

Zitat von cup01
Das sind doch die Britten. Was gibt es da für Bedingungen zu stellen!? Sie hatten einmal einen Vertrag unterschrieben aus dem sie nun raus wollen. Sowas geht auch im Privaten nie zugunsten des Vertragsbrüchigen. Also Ex und hopp über die Klippe,.........
Eine Kündigung ist ein vertraglich vereinbartes Gestaltungsrecht und kein "Vertragsbruch".

#9 - 18.09.2018, 16:03 von hamburghammer

Das Empire und Rule Britannia-Gen frisst Hirn

Jahrzehntelanges EU-Bashing durch die Murdoch-Medien in UK tut ein übriges, in der Vergangenheit hat GB dem Rest der Welt diktiert, wo die Reise hingeht, in 2018 sieht die Welt anders aus. GB glaubt weiter, wie früher, alles nach eigenem Gusto besrimmen zu können, selbst die Regeln bei Austritt aus der EU.
Es gibt diverse Möglichkeiten, mit der EU zu handeln, auch ohne selber Mitglied zu sein, aber nein, auch hier will splendid isolation UK einen Sonderweg.
Die Brexiteers wie auch die verantwortlichen Verhandler der Briten stecken die Finger in beide Ohren, schreien im Wechsel lalala und Project Fear und scheinen die roten Linien der EU weder wahrzunehmen noch zu verstehen, von respektieren ganz zu schweigen.
Was soll es da bitte zu verhandeln geben ? Komplett irrationales, realitätsentrücktes Gebaren, das von der EU zurecht nicht unterstützt wird.
Der Brexit ist ein Fall von Nepper, Schlepper, Bauernfänger, nur dass hier ein ganzes Volk von Ganoven in Nadelstreifen über den Tisch gezogen wurde.
Britain has been conned. In jedem anderen Fall wird da Anzeige erstattet.
Stattdessen gilt dieses sogenannte Referendum plötzlich als Vorzeigemodell gelebter und wahrhaftiger Demokratie.
Komplett bonkers wie der Brite sagen würde. Der Brexit wird noch viele Jahre Zeitungsspalten und Geschichtsbücher füllen - als Fallstudie für menschliche Lemminge.

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