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Rückkehr der Verbotspartei: Grüne wollen Amazon verbieten, Retouren zu vernichten

Peter Endig/ DPA Böller-Bann, Kaffeebecher-Pfand und Schottergarten-Verbot: Die Grünen wollen mit immer mehr Maßnahmen zu mehr Umweltschutz erziehen. Nun knöpft sich die Ökopartei Onlinehändler vor - verbunden mit einer sozialen Idee.
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#780 - 10.06.2019, 17:46 von Koboldmaki

Zitat von zensurgegner2017
Die Grünen haben es nicht erkannt, die Grünen haben aber erkannt dass es Lemminge gibt, die jeden Mist glauben Mitdenken hilft: Ein Porzellancafebecher, gespült in der Kraftstromspülmaschine in der Gastronomie hat einen ökologisch schlechteren Gesamtfußabdruck wie Pappbecher Traurig, ist aber so Unter 14% des gelben Sackes wird recycelt, da 1% mehr Recycling übersteigt den Effekt des Cafe To Go Verbotes bei weitem Und grundsätzlich, wenn man schon so "grün" ist, und so "gut" sein will Wer ist wohl die größere "Umweltsau" 1: der 500m² Single mit einem 2000m² Garten, der 500m² Terassen Carports und Co hat und der den 20 Liter Cheyenne E Mobil fährt oder 2: Die 4 köpfige Familie, die die 120m² Doppelhaushälfte bewohnt und die 80m² Vorgarten als Steingarten gestaltet, und der den Euro 4 Diesel von XY fährt? Grün=Populismus fürs Volk, anders ist dieses hirnlose, substanzlose geplapper nicht mehr zu erklären Ach ja, was machen Sie denn, wenn die Grünen Ihnen vorschreiben wollen, bei retourenwaren mehr Geld reinzustecken als Neuware kostet? Freiwillig pleite gehen? Oder dann doch lieber die Retouren gleich ins Ausland gehen lassen? Menge in D an Plastik To Go Bechern: 40.000 Tonnen (DUH) Menge in D an Plastikverschlüssen von Flaschen : 203.000 Tonnen Menge in Deutschland an Exportmüll je nach Quelle: 7 Millionen Tonnen Aber schon klar, bei den Plasikbechern überlegt man sich ein Pfandsystem. Wahrscheinlich verballert man mehr Energie für den Betrieb des Mehrwegsystems als die sinnige Entsorgung kostet. Hauptsache gegängelt
Hallo zensurgegner2017,
die einzigen Lemminge, die ich die letzten Jahrzehnte wahrgenommen habe, waren die konsumgläubigen Lifestylejünger, die jedem noch so dümmlichen Trend hinterhergelaufen sind, ohne auf die späteren Folgen zu achten. Jetzt sind die Müllberge und Klimaeffekte (um nur einmal zwei Probleme von vielen zu nennen) so groß, dass sie nicht mehr kleingeredet werden können. Da helfen dann auch keine verwirrenden Vergleiche, um vom Kernproblem abzulenken.

#781 - 10.06.2019, 17:50 von spon_12

Zitat von kohlon
Rücksendungen haben verschiedene Ursachen. Bei mir steht gerade eine Rücksendung an (Ebay), weil mir ein falsches technisches und damit nicht verwendbares Teil aus Italien zugesandt wurde. Der VK hat das bereits bestätigt und sich entschuldigt. Und dafür soll ich nun die Rücksendekosten zahlen? Pauschale Forderungen wie von Ihnen sind schlicht und ergreifend populistisch, damit alles andere als hilfreich und zielführend.
Kein Mensch spricht von der einmaligen Rücksendung eines Fehlkaufes. Hier geht es darum, dass es Menschen gibt, die im "großen Stile" Dinge bestellen, von denen sie schon bei der Bestellung wissen, dass sie einen Teil zurückschicken werden.
ENDLICH, so hofft man, bekommt dieses Vorgehen Mal die Öffentlichkeit, die es schon viel länger verdient hätte.

#782 - 10.06.2019, 17:52 von descartes

Zitat von Minster
Joar gut, dass sind halt die Grünen. Die können nur Schwachsinn verbieten und es mit "Umweltschutz" begründen. Am Ende liegt die Wirtschaft brach. Siehe SPD/Grüne Herrenjahre. Die Partei kann man vergessen und es ist traurig, dass soviele Menschen denken, das man sie wählen müsse.
Interessante Ansicht.
Meiner Meinung nach ist es eher traurig, dass solche Ansätze überhapt notwendig sind und durchschnittlich sozialisierte Menschen nicht von alleine ihr Verhalten hinterfragen.

#783 - 10.06.2019, 17:52 von Afro-Mzungu

Falls ich es richtig erfasse, beträgt die Vernichtungsquote bei Rückläufern im Onlinehandel tatsächlich also nur ca. 4%. Für mich plausibel, dass das die Menge der Artikel bezeichnet, die tatsächlich nicht verkehrsfähig sind, ob nun wegen Produktionsfehlern oder sonstiger Gründe.
Wenn nun diese doch marginale Sau durchs Dorf getrieben wird, bringt mich das zur Annahme, dass seitens der Grünen nur wieder die berufsempörte Agenda "regulieren & verbieten unter dem Deckmantel der Ökö-Politik" betrieben wird.
Wo ist, falls vorhanden, mein Denkfehler?

#784 - 10.06.2019, 17:53 von grossinquisitor

Die Wirtschaftsexperten

Nein, der erste Impetus ist richtig, diese Wegwerfmentalität muss gestoppt werden. Der grüne Denkansatz ist nur leider ohne Verstand, wie Wirtschaft heute funktioniert. Vielleicht leider funktioniert. Aber selbst europarechtlich wird man so schon scheitern. Aus globaler Sicht werden die Philosophen ganz schnell zum Scheitern gelangen. Aber der Deutsche, zumal der ethisch perfekte, verbietet halt gerne mal. Anreize zu schaffen, das würde ja Nachdenken und handeln gegen die primitiven Strafbedürfnisse erfordern. Und gute Ziele und Zwecke rechtfertigen halt weder Unfreiheit noch Dummheit. Das Eigentumsrecht gilt der Grünen Seele wenig. Aber wie wäre es mit Steuern? Oder dann gar Steuervorteile bei nachhaltigem Verhalten.

#785 - 10.06.2019, 17:58 von tucson58

Zum schmunzeln

Es ist einfach zum schmunzeln wie sich hier wieder viele User auf die Seite der GRÜNEN schlagen und das alles begrüßen und dann anderen Usern die das ganze kritisch sehen mit Unverständnis kommen .

Die Frage ist doch die , warum gibt es den Kaffee to Go , Amazon , Fastfoodketten usw.. sowie das ganze Plastikzeug ?

Doch bestimmt nicht weil es ein paar einfach brauchen ! Das ganze gibt es doch mit steigender Tendenz doch nur, weil das unsere Gesellschaft im großen Stiel konsumiert , auch die ganzen Moralapostel , die sich immer gerne als Saubermänner präsentieren .

Möchte nicht wissen wie viele die diese Vorschläge der Grünen begrüßen , selber bei Amazon bestellen und Sachen wieder zurückschicken. Oder selber um die Ecke gehen und Kaffee im Pappbecher mit Verschlussdeckel kaufen , sowie Fastfood konsumieren was ja nicht weniger Müll produziert, oder sich auch noch das Fastfood an die Wohnung liefern lassen .....

Das machen doch ALLE da es eben billiger ist .....wie z.B in einem regionalen Kaufhaus einzukaufen ...... oder Kaffee und Essen in der Gastronomie zu verköstigen.

Das alles gäbe es doch nicht wenn keine enorme Nachfrage da wäre , seid doch mal bitte ehrlich zu Euch selber

#786 - 10.06.2019, 17:58 von luny

Die "richtig Alten"

Zitat von Das Pferd
ja, erlebe ich auch bei jungen Menschen, ganz großartig in den letzten Wochen. Für das Ergebnis verzichte ich auf Stilkritik ;-). Aber auch bei der Eltengeneration. Bei den richtig Alten sehe ich bösartiges nicht ändern wollen, natürlich nicht bei allen.
Hallo Das Pferd,

immer wieder erfrischend, wie die Generation, die den Lebensstil der "Jungen" wesentlich finanziert, mal kurz als "Alte" abgetan werden, die bösartig nichts ändern wollen.

Immerhin nett, daß Sie bei Ihrer Einschätzung ein paar Ausnahmen zulassen. Nein, die meisten Alten sind zwar bösartig und wollen nichts ändern, aber es gibt immerhin Ausnahmen.

Die Falle ALT gegen JUNG ist bei Ihnen voll zugeschnappt.

Nun müssen Sie nur noch die Grünen wählen und ALLES wird gut.

Die sogenannten Babyboomer, zu denen ich auch gehöre, haben für einen Wohlstand hierzulande gesorgt, den die nachfolgende Generation unbedingt vernichten will, indem sie völlig utopische Ziele verfolgt.

Ohne deren Elterngeneration wäre sie dazu überhaupt nicht in der Lage. Sie hat ihnen einen Vorsprung ermöglicht, den es vorher gar nicht gab.

Und nun kümmern sich die Grünen um 4% Retouren bei Amazon, die vernichtet werden.

Polemik kann ich auch.

LUNY

#787 - 10.06.2019, 17:59 von Feidl

Wegen 4% ein bürokratisches Verbot erlassen?

"Viele von ihnen werden nach der Rücksendung komplett vernichtet",
Falsch, nur 4% sind es. Klar, sollte gern noch weniger sein. Aber für das rausholen der Verbotskeule ist es nicht verhältnismäßig.

#788 - 10.06.2019, 18:00 von herb70

Nur um das klar zu stellen

Zitat von luny
Hallo Herb70, Ihrem Beitrag kann ich inhaltlich nicht einmal widersprechen. Es ist ja so bequem, sich an den Computer zu setzen und alles zu bestellen, was man braucht, oder auch nicht.
ich nehme mich aus der Kritik selbst auch gar nicht raus. Gier ist mir zwar fremd, aber ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, daß ich noch nie einen Coffee to go hatte oder noch nie bei Amazon bestellt. Ich fahre noch immer meinen Diesel-SUV, wenn auch aus beruflichen Gründen und könnte nicht ohne ehrliche Magenschmerzen unterschreiben, daß jede Fahrt damit auch zwingend notwendig gewesen wäre.
Aber ich bin inzwischen bereit, mein Tun zu hinterfragen und auch Konsequenzen zu ziehen. Coffee-to-go-Becher wurde von mir durch die hier schon ordentlich durch den Kakao gezogene Porzelantasse ersetzt, Bestellungen online wurden auf ein absolutes Minimum reduziert (nur das, was ich in meiner Umgebung eben nicht im Einzelhandel bekomme). Silvesterböller kommen mir seit 15 Jahren schon nicht mehr ins Haus, auch aus tierschutztechnischen Gründen.
Das sind nicht mehr als Korrekturen, da bleibt noch viel zu tun, ohne Zweifel - Müllvermeidung ist in Zeiten, in denen jeder Scheiß fünfmal mit Plastik eingepackt wird, z.B. ein Dauerthema.
Und doch gibt es nach wie vor viele Menschen, die sich nicht mal die Mühe machen wollen, ihren ökologischen Fußabdruck zu hinterfragen und das in Zeiten, in denen inzwischen wirklich jedem halbwegs vernünftigen Menschen klar geworden sein sollte, daß es so nicht weitergehen kann.
Dieser offensichtlichen Ignoranz kann man dann leider Gottes nur mit Verboten entgegenwirken - und ich bin in der Tat jemand, der mit Verboten ansonsten nur leidlich umgehen kann.
Um es kurz zu machen:
Ohne die Ignoranz der Massen würde es keine Verbote brauchen. Daß ausgerechnet die größten Ignoranten sich immer wieder in diese Verbotskeule verbeißen, macht die Sache im Grunde nur noch lächerlicher, denn sie selbst sind die eigentliche Ursache.

#789 - 10.06.2019, 18:07 von luny

Polemische Antwort meinerseits

Zitat von alt-nassauer
Ende der 50er bis Anfang der 80er, ja auch nach der Wende wäre ohne den Deutschen Versand-Handel (Quelle, Neckermann heute noch OTTO) in der BRD gar nichts in den Haushalten gelandet. Die Generation die da nun "mitredet" hat selbst noch auf Artikel oder Gegenstände aus dem Versandhandel gelebt.. Wollen die jetzt nur weil ein US-Konzern und eben Erfolgreicher, weil Deutsche Unternehmen Internet nicht verstanden haben, zum Gegenschlag ausholen.
Hallo Alt-nassauer,

unsere Waschmaschine und unser Trockner waren/sind von der interessanten Marke "Privileg". Das war eine Fertigung in der ehemaligen DDR für westdeutsche Versandhäuser.

Unsere Waschmaschine wäschelte 32 Jahre, bevor wir sie aus ökologischen Gründen entsorgten. Sie war nicht kaputt, sie verbrauchte nur zu viel Strom und Wasser.

Vom Trockern, der seit 20 Jahren läuft, wollen wir uns noch nicht trennen.

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