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Spanien: Diktator Franco soll umziehen - 43 Jahre nach seinem Tod

MARISCAL/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock Spaniens neuer Premier Sánchez will Francos sterbliche Überreste exhumieren lassen. Doch der Widerstand ist groß: in der Familie des Diktators, unter seinen Fans - und bei einem kirchlichen Würdenträger.
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#1 - 26.08.2018, 08:54 von Tevje

Das Valle de los Caídos

ist eine Gedenkstätte für alle Opfer des Bürgerkrieges, auch für die Soldaten beider Seiten. Es wurde nicht als Grabmal für Franco gebaut. Es ist gut, dass die Überreste des Diktators und Massenmörders von dort entfernt werden; seine Grabstätte an diesem Ort entehrt die Opfer des Bürgerkriegs - trotzdem kann man bei den Tatsachen bleiben!

#2 - 26.08.2018, 08:54 von nwo_ext

Der richtige Schritt...

...um das Land zu einen. für so etwas ist es nie zu spät. und wenn sie schon dabei sind können sie die Gebeine eines weiteren noch brutaleren Diktator exhumieren und an ein EU Land übergeben welches bis heute faschistische Parolen, Schriften und Hakenkreuze öffentlich vor ehemaligen Konzentrationslagern aufstellt. Kroatien. wäre sehr interessant zu sehen was diese sogenannten Ewiggestrigen daraus machen würden.

#3 - 26.08.2018, 08:57 von Ontologix II

Ein Ehrengrab für einen faschistischen Massenmörder ...

... und von der katholischen Kirche protegiert? So etwas passt nicht in das heutige Europa. Viel Erfolg, Señor Sanchez.

#4 - 26.08.2018, 09:15 von donpedro50

Gut, das dieses Thema aufgegriffen wird und ME zum würdigen Abschluss findet. Mit der Umbettung des "Generalísimo" wird aus dem Mahnmal des Grauens vielleicht ein Denkmal für Freiheit und Gerechtigkeit.

#5 - 26.08.2018, 09:17 von kajosch55

Franco war nichts anderes als eine Blaupause

für Hitler. Ein elender und perverser Mörder, der sich gnadenlos bereichert hat. Der Kadaver dieser Figur sollte besser heute als morgen in einer Jauchegrube entsorgt werden. Was auch mit Drecksäcken wie Stalin und Mao gemacht werden sollte.

#6 - 26.08.2018, 09:20 von anders_denker

Schämt euch!

Steht zu eurer Geschichte wie es auch Russland tut. Lenin liegt noch immer am Roten Platz. Damit zeiugt das man eben auch die schlechten Zeiten nicht versteckt. Natürlich legen auch manchmal ältere Personen noch rote Nelken für Lenin ab. Aber letztendlich ist es ein selbstbewusster Umgang mit der eigenen Geschichte, kein verleugnen, verdecken und verstecken.

#7 - 26.08.2018, 09:22 von juba39

Könnte sogar bleiben!

Nicht das Mausoleum, aber das Mahnmal. Nämlich, völlig neu gestaltet als Denkmal für die Verteidiger der Demokratie gegen eine Diktatur. Auch dafür steht der name Guadarrama. Bei Lichte betrachtet, nahm doch die Schlacht von Guadarrama die Antihitlerkoalition nach 1941 vorweg. Auch hier kämpften Menschen Seite an Seite gegen spanische und deutsche Faschisten. Der Mehrheit in Deutschland nämlich fast unbekannt, auch damals (1936) in Gestalt der "Legion Condor" Deutschland an der Seite Francos.
Pikanterie der Geschichte. Während nach 1990 fast alle Erinnerungen an die "Diktatur" in der DDR ausgelöscht wurden, existiert in Berlin mit der "Spanischen Allee" - ehemals Wannseestraße - eine Ehrung der "siegreichen Rückkehr der Legion" 1939! (einfach nur googeln!)

#8 - 26.08.2018, 09:46 von mwroer

Zitat von Ontologix II
... und von der katholischen Kirche protegiert? So etwas passt nicht in das heutige Europa. Viel Erfolg, Señor Sanchez.
Nun ja, ganz so ist es nun nicht. Franco hat das Ding für sich bauen lassen - das ist klar. Allerdings liegen dort etwas mehr als 30.000 Opfer des Bürgerkrieges begraben - von beiden Seiten. Es ist eine nationale Gedenkstätte für alle Opfer des Bürgerkrieges.

Ich bin kein Spanier - von daher kann ich nicht beurteilen ob das verlegen der Gebeine Francos nun einen positiven oder negativen Effekt haben wird, oder gar keinen.

Die Gedenkstätte wird immer mit Franco in Verbindung gebracht werden - von daher halte ich, persönlich, es für ziemlich weltfremd zu glauben dass damit irgendwas aufgearbeitet oder Wunden geheilt werden.

#9 - 26.08.2018, 09:48 von torrente007

Primo de Rivera wird im Valle de los Caidos bleiben, weil er im Bürgerkrieg hingerichtet wurde.
Lange überfällig das die Mumie des Teufels dort verschwindet.
Das witzige ist das die Familie von Franco nichts mit seinen Überresten zu tun haben wollen, das Geld was er geklaut hat geben die aber gerne aus.

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