Forum
Politik

SPD: Abschied eines Rock'n'Rollers

DPA Sigmar Gabriel muss gehen. Die SPD will den populären Außenminister nicht im neuen Kabinett haben. Der Abgang war absehbar - mit seinem starken Charakter passt Gabriel nicht zum neuen Team-Image der SPD.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 3/18   10  
#20 - 08.03.2018, 17:46 von Hans Hölderplott

Der wahre Rock'n Roller war Joschka Fischer

Bei der Einordnung der Äußerung von Tobias Dünow ("Der letzte Rock'n'Roller geht") hat Severin Weiland Recht mit seinem Satz "Das Wort Rock'n'Roller dürfte mit Bedacht gewählt sein". Er hat aber offenkundig einen wesentlichen und bedeutsamen Bezug nicht mehr auf dem Schirm. Als Joschka Fischer nach dem Ausscheiden aus dem Amt (ebenfalls das des Außenministers) ein Abschiedsinterview mit der TAZ führte (23.9.2005), sagte er: "Ich war einer der letzten Live-Rock’n’Roller der deutschen Politik. Jetzt kommt in allen Parteien die Playback-Generation."
Quelle: http://www.taz.de/!541437/

#21 - 08.03.2018, 17:46 von karl-felix

Ich

denke die SPD will und wird untergehen . Mit den wenigen Talenten so umzuspringen ist absurd. Genau jetzt wäre es wichtig gewesen die Reihen solidarisch zu schliessen und nicht zu vergessen , worin die Stärke besteht. Und dann einen solchen Leichtmatrosen als Nachfolger, nicht zu fassen .
Egal wie man zur Politik Gabriels steht, ich fand ihn als Parteivorsitzenden bärenstark als Minister na, ja . Nicht so sein Ding . .
Aber diese Entscheidung jetzt, die verstehe wer will.

Ich denke die SPD will das Ende mit Schrecken .

#22 - 08.03.2018, 17:47 von parisien

Persönliche Befindlichkeiten

"Andrea Nahles und Olaf Scholz haben einen großen Vorrat an negativen Erfahrungen mit Sigmar Gabriel über die Jahre angesammelt".
Und die ganze Partei und insbes. der Wähler haben sehr negative Erfahrungen vor allem mit Nahles gemacht .
Haben wir jetzt als Auswahlkriterien für einen Minister neben Geschlecht und regionaler Zugehörigkeit auch noch das Erfordernis des Wohlwollens von Nahles und Scholz?
Und das nennt man dann "Teamfähigkeit" , wie man gerade lesen konnte.

#23 - 08.03.2018, 17:48 von exxilist

Danke Sigmar

Als ich Sigmar Gabriel das erste Mal wahrnahm, wurde er gerade Umweltminister. Ich war damals tief beeindruckt, wie er sich in ein ihm unbekanntes Thema eingearbeitet hatte und sowohl spontan als auch in TV-Gesprächsrunden auch Fragen in der Tiefe der Thematik beantworten konnte. Dem ist er stets treu geblieben. Man konnte sich darauf verlassen, das das was Sigmar Gabriel zu einem Thema von sich gab, fundiert war.
Das hat Seltenheitswert unter den Politikern, die normalerweise bei der ersten Nachfrage rumdrucksen.
Die SPD demontiert sich leider weiter. Nach Müntefering nun auch Gabriel. Nun ist sie endlich da angelangt, wo sie schon immer hin wollte, die Frau Nahles. Es tut mir leid, aber ich sehe in Frau Nahles weder eine Parteichefin, noch eine Kanzlerkandidatin. Noch weniger traue ich ihr zu die SPD wieder "erfolgreicher" zu machen. Aber ich lasse mich gerne überraschen.

#24 - 08.03.2018, 17:50 von gruenerfg

Ich kenne diese Eigenschaft

als Egoismus, nicht als starken Charakter. Höchste Zeit, daß er geht.

#25 - 08.03.2018, 17:50 von gartenkram

Schade

Ich fand ihn immer eher gewöhnungsbedürftig, aber als aussenminister war er gut.tja, die spd entsorgt offenbar jeden, der dem mainstream der partei nicht entspricht. Als wären die letzten wochen nicht schon peinlich genug gewesen ... ich kann nur hoffen, die wähler ziehen mal endlich die konsequenz und lassen die spd mal an die wand fahren. Vielleicht wachen die genossen dann mal auf. Peinlich, peinlicher, spd

#26 - 08.03.2018, 17:51 von Hitchslap

Mit seinem starken Charakter...

... passt er einfach nicht in eine Zeit in der jede Meinungsäußerung vorher mit einer vorsorglichen eventuellen Teildistanzierung ausgesprochen wird um ja niemanden zu verprellen.
Die spd hat aufgehört für etwas bestimmtes zu stehen und hat versucht für alles und alle gleichzeitig zu stehen und steht jetzt für nichts mehr- und bis sie das einsehen und ändern wird es weiter bergab gehen

#27 - 08.03.2018, 17:51 von helro56

die SPD schafft sich selbst ab....

wenn Sie meint, auf altgediente und vor allem auf vertrauensvolle Minister verzichten zu können!! die Küngelei
und Postenschacherei innerhalb der Parteien in D.ist unerträglich geworden und beschädigen das Vertrauen der
Wähler insbesondere die Neigung, überhaupt zu einer Wahl zu gehen !!

#28 - 08.03.2018, 17:51 von KaWeGoe

Der Obergenosse, der als Wirtschaftsminister die Bürger-Energie- ...

Genossenschaften massiv bekämpft hat, um Atom- und Kohle-Strom-Konzerne vor unliebsamer Konkurrenz zu schützen, findet ein würdiges Ende !

Ich weine ihm keine Träne nach !

Außerdem bin ich mir rel. sicher, dass er bei einem der o.g. Konzerne unterschlüpfen wird.

#29 - 08.03.2018, 17:53 von eule_neu

Gabriel und die Partei

Wenn Gabriel einen starken Charakter hat, dann sind Nahles und Scholz Schwachmatiker. Einen Außenminister deshalb abzuwählen, geht auf keine Kuhhaut mehr, schließlich steht die Mehrheit der Wähler hinter Gabriel als Außenminister, aber das interessiert die Führungsstrategen wohl nicht. Man ist ja losgelöst vom Wähler. Aber die Rechnung mit der der SPD-Führung wird noch aufgemacht. Solange jedenfalls eine Nahles oder ein Scholz in der Führung machen können, was wollen, werde ich die SPD nicht wählen, weder auf kommunaler Ebene noch auf Bundesebene!
Die SPD wird noch mehr Stimmen verlieren, hoffentlich, bis wieder eine Volkspartei aus der SPD wird, ohne Nahles und Schulz und einigen anderen Figuren ...

    Seite 3/18   10