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Syrienkrieg: Trump will US-Truppen aus Syrien abziehen

AP/ Syrian Civil Defense White Helmets Es sollen sich nun "andere Leute" kümmern: Der US-Präsident überrascht mit einer Aussage, sich aus dem Konflikt in Syrien zurückzuziehen. Es ist offenbar wieder ein Alleingang. Sein Außenminister wusste nichts von Trumps Plänen.
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#1 - 30.03.2018, 21:55 von Außenpolitiker

Sehr gut Mr. Trump

Man muss auch fähig sein, jemanden zu loben den man persönlich nicht mag. Sehr gute Entscheidung, die eine Hillary Clinton mit Sicherheit nicht getroffen hätte. Die USA müssen sich aus der Region zurückziehen, nur ohne fremde Besatzer kann Frieden entstehen!

#2 - 30.03.2018, 22:04 von butzibart13

Karten werden dann neu gemischt

Es ist zwar einerseits gut, wenn die USA sich aus dem Wirrwarr in Syrien zurückziehen, dann ist eine Hauptmacht weniger da. Aber den Rest vom IS dürfte es freuen, da sich die Türken und Syrer weniger um diese Miliz kümmern. Die Türken, aber auch die Russen können die direkte Konfrontation mit den USA vermeiden. Leidtragende bleiben dabei die Kurden, die sich gezwungenermaßen mit Assad verbünden müssen. Auch der Einfluss des Iran dürfte schwer abzuschätzen sein.

#3 - 30.03.2018, 22:07 von joG

Vermutlich ist es mit...

...den Saudis und Israel abgesprichen worden. Aber sonst? Es ist doch richtig abzubrechen, wenn man nicht bereit ist zu tun, was notwendig ist um Ziele zu erreichen. Europa war nicht bereit sich substativ einzubringen und eine tragende Rolle zu übernehmen, obwohl die Amerikaner gern geholfen hätten. So blieb es an ihnen wieder hängen. Anders als Obama will Trump nun sich nicht weiter vorführen lassen.

#4 - 30.03.2018, 22:07 von soerenschein

Ein Traum

Ein Amerika, welches im Nahen Osten nichts als Chaos und verbrannte Erde hinterlassen hat, zieht sich endlich zurück.
Man hätte sich von vornherein nicht dort einmischen sollen, aber der Blick auf potentielles Öl hat den Blick der Verantwortlichen für Sinn und Unsinn von US-Interventionen vernebelt. Langfristig kann nur ein Abzug aus der Region diese wieder stabilisieren. Amerika sollte sich in Zukunft aus den Belangen der Welt heraushalten.

#5 - 30.03.2018, 22:08 von derhey

Entweder oder

so her gesehen hat er ja nicht Unrecht.
Andere Leute - man muß wohl hinterfragen, wie es sein kann, daß der Herr aus Ankara in Nordsyrien einmarschiert, ohne daß Rußland robust protestiert, auch die USA halten sich zurück, jetzt erst recht.
Great deal - ohne Verschwörungstheorien anzudenken, so zufällig läuft da wohl nichts ab. An der Südflanke hat Rußland einen neuen Partner,
Estland, Lettland und Litauen müssen aufpassen.

#6 - 30.03.2018, 22:13 von sucher533

Wahl getroffen

Da hat DT wohl seine Wahl für den NATO-Bündnispartner getroffen und das Ausstiegsszenario verkündet.
Die Kurden werden sich wieder auf sich selbst verlassen müssen, wie so oft in ihrer Geschichte.

#7 - 30.03.2018, 22:14 von lemmy01

Na ja

Die US-Politik im Nahen Osten war in den letzten Jahren sicherlich ein Desaster. Und jetzt die Sensation: Das ist ausnahmsweise definitiv nicht die Schuld von Donald Trump, sondern vielmehr vor allem von seinem Vorgänger und Friedensnobelpreisträger für gar nichts. Gut, speziell für Syrien muss man noch etwas weiter zurück gehen...

Aber natürlich kann Trump jetzt auch nicht einfach nur sagen, interessiert die USA nicht mehr und sollen sich andere darum kümmern. Das ist ein bisschen zu einfach. Zuerst ist aber aus meiner Sicht diese Botschaft wieder einmal - wie eigentlich immer - nach "innen" gerichtet. Das kommt in den USA sicherlich bei vielen als simple Botschaft "gut an". Ob das aber dann tatsächlich so verfolgt wird? Es gab auch einmal von einem anderen Präsidenten einmal die simple Botschaft "Guantanamo schließen". Ging wohl auch nicht so einfach...

#8 - 30.03.2018, 22:20 von Sportzigarette

Zitat von Außenpolitiker
Man muss auch fähig sein, jemanden zu loben den man persönlich nicht mag. Sehr gute Entscheidung, die eine Hillary Clinton mit Sicherheit nicht getroffen hätte. Die USA müssen sich aus der Region zurückziehen, nur ohne fremde Besatzer kann Frieden entstehen!
Nein, diese unkluge Entscheidung hätte Hillary so nicht getroffen. Sie hätte es den Russen angeboten und hart verhandelt, bis auch die Russen und die Türken rausgehen. Sie glauben an Frieden im nahen und mittlerem Osten, wenn sich die USA dort zurückzögen? Die Situation ist entstanden, weil sich die USA unter Obama zurück gezogen hatten. Das war auch einer der Gründe, warum Hillary das State Department aufgab.

#9 - 30.03.2018, 22:28 von weltenglas

wo er Recht hat

hat er Recht. Gebracht hat es den USA tatsächlich nichts, im Nahen Osten Krieg zu führen. Man hat sich kopflos und planlos in den Irak-Krieg gestürzt, vielleicht weil Bush Junior nach den Anschlägen von 2001 Stärke demonstrieren wollte. Bekommen hat man nichts als Tod, Chaos und einen Riesenberg Schulden. Trump zieht die richtige Konsequenz - wenn auch in seiner konfusen Art.

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