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Trump-Siege bei US-Vorwahlen : "Jeder, der mich attackiert, geht unter"

AFP Am "Super Samstag" gewinnt Donald Trump die US-Vorwahlen in Louisiana und Kentucky. Doch auch Ted Cruz kann in zwei Staaten punkten - und bleibt damit im Rennen. Kann er Trump noch gefährlich werden?
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#1 - 06.03.2016, 08:27 von friedrich_eckard

Einmal abgesehen davon, dass ich die Frage "Trump oder Cruz" nicht für so furchtbar interessant halte, weil
a.) das Rennen zugunsten Trumps gelaufen sein dürfte, und weil
b.) ich einen messbaren Unterschied in der Grössenordnung des Übels zwischen einem grossmäuligen PEGIDiotischen Quartalsirren und einem reaktionären Frömmler nicht erkennen kann:
könnte man nicht die Berichterstattung über die Vorwahlen der Demokraten jemanden anders als einem gewissen Hern Palmström übertragen? "Weil, so schliesst er messerscharf / nicht sein kann, was nicht sein darf." - heiliger Christian Morgenstern!

Tatsache ist doch, dass Sanders überhaupt nicht "raus" ist. Für Nebraska habe ich keine Umfragen finden können, und in Kansas lag er hinten. "Seine" Staaten kommen doch überhaupt erst noch, während Clinton derzeit die Staaten abräumt, die in der Hauptwahl eh' republikanisch wählen werden - der Kandidat möge Trump, Cruz, Rubio oder Leonard J. Broomstick heissen. Wenn ein Fussballclub von den ersten zwölf Saisonspielen zehn auswärts austragen muss und aus diesen Spielen 14 bis 16 von 36 möglichen Punkten holt, dann ist das doch, verd... nochmal, kein schlechter Start, und die Heimspiele müssen ja irgendwann auch noch kommen.

#2 - 06.03.2016, 09:02 von moistvonlipwik

Die andere Frage: wäre Cruz soviel besser?
Zudem sind die ersten Klagen eingegangen: die Gerichte werden also alsbald entscheiden, was man unter "natural born citizen" zu verstehen hat.

#3 - 06.03.2016, 09:04 von severin123

Habe mich in der letzten zeit

mit dem wahlkampf beschäftigt, es ist erschreckend zu sehen wie populistisch alle Kandidaten sind, kein einziger von denen hat irgendwas konkretes zu sagen " Ich sorge dafür, dass alle junge Menschen Arbeit bekommen" toll und weiter? Die Amis schmeißen nur mit solchen Floskeln um sich. Es war nie anders , eine Show , mehr nicht , am Ende wird die Politik von Strippenzieher bestimmt und der Mächtigste Mann der Welt ist eine Witzfigur. Zum Glück ist die öffentliche Meinung ein wesentlicher Motor und dank Hollywood sitzt, das Herz bei vielen Amis auf dem richtigen Fleck, deswegen wird immer noch zumindest versucht ein Anschein der Helfer vor zu gaukeln.

#4 - 06.03.2016, 09:26 von bdxc

I have a dream

Ein Präsident Donald Trump mit einem Vize (oder einem "Speaker" des Parlaments) Ted Cruz.
Dieser Traum bekommt von Vorwahl zu Vorwahl mehr Chancen der Überführung in die Realität ab dem 20. Januar 2017.
Den Vereinigten Staaten und der ganzen Welt stehen mindestens vier, hoffentlich sogar acht, sehr gute Jahre bevor.

#5 - 06.03.2016, 09:35 von kuac

Trump:"Das Establishment ist gegen mich, aber sie können mich nicht kontrollieren. Jeder, der mich attackiert, geht unter"...
Er ist doch selbst das Establishment, mit dem er Superreich geworden ist. Wenn er gegen das Establishment ist, dann ist er gegen sich selbst.

#6 - 06.03.2016, 09:40 von Lignite

Der Cassius Clay der Politik.

Die Amerikaner lieben diese groteske Übersteigung des Selbstbewusstseins. Diejenigen, die diese Verhaltensweise zeigen, bedienen nur eine uramerikanische Erwartungshaltung: "Ich kann alles erreichen, wenn ich nur will". Dafür lügt man sich dann die eigene Persönlichkeit zurecht. Es führt zwangsläufig zu gewissen Realitätsverlusten, die man auch bei Trump beobachten kann. Der muss von seinen Leuten ständig eingefangen werden.

Man muss begreifen, dass es ein Verkäuferspielchen ist. Weil die Menschen Theaterdonner lieben und wollen, dass sich jemand -der sich um sie bewirbt- anstrengt.

Harpe Kerkeling stellt das mit seiner Politikerfigur Horst Schlemmer exzellent dar. Quatschen bis der Arzt kommt. Frau Merkel hat bei dem gelernt.

#7 - 06.03.2016, 09:48 von grover01

Der Wahlkampf ist alles andere als entschieden. Das Parteiestablishment versucht alles um Trump noch zu verhindern, aus dessen Sicht wäre Präsident Clinton besser als Präsident Trump (da Trump als unabhängiger Aussenseiter aufräumen könnte und würde, viele würden ihre gutbezahlten Posten verlieren). Cruz dagegen gibt sich ebenfalls als Aussenseiter, ist aber letztendlich ein Politiker wie jeder andere, mit denselben Spendern, Kontakten zu Banken etc. Rubio ist quasi aus dem Rennen, könnte Trump aber noch einige Delegierte kosten, in Staaten in denen Cruz schwach ist. Ebenso Kasich, der noch NICHTS gewonnen hat, aber darauf hofft dass kein Kandidat 50% der Stimmen zusammenbekommt und dann das Establishment in den folgenden Wahlgängen hinter den Kulissen ihren Wunschkandidaten aushandelt. Trump muss auf 50% kommen, ansonsten hat er wohl keine Chance, die Partei-Führung verstösst lieber all die Trump Wähler als Trump aufzustellen.

#8 - 06.03.2016, 09:50 von rmuekno

no Panik

während Clinton schon fasst die nötigen Delegierten Stimmen auf sich vereinen konnte, dümpelt Trumm immer noch mit nur ca. 1/3 der nötigen Stimmen herum, d.h. ob er überhaupt auf die nötigen Stimmen kommt ist immer zweifelhafter. Wenn nicht ist es unwahrscheinlich, dass sich die Partei am Parteitag auf ihn oder auch auf Cruz einigt, die werden vor lauter Paik eine anderen Kanditaten aus dem Hut zaubern und ob der Chancen gegen Clinton hat ist fraglich. Aber selbst Trump oder Cruz haben wohl wenig Chancen gegen Clinton. Solage die Republikaner sich weiter so selbst zerfleischen und in der Regierung nur blockieren, wird es mit denen weiter abwärts gehen.

#9 - 06.03.2016, 09:50 von butzibart13

vorzeitige Anklage

Gibt es nicht so etwas wie ein vorgezogenes Impeachment, das man hier heranziehen könnte? In der Regel wird es ja nur im Amt angewendet, wie damals bei Nixon/Watergate oder Blagojevich/Gouverneur von Illinois.

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