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Trump trifft Kim: Viel Glück, Mr President!

AFP Donald Trump trifft am 12. Juni Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, das scheint nun sicher zu sein. Jetzt ist der Moment, dem US-Präsidenten allen Erfolg zu wünschen - ausnahmsweise.
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#1 - 02.06.2018, 09:22 von s.l.bln

Der Beschreibung ...

...der Ausgangslage stimme ich zu, allerdings bezweifle ich, daß Trump begriffen hat bzw. akzeptieren will, daß das ein Prozess von Jahren ist.
Das widerspricht komplett seinem Naturell und dem, was er aktuell braucht. Und nur an dem orientiert sich sein Handeln.
Bis zu den Midterms muß er mindestens einen, wenn nicht mehrere Erfolge vorweisen können.
Die Mauer ist ausgefallen,die neue Krankenversicherung auch, seine Einwanderungspolitik wird von Gerichten zerpflückt und der leicht zu gewinnende Handelskrieg könnte auch die USA hart treffen.
Wenn jetzt neben vielen Versprechen in Nordkorea nichts Greifbares mit nach hause genommen werden kann, traue ich ihm zu, daß er wieder eskaliert.
Und Kim kann sich gar nicht leisten, seine Versicherung aus der Hand zu geben, bevor nicht umfangreiche Sicherheits und Wirtschaftszusagen gemacht und eingehalten wurden, weil die nordkoreanische Elite ihn sonst möglicherweise absägt.
Dann ist auch noch die Frage, ob die Chinesen einen US Erfolg dort überhaupt wollen. Blöderweise verschärfen die USA parallel grade den Territorialkonflikt um das südchinesische Meer.
Wir dürfen gespannt sein...

#2 - 02.06.2018, 09:35 von MikeyHa

Immer hübsch bei der Wahrheit

Ganz so einfach darf man es sich nicht machen Herr Scheuermann.

Die Geschichte mit Nordkorea verhält sich anders als von Ihnen dargestellt. Clinton hat 1993 ein Abkommen erzielt, dass Nordkorea bis 2001 laut Atomaufsichtsbehörde in Wien immer eingehalten hat. Die USA haben den bezahlten Atommeiler jedoch nicht wie vereinbart geliefert . Dieser Meiler, der von Brown Boveri aus dem ach so neutralen Land mit dem weißen Kreuz auf rotem Hintergrund geliefert wurde, war niemals mit dem vereinbarten Brennstoff beliefert worden, der auch nicht für den Bau von Atombomben verwendet hätte werden können. Also Vertragsbruch der USA nach alter Väter Sitte! Darauf hin haben die Koreaner ihr Atomprogramm wieder aufleben lassen und sind von Bush&Co. auf die Liste der Schurkenstaaten gesetzt worden.

Verantwortlich im Vorstand von Brown Boveri waren die Herren Rumsfeld und Cheney.... (gibt es interessante Infos nicht nur im Archiv vom Guardian) Apropos, Saddam Hussein und Gaddafi und der Iran vor 10 Jahren hatten auch so ein ähnliches Abkommen und der Iran bekam auch den vereinbarten Brennstoff nicht. Hat dann wohl Russland vor einigen Jahren geliefert. Die Russen haben auch kein Interesse an einem nuklear bewaffneten Iran vor ihrer Haustüre, der ideologisch religiös in den Kaukasus Republiken neben und gegen die u.a. von den Saudis unterstützten Gruppen präsent ist.

Als Christ kann ich die Führung eines Land wie in Nordkorea nicht gutheißen, doch die Wahrheit sollte immer oberster Maßstab sein. Und die Häme über Trump ist einfach nur noch peinlich. Ich hoffe er lehnt einen möglichen Friedensnobelpreis ab, um sich von üblen Preisträgern zu distanzieren. Da fällt mir nicht nur Kissinger ein, auch wenn ein Obama ihn durchaus vorab verdient hatte, um seine Agenda vom Wahlkampf wenigstens im Kern gegen bestimmte Kreise der Neocons zu behaupten.

#3 - 02.06.2018, 09:39 von kuac

Ich wünsche den beiden viel Glück. Allerdings, alles hängt vom diplomatischen Geschick des Trumps, weil die Materie sehr komplex ist und die Schicksale von Irak, Libyen oder Ukraine ja Kim bekannt sind. Die Frage ist nun, ob Trump diplomatisches Geschick besitzt oder nur drohen und erpressen kann?

#4 - 02.06.2018, 09:43 von 123abcd

Warum ?

Warum muss der Autor hier so unglaublich negativ und herablassend über Trump urteilen?
Auf welcher faktischen Basis wird hier geurteilt?Woher kennt er denn alle trumpschen Beweggründe, Taktiken und Kenntnisstände? War die Absage vor einer Woche nicht vielleicht sogar ein meisterlicher Schachzug, um Nordkorea zu disziplinieren, unerwartet und sehr effektiv?
Nur weil unorthodox und für den Redakteur überraschend, war es falsch?

So einen herablassenden Text hätte ich gerne mal bei Obamas Drohnenkriegen und Merkels Flüchtlingsfiasko gelesen.. aber nein, das sind ja „richtige“ Politiker. Die machen immer alles richtig.

Bei Themen wie Nordkorea und auch dem unlösbaren Israel-Konflikt haben sich amerikanische Präsidenten der letzten 40 Jahre erfolglos die Zähne ausgebissen. Und das obwohl Obama vor Amtsantritt schon den Friedensnobelpreis quasi hinhergeworfen bekommen hat. Geschweige denn von einer Effizienz europäischen oder gar deutschem Handelns in diesen Angelegenheiten.
Trump kann eben der deutschen Denke nach nicht funktionieren und ernst genommen werden.
Er funktioniert aber trotzdem.
Und wird vermutlich sogar auch noch wiedergewählt werden, da die wirtschaftlichen US-Zahlen zu stark sind. Und die deutschen Wähler es „leider“ nicht verhindern werden können.
Also, wenn Trump hier durch seine unorthodoxe Rhetorik und Umgangsweise mit Despoten, mit Zuckerbrot und Peitsche, erfolgreich ist und Nord- und Südkorea erstmals wieder näher zusammenbringt, hat er den Friedensnobelpreis mehr als verdient. Und eigentliche auch den Respekt von elitär denkenden, deutschen Redakteuren.

#5 - 02.06.2018, 09:52 von PaulchenGB

Trump will die Denuklearisierung und ihm ist Erfolg zu wünschen

aber wollen das auch China und Russland, die die Nord-Korea-Sanktionen nur halbherzig durchgeführt und damit überhaupt die Nuklearisierung ermöglicht haben? Ist KIM nicht deren Marionette? Soll es zu einem Eklat in 10 Tagen kommen? Was läuft da im Hintergrund zwischen Nord-Korea und China/Russland?

#6 - 02.06.2018, 09:55 von andree_nalin

Der (verfrühte) Dank gilt China und N-u.S-Korea ,

Spätestens seit der Aufkündigung des Atomabkommens mit Iran ist Trump in der Welt diskreditiert. Er sollte als der unfähigste Politiker dieses Erdballs einfach abtreten und sich seinem Hang zum Golfen und zu halbseidenen Geschichten widmen.

#7 - 02.06.2018, 09:58 von Beijinger

Das wird mit Trump nicht

funktionieren, da er keinen Schimmer von komplexen politischen Sachverhalten hat. So sehr ich Kim Jing-un und seine Diktatur mißbillige, er ist ihm in der Verhandlungsführung massiv überlegen und wird ihn am Nasenring durch die Manege ziehen. Wie Trump dann reagiert, ist leicht auszurechnen. Er wird mit lautem Getöse den Gipfel verlassen und damit alle Brücken abbrechen. Er und seine “Berater” Clowns Bolton und Pompeo sind keine Hilfe, das ganze Meeting wird ohnehin von der chinesischen Regierung orchestriert, da spielen Trump und seine Gefolgsleute nur eine Nebenrolle, siehe Chinas berechtigter Anspruch auf das südchinesische Meer und die Forderung der Denuklearisierung auch von SK und Abzug der US-Truppen inklusive der Raketenabwehrsysteme von dort.

#8 - 02.06.2018, 10:20 von sven2016

Trump hat sich zumindest ansatzweise erklären lassen, dass es keinen schnellen "Erfolg" geben wird.

Er wird irgendetwas medienwirksames tun, dann den Friedensnobelpreis einfordern und sich einer anderen Kontroverse zuwenden.

Der kann und will nicht verhandeln.

Was ist eigentlich mit den amerikanischen Kernwaffen in Südkorea?

#9 - 02.06.2018, 10:22 von sekundo

Die Frage kann

Zitat von kuac
Ich wünsche den beiden viel Glück. Allerdings, alles hängt vom diplomatischen Geschick des Trumps, weil die Materie sehr komplex ist und die Schicksale von Irak, Libyen oder Ukraine ja Kim bekannt sind. Die Frage ist nun, ob Trump diplomatisches Geschick besitzt oder nur drohen und erpressen kann?
ich beantworten: Trump und Diplomatie
schliessen einander aus! Und, ja, er kann
nur drohen und/oder erpressen!

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