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TV-Duell: Trump sucht Schuld bei Moderator - und Mikro

DPA Das erste TV-Duell vor 100 Millionen Zuschauern lief für Donald Trump eher schlecht - Umfragen sahen seine Konkurrentin Hillary Clinton vorne. Die Schuld sieht der Republikaner jedoch nicht bei sich.
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#1 - 27.09.2016, 19:11 von captainsilver2000

TV-Duell: Trump sucht Schuld bei Moderator - und Mikro

...wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es halt an der Badehose!

#2 - 27.09.2016, 19:13 von markus_buchholtz

Empfand ich ähnlich

Um eins vorweg zu sagen ich bin keinesfalls für Trump. Aber auch nicht für Hillary. Pest vs Cholera eben. Aber ich habe die Debatte letzte Nacht gesehen und empfand es genau wie Trump. Der Moderator hat nur bei Trump rumgestochert. Auf die prekären Themen bei Hillary ist er keine Sekunde eingegangen und ist auch von sich aus mit nichts gekommen.

#3 - 27.09.2016, 19:20 von hasselblad

Überschrift

Absehbar, Populisten suchen die Schuld doch immer woanders. Warum sollte sich Trump da also unterscheiden von seinen Kollegen Le Pen, Petry, Orbán & Co... mal sehen wer schuld ist, wenn er nicht gewählt wird. Die Mexikaner, möglicherweise, die Medien oder "die Elite". Wenn Clinton demnächst Präsidentin wird, dürfte die Welt auf jeden Fall um eine dämliche Verschwörungstheorie reicher werden.

#4 - 27.09.2016, 19:25 von balu2016

War ausgeglichen

Hab einige Teile der Debatte gesehen, ich find nicht, dass Clinton Trump weit überlegen war. Sind beides nicht gerade "tolle" Kandidaten. Von daher ist es relativ egal wer am Ende gewinnt. Und noch ne Anmerkung: liebes SPON-Team, schön, dass ihr die Wahl in den USA so interessant findet, aber wir sind nicht in den USA, wir stimmen nicht mit ab. Von daher brauchts auch keine 5 oder 6 Artikel über eine TV-Debatte die dort stattfand. Das ist einfach zu viel des Guten.

#5 - 27.09.2016, 19:26 von wutbürger2010

Und täglich grüßt das Murmeltier

Seit gefühlt unendlichen Zeiten wird hier und in anderen deutschen Medien fast täglich über den US-amerikanische Wahlkampf berichtet.
Wen soll denn dieser Dauerbeschuss interessieren ?
Herr Trump mag ja wie ein Hohlkopf wirken, aber Frau Clinton war früher US-amerikanische Außenministerin und ist sicherlich keine Mutter Theresa. Diese Frau hat mitgeholfen Libyen innenpolitisch zu destabilisieren, vor Europas Haustür.

Und sollte Frau Clinton Präsidentin werden, wird sie sicherlich die offiziellen und geheimen Kriege der Großmacht USA weiterführen.

Oder glaubt denn wirklich irgendjemand, dass ein Herr netter Herr Obama weniger Dreck am Stecken hat als seine Vorgänger ?

#6 - 27.09.2016, 19:27 von roughneckgermany

Trump hat auf Themen, zu denen er nichts zu antworten wusste oder bei denen HC ihm den Rang ablief, mit sofortiger Lenkung auf Verschwörungstheorien bzw fragefremden Antworten reagiert. Eine Hillary wäre für Amerika kein Übel, ein Trump auf jeden Fall.

#7 - 27.09.2016, 19:32 von RalfHenrichs

Zur CNN-Umfrage

62% für Clinton, 27% für Trump, 6% für Gleichstand, 4% für Niemand - das hört sich tatsächlich nach einem Erdrutsch an. Aber VOR der Debatte bekannten sich 41% als Demokraten, 26% als Republikaner, der Rest als Unabhängig. Das ist dennoch sehr gut für Clinton: sie hat praktisch alle unabhängige gewonnen und genau darum geht es ja. Andererseits: warum diese Grundgesamtheit, wo es doch landesweit fast bei 50:50 steht? Irgendwie eine richtig tendenziöse Umfrage, was nicht überraschend ist, denn CNN ist stark für Clinton. Könnte aber mal berichtet werden, wenn man an einer objektiven Darstellung interessiert ist.

#8 - 27.09.2016, 19:33 von pdbarrelmaker

Der Donald macht's

Witzig die Berichterstattung in dem massen Medien diesbezüglich. Fast alle polls (Meinungsumfragen) die es nach dieser Debatte gab haben Donald Trump als den Gewinner gehen. Da Clinton die vom Establishment gestützte Kandidatin ist und die gleichgeschalteten Massenmedien die ja nichts anderes verbreiten als Propaganda und auch selbst teil des Establishments sind wundert es nicht wenn alle so gerne Hillary als Gewinnerin aussehen lassen wollen. Hillary hat diese Schlacht ganz klar verloren, der Donald hat Sie gleich am Anfang in eine Ecke reingestellt wo Sie auch hingehört. Im laufe der Debatte zum teil auch wegen den unfairen und einseitigen fragen hat sich dann Hillary wieder etwas befreien können aber der Donald hat immer wieder darauf aufmerksam gemacht wer oder was Hilary ist und für was für eine Politik sie eintreten und betreiben wird.
Hillary hat in fast allen entscheidenen Bereichen wie z.b Krieg alle aber auch alle Entscheidungen falsch getroffen angefangen mit dem illegalen krieg im Irak den Sie befürwortet hat (Donald Trump hat sich klar gegen den Irak krieg gestellt) über Lebanon usw. Das Vermächtnis dieser katastrophalen fehl Entscheidung ist jetzt auch ISIS welcher durch die fehlerhaft Politik von Obama und Clinton weiter eskaliert hat und mittlerweile ist es ja fast schon offensichtlich das die USA anscheinend bewusst den ISIS indirekt unterstützen.
Hoechst zeit dass Trump die wählen gewinnt und das ruder rumdreht.

#9 - 27.09.2016, 19:33 von joes.world

Wenn so manche einen Clinton-Sieg bejubeln, so frage ich: wie hat sie denn diesen errungen?

Die Antwort ist die: in dem sie Trump seine Sprüche aus der Vergangenheit vorwarf. Die ihm heute peinlich sein dürften, aber damals den Sinn hatten, in die Medien zu kommen. Als er noch nicht Präsidentschaftskandidat war.

Clinton baute ihre TV-Strategie primär darauf auf, zu thematisieren was Trump einmal gesagt hatte. Und dass es falsch war. Was davon aber zeigt, dass sie besser als er im Oval Office wäre? Denn Lösungen zeigten gestern beide nicht auf. Während Trump immerhin ein Problem klar erfasst und nicht schön redete: zu viele US-Firmen wandern nach Mexiko ab, um dort für den Export in die USA billiger zu produzieren. Und schicken so in den USA viele Amerikaner in die Joblosigkeit. Und dort gibt es kein Hartz 4.

Ein Punkt, der Clinton scheinbar viele Punkte bei Journalisten brachte: als sie thematisierte, dass Trump früher Obama unterstellt hatte, nicht in den USA geboren zu sein. Womit der per Gesetz gar nicht Präsident hätte werden dürfen. Inzwischen musste Trump hier zurückrudern. Hillary nutze diese ältere Geschichte, um Trump vorzuwerfen, damit alle Afro-Amierkaner zu beleidigen. Weil er so deren ersten schwarzen Präsidenten beleidigt hätte.

Dieser Vorwurf ist einerseits nicht ohne Ironie, hatte sie selber vor 8 Jahren Obama mehr als einmal unter der Gürtellinie angegriffen. Schlimmer aber wiegt, dass sie damit, ganz bewußt, schon vorhandene Gräben zwischen den Amerikanern, weiter vertieft. In dem sie den Angriff auf einen Präsidenten zu einem Angriff auf alle Schwarzen umdeutete. Und das in einem Land, das wahrlich ein Rassismus-Problem hat. Auch heute, 8 Jahre nach Obama. Ich, Hillary, erkläre einen Präsidentschaftskandidaten zum Rassisten. Und so jemanden stellen die Republikaner auf. Hurra. House of Cards lässt grüßen. In Wirklichkeit aber, zeigt das Spiel der Hillary mit dem Rassismus, dass Hillary für den eigenen Erfolg bereit ist, den Zusammenhalt und das Wohl ihres Volkes zu minimieren.

Das Spiel der Hillary mit dem Rassismus, macht Trump trotzdem nicht zu einem besseren Kandidaten. Und bei ihm steht nun einmal, dass er einfach keine politische Erfahrung hat. Und sein Einstieg in die Politik gleich als Präsident schon etwas kühn ist. Im worst case ziemlich gefährlich für die USA und ihre Verbündeten werden könnte.

Aber während Trump beweglich, unideologisch, flexibel handelt, ist Hillary starr und Gefangene ihrer eigenen Borniertheit und somit nicht fit, für eine komplexe, sich immer schneller drehenden, Welt. Und nach 8 schwachen Jahren unter Obama (und auch t.w. ihr), in denen Putin sich radikalisieren konnte, die IS groß wurde, Völkerwanderungen entstehen konnten, und einfach eine beruhigende Hand fehlte, ist die Vorstellung von Clinton als Leaderin der freien Welt kein bischen beruhigender als ein Sieg von Trump. Wird sie am Ende sogar noch die größere Katastrophe?

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