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US-Präsidentschaftswahl: Was für Bernie Sanders spricht - und was nicht

AFP Donald Trump bekommt einen neuen alten Widersacher: Bernie Sanders setzt auf eine Neuauflage seiner Präsidentschafts-Kampagne von 2016. Kann das funktionieren?
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#1 - 19.02.2019, 21:14 von claus7447

Wäre eine zeitweise in den USA

Leider ist der Gute schon ein bisschen zu alt. Aber schauen wir mal.

#2 - 19.02.2019, 21:19 von Erythronium2

Sanders dürfte zu weit links stehen, um eine Chance zu haben, und zudem inzwischen zu alt sein. Überhaupt habe ich den Verdacht, dass ein zu weit links stehender demokratischer Präsidentschaftskandidat (oder eine entsprechende Kandidatin) Herrn Trump womöglich zu einer weiteren Amtszeit verhelfen könnte. Aber das ist natürlich alles Spekulation. Mit einem Sieg von Trump bei den letzten Präsidentschaftswahlen hatte ich ja auch nicht ernsthaft gerechnet.

#3 - 19.02.2019, 21:20 von RalfHenrichs

Man solle die Intelligenz der Kandidaten nicht unterschätzen

Alle wissen, dass es ein Ausscheidungsrennen bei Vorwahlen ist. Nur die wenigsten Kandidaten kommen bis zum Ziel. Schätze daher, dass am Anfang geschaut wird, wer von den linken Dems am besten ankommt. Wenn es z.B. Warren ist, erwarte ich, dass Sanders zurückzieht und mit einer flammenden Rede seine Anhänger um Unterstützung von Warren bittet und ihr seine dann eingesammelte finanzielle Ressourcen zur Verfügung stellt. Dafür ist es aber notwendig, dass er antritt und überhaupt wieder seine Anhänger mobilisiert - zuerst für ihn und dann für andere. Sollte Sanders anfangs besser abschneidet, erwarte ich von Warren, dass sie es umgekehrt genauso macht. Ähnliches bei den konservativen Dems. Ansonsten kann man eh noch nicht sehen, wer am Ende gewinnt. Oder hätte zu diesem Zeitpunkt jemand den Sieg von Obama oder Trump vorhergesehen?

#4 - 19.02.2019, 21:26 von räbbi

Sanders wäre bei Amtsantritt 79.
Bei allem Respekt, aber der Gute hat seine besten Zeiten hinter sich.
Klar, die linke Wählerschaft an den Küsten könnte er abräumen. Als die richtig linken. Bei der Mitte wird's schon schwierig. Republikaner überzeugen? Vorher friert die Hölle zu.

Realistisch führt an Trump kein Weg vorbei.
Die Wirtschaft läuft und die Demokraten sind ein zerstrittener Sauhaufen.
Das wird die Deutsche Presse natürlich alles ganz anders sehen...wie bei der letzten Wahl eben auch.

#5 - 19.02.2019, 21:33 von thomas_schrecker

Das größte Argument gegen Sanders wird im Artikel nur am Rande erwähnt. Bernie Sanders ist Jahrgang 41. Wie kann jemand in dem Alter die körperliche und geistige Fitness mitbringen, die der Job erfordert?

#6 - 19.02.2019, 21:33 von Rudra

Bernie ist nicht Teil des Establishments

Genau deshalb wird man alles tun, um ihn auch diesmal zu verhindern.
In dem Artikel fehlt übrigens noch der Hinweis, dass Bernie bei den Primaries von seiner Partei (Demokraten) betrogen wurde. Die Primaries waren nicht fair sondern manipuliert. Das ging aus den geleakten Clinton Emails hervor. Der Skandal hatte zur Folge, dass sich die Wahlkomission (DNC) bei Sanders entschuldigen und Debby Wassermann Schultz (eine Cinton Vertraute) zurücktreten musste. Sanders Fans waren so frustriert, dass sie oft nicht Clinton sondern Trump wählten.

#7 - 19.02.2019, 21:49 von kp229

Interessant

Herr Nelles pflegt immer noch das Märchen, dass HRC 2016 tatsächlich die Kandidatur der Demokraten gegen Sanders gewonnen habe, dabei ist seit langem bekannt, dass Clintons Vorwahl-Sieg nicht zuletzt den Manipulationen des DNC-Vorstands um Debbie Wasserman Schultz geschuldet war. Dass dies letztendlich zur Präsidentschaft von Donald Trump geführt hat, ist durch viele Umfragen ziemlich eindeutig belegt.

#8 - 19.02.2019, 21:52 von horstenporst

Zitat von ralfsroessler
wird Bernie zum Präsidenten gewählt. Da bin ich mir genauso sicher, wie ich mir vor der letzten Wahl sicher war, daß Trump es schaffen kann (wofür ich im Kreis meiner Bekannten für verrückt erklärt wurde - leider zu Unrecht!). Wenn man weiß, wie der amerikanische mainstream tickt, dann weiß man, daß eine Mehrheit einen Politiker wie Bernie Sanders für einen Hardcore-Kommunisten hält, dem sie am Ende noch die Wiederwahl des aktuellen Irren vorziehen.
Irrtum. Die zentralen Forderungen von Bernie Sanders, z. B. höherer Mindestlohn, höhere Steuern für Millionäre und Großkonzerne, Medicare for All, Abschaffung der Studiengebühren etc. werden von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. Siehe:
https://theintercept.com/2018/03/21/democrats-progressive-policies-swing-districts/
Sanders schneidet in Umfragen auch deutlich besser ab als Trump. Siehe:
https://www.politifact.com/truth-o-meter/statements/2016/may/29/bernie-s/bernie-sanders-says-he-polls-better-against-donald/

https://www.politico.com/states/new-york/city-hall/story/2018/08/22/poll-trump-trails-several-democratic-prospects-in-2020-match-up-570734

Sogar der Meinungsforscher aus Trumps Team glaubt, Sanders hätte gegen Trump gewonnen, siehe:
https://thehill.com/homenews/administration/357937-trump-pollster-sanders-would-have-defeated-trump-in-the-presidential

#9 - 19.02.2019, 21:56 von anitawulfel

Gut, dass spiegel.de darauf hinweist, dass es sich bei Sanders um einen alten, weißen Mann handelt.
Es ist egal, wen die Demokraten aufstellen, Trumps Wirtschaftsdaten sind zu stark, selbst bei den Schwarzen ist die Arbeitslosigkeit historisch niedrig und wer jetzt wieder meckert und "aber die hohe Staatsverschuldung" als schwaches Argument ins Feld bringen will: a) unter Obama hat es ein bestimmtes Milieu auch nicht interessiert, plötzlich aber schon und b) solange die Rohstoffe in Dollar abgewickelt werden und die USA die stärkste Armee haben, solange spielt die Staatsverschuldung keine Rolle, siehe auch Japan, die mehr als doppelt so hoch, im Vergleich zum BIP, verschuldet sind.

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