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Vor historischem Votum: EU-Parlamentarier wollen Briten vom Brexit abbringen

DPA In einem emotionalen Brief appellieren mehr als hundert EU-Abgeordnete an die Briten, den Ausstieg aus der Europäischen Union zu überdenken. Derweil warnt die deutsche Wirtschaft erneut vor einem Chaos-Brexit.
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#1 - 14.01.2019, 03:36 von DOC0511

Demokratieverständnis der EU

So, jetzt wissen wir was diese Damen und Herren von der Demokratie halten. Ist ja unglaublich. Die Briten haben demokratisch abgestimmt. Punkt.

#2 - 14.01.2019, 04:29 von unbelehrbarer

Pure Angstmache

Das ganze Geplänkel von Milliardenkosten usw. sind doch wirklich nichts weiteres als reine Panikmache. Stellt euch doch mal vor was passiert, wenn "die Insel" die EU verlassen hat, und in 2 - 3 Jahren plötzlich alles besser ist als heute. Da kommen dann Begehrlichkeiten bei anderen Ländern auf, die sich auch nicht die zulässige Bananenkrümmung auf X Seiten vorschreiben lassen wollen und ebenfalls austreten wollen. Irgendwann hätte der sehr gut verdienende und keine Steuer zahlende EU wasauchimmer keinen Job mehr. Meine Meinung: Lasst sie raus, passieren wird nichts. Macht die EU attraktiver, d.h. weniger Befugnisse und lasst den Staaten mehr Souveränit, (und noch vieles mehr) dann will so schnell auch kein anderer raus und niemand muss sich Sorgen um seine Bezüge machen.

#3 - 14.01.2019, 04:32 von kumi-ori

was sollte mit dieser Anbiederung gewonnen werden?

Es wird sofort wieder das Genörgel losgehen, wenn die EU nicht nach Englands Pfeife tanzt. Wenn die Briten selbst zu der Einsicht kommen, dass der Brexit eine Schnapsidee war, dann kann man sich ja überlegen, ob man einen Rücktritt vom Brexit annimmt, aber so devot darum bitten sollten wir nicht, denn dann werden die Briten (fälschlich) erwarten, dass wir zu weiteren Zugeständnissen bereit wären.

#4 - 14.01.2019, 05:19 von anonym187

wir sollten nicht betteln, dass die Briten bei uns bleiben sollen...

die sollen selbst von sich aus kommen und sagen, dass sie für die EU sind. Ein Brexit wie es die Briten gedacht haben, wird es für sie niemals geben. Entweder ist man für die EU oder nicht! Aber sich Sonderwünsche rauszupicken, ist nur reines Wunschdenken. Wenn die Briten wirklich zurückkommen möchten, dann sind sie als Mitglied willkommen. Aber wenn sie ihren eigenen Weg gehen möchten, dann sollten sich die Konsequenzen bewusst sein und ich bezweifel, ob die Briten wirklich wissen, für was sie eigentlich abgestimmt haben. Im Interesse des britischen Volkes sollten sie nochmal für den Verbleib in die EU Wählen. Wenn die Mehrheit der Britten wirklich einen Austritt haben möchten, was ich nun eher verwunderlich finden würde, denn jetzt wissen alle wie die Fakten sind und was auf sie zu kommen wird.

#5 - 14.01.2019, 05:49 von dagoberto

Zu wenige...zu spät

Endlich, muss man sagen. Leider kommen diese Stimmen zu spät. Ich hätte mir solch klare Äußerungen viel früher gewünscht. In den 2 Jahren nach dem Referendum und auch in der Zeit davor hätten klare, herzliche Worte vielleicht mehr bewirkt als Drohen, Betteln, Auslachen. Statt dessen haben alle mit offenem Mund stauend oder Kopf schüttelnd mit angeschaut, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt. Man hätte verhandeln UND werben können.

#6 - 14.01.2019, 05:57 von Listkaefer

Der Brexit ist fürchterlich.

Aber die komplett zerstrittenen Briten weiter in der EU zu haben wäre ein genauso großer Albtraum. Die EU wird von der Hälfte der Bevölkerung in GB abgelehnt. Was wäre zu erwarten: Ein gewaltiger Bremsklotz, der wichtige EU-Reformen erschweren, verzögern oder gar verhindern könnte.

#7 - 14.01.2019, 06:22 von tucson58

Wie lächerlich

Als ob die Briten jetzt noch einen Rückzieher machen würden !

Die ganze Show ist doch peinlich genug, denn die Briten haben sich verzockt und haben gar keine andere Möglichkeit als am Dienstag dem Abkommen zuzustimmen und genau das wird eintreten .

Das Abkommen findet eine Mehrheit , wenn auch eine knappe , da bin ich mir sicher

#8 - 14.01.2019, 06:25 von zippzapp

Es gab da ein Referendum

Nur so als Erinnerung an diejenigen, die der Meinung sind, man könnte nochmal abstimmen lassen und alles wäre gut...
Die Mehrheit hat 2016 entschieden, die EU zu verlassen.
Das ist zu respektieren und umzusetzen.
Dass das durch Lügen und Populismus zu Stande kam, steht auf einem anderen Stück Papier und ist jetzt egal.

#9 - 14.01.2019, 06:41 von Europa-Realist

Vorwärts immer, rückwärts nimmer ...

Die EU ist ein wichtiger Garant für Frieden und Stabilität in Europa. Aber genauso wie der EURO hat sie erhebliche Konstruktionsfehler. Die EU zu kritisieren bedeutet gerade nicht, die EU in Frage zu stellen, sondern sich um diese Institution Sorgen zu machen.

Ein System ist am stabilsten, wenn es so flexibel ist, sich wieder selbst zu stabilisieren. Leider ist die EU an zahlreichen Stellen gerade nicht flexibel, weil - wie man nun am drohenden Brexit sieht - alles nun zu Erodieren droht. Die EU-Verträge werden ständig von der EU-Kommission - Mandat hin oder her - nur in eine Richtung geändert oder ausgelegt. Wann erkennen unsere Politiker denn endlich mal, dass ein „Rückschritt“ auch neue Chancen biete, nämlich das rechtliche Fundament der EU aufgrund der bisherigen Erfahrungen neu zu errichten.

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